Messdatenverwaltung per Excel-Dateien
Die Messdaten aus dem hauseigenen Labor flossen zunächst in Excel-Listen. Die Lösung hatte jedoch ihre Schwächen. „Das von-Hand-Verfahren hielt keiner vernünftigen Validierung stand“, erklärt Sabine Schöneberg ihre Motivation, die stetig wachsenden Datenmengen zu bewältigen. Dazu kommt, dass die Abnehmer der Unternehmensgruppe immer häufiger anschauliche Prüfberichte einfordern. „Mit unseren Bordmitteln kamen wir 2013 an die Grenzen des Machbaren“, schildert Schöneberg, die einst mehrere Stunden täglich mit der Datenpflege zubrachte. Vor diesem Hintergrund beschloss das Unternehmen die Einführung eines IT-Systems zur Qualitätssicherung. Nach einer Internet-Suche bei Google und einem Besuch der Fachmesse ‚Control‘ fiel die Wahl auf den Software-Hersteller Binserv und seine Lösung Binforce Pro QS.
„Binserv verstand, dass wir ein einzelnes Modul zur Qualitätssicherung benötigen und keine überdimensionierte Computer Aided Quality-Lösung. So konnten wir zügig an einer Lösung arbeiten, die wirklich zu unseren Anforderungen passt“, erklärt Schöneberg die Wahl ihres IT-Dienstleisters aus Königswinter. Die Software zur Qualitätssicherung (QS) lässt sich als einzelnes Modul betreiben, das sich an die Anforderungen, Produktionsabläufe und Qualitätsprozesse vor Ort anpassen lässt. Ein Zusammenspiel mit anderen Modulen und Applikationen ist möglich, aber nicht erforderlich. Vor diesem Hintergrund spielte auch die Kostenstruktur eine Rolle bei der Wahl des Anbieters.
Ortsunabhängiger Systemzugriff möglich
Das System basiert auf Web-Technologie. Messdaten können gebündelt gespeichert werden, unabhängig vom Ort der Messung. Ebenso stehen die Ergebnisse berechtigten Qualitätsmanagern nach verschlüsselter Übertragung standortunabhängig zur Verfügung. Dafür ist kein zusätzlicher Lizenzerwerb notwendig. Bei der Datenerfassung am Messplatz werden Mitarbeiter Schritt für Schritt über eine grafische Benutzeroberfläche geführt. Während des Messvorgangs validiert das System die erfassten Daten. Bei Fehlern kann der Mitarbeiter zu einer erneuten Messung aufgefordert werden.
Weniger Datenpflege, mehr Zeit für andere Aufgaben
Die Implementierung im Herforder Prüflabor verlief ohne Probleme und die Lösung wird derzeit von mehreren Mitarbeitern eingesetzt. Auf die Arbeit Schönebergs hat das System einen großen Einfluss. Mit Unterstützung der Software konnte sie viele Stunden an Datenpflege einsparen und diese an anderer Stelle im Unternehmen einbringen. „Heute sehe ich sofort, wenn sich Qualitätsmerkmale verändern. Auch vom Rechner zu Hause aus. Die grafisch aufbereiteten Werte helfen, Prozesse und damit letztlich auch unsere Produkte zu verbessern“, erläutert Schöneberg. Die Prüfberichte und Qualitätsregelkarten stehen nun auf Knopfdruck zur Verfügung. Die Dokumentation für den Kunden hält Prüfungen stand. Und auch die Kommunikation von Qualitätsmerkmalen und möglichen Handlungsempfehlungen in das eigene Haus können von der Belegenschaft in der Produktion nachvollzogen werden. Bei alldem bringt die Lösung ausreichenden Spielraum für den Ausbau mit, um auch künftige Innovationen mit dem Werkstoff Wellpappe abzubilden.






































