Ocean Shipping Index zeigt Anstieg der Lieferzeiten

A large container cargo ship is beeing loaded and unloaded in a commercial dock
Bild: ©moofushi/stock.adobe.com

E2open Parent Holdings, Anbieter einer Supply-Chain-SaaS-Plattform, hat den Ocean Shipping Index (OSI) für das zweite Quartal 2024 veröffentlicht. Dieser ist eine datengestützte Referenz für Frachtunternehmen. Er soll helfen zu verstehen, wie lange der internationale Transport von Gütern dauert und welche Faktoren zu den beobachteten Verzögerungen beitragen. Der OSI basiert auf Daten aus dem e2open-Netzwerk, das mehr als 480.000 angeschlossene Unternehmen umfasst, die 16 Milliarden Transaktionen verwalten und jährlich 70 Millionen Container verfolgen.

„Der erwartete Anstieg der durchschnittlichen globalen Transportzeit spiegelt die anhaltenden Störungen wider, die die Seeschifffahrt weiterhin beeinträchtigen“, sagte Pawan Joshi, EVP Products and Strategy bei E2open. „Der aktuelle OSI zeigt, wie Wetter, geopolitische Konflikte, Hafenüberlastungen und -schließungen sowie Routenumleitungen aufgrund von Unruhen im Roten Meer und Dürreproblemen im Panamakanal die wichtigste Transportform im Welthandel beeinträchtigen: die Seeschifffahrt. Obwohl die meisten dieser Faktoren nicht vorhersehbar sind, können Verlader und Spediteure die Erkenntnisse aus den Transitzeitdaten nutzen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.“

Die Erkenntnisse des Berichts zusammengefasst:

Die weltweite durchschnittliche Transitzeit ist im letzten Quartal um zwei Tage auf 66 Tage gestiegen, das sind acht Tage mehr als im zweiten Quartal 2023. Als Hauptgrund für den Anstieg nennt e2open die tatsächliche Transitzeit, die um fünf Tage stieg.

Exporte von Südamerika nach Asien dauerten durchschnittlich 87 Tage, sechs Tage länger als im Vorquartal und 15 Tage länger als im zweiten Quartal 2023. Die durchschnittliche Transitzeit von Asien nach Südamerika betrug 78 Tage, drei Tage länger als im Vorquartal und zehn Tage länger als im zweiten Quartal 2023.

Der Containerverkehr von Asien nach Europa dauerte durchschnittlich 75 Tage, zwei Tage länger als im Vorquartal und 14 Tage länger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die durchschnittliche Transportdauer von Europa nach Asien lag mit 84 Tagen auf dem Niveau des Vorquartals, aber 11 Tage über der des zweiten Quartals 2023.

Die Exporte von Asien nach Nordamerika und von Nordamerika nach Asien dauerten durchschnittlich 63 beziehungsweise 84 Tage, was einem Anstieg von sieben respektive drei Tagen gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Europa nach Nordamerika war die einzige wichtige Seeverkehrsroute, die mit 51 Tagen die gleiche Containerlaufzeit aufwies wie im Vorjahreszeitraum.

Der Report ist einer von mehreren Benchmark-Berichten, die von e2open zur Verfügung gestellt werden. Sie sollen Unternehmen beim Management der zunehmend komplexen und sich schnell verändernden globalen Lieferketten unterstützen.



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