Zukunftsfähige Lösung gesucht

Im Rahmen des Netzwerkprojekts bei dem Elektronikfertiger sollten auch die Switches im Verwaltungsstandort Minden ausgetauscht werden. Im alten ‚Core‘ war zwar bereits eine 10 Gigabit-Verbindung vorhanden. Jedoch merkten die Mitarbeiter der IT-Abteilung im Laufe der letzten Zeit, dass immer mehr Endgeräte mit einer Geschwindigkeit von 10 Gigabit im Netzwerk agierten. Das betraf vor allem die Blade-Server, Virtualisierungs-Hosts und Backup-Systeme. In Zukunft war daher mit einem weiter steigenden Bedarf an Bandbreite zu rechnen. Zudem suchte der Betrieb nach einer Lösung, die 10 Gigabit-Interfaces über Multi-Chassis-Trunking (MCT) unterstützt, einer Technologie des Netzwerkanbieters.

Zu dieser Zeit war auch fast im gesamten Rechenzentrum und im Core eine 20 Gigabit-Verfügbarkeit über das LACP-Trunking-Verfahren möglich, also der logischen Bündelung von redundanten physischen Verbindungen. Diese Bandbreite hätte noch auf 30 oder 40 Gigabit erweitert werden können, insgesamt entsprach diese Lösung jedoch nicht den Vorstellungen des Unternehmens von einem zukunftssicheren Maß an Skalierbarkeit. Die MCT-Technologie versprach hingegen, auch bei wachsenden Ansprüchen mithalten zu können. „Eine steigende Anzahl an 10 Gigabit-Endgeräten würde uns im Moment noch nicht wehtun“, schildert Blaume. „Aber natürlich möchten wir mit unserem Netzwerk auch für die nächsten Jahre gerüstet sein.“ Technologien wie Virtualisierung fordern schon heute für den Serverbetrieb 10 Gigabit-Anbindungen. Für das Netzwerk steigen dementsprechend die Anforderungen laufend.

Kosteneinsparungen durch Standardisierung

Das Netzwerk am Standort Minden hat ein komplett neues Design erhalten: Mit den Brocade MLX-Routern im Core sowie der Fastiron SX800-Reihe im Distribution-Layer kann der Elektronikhersteller deutliche Bandbreite-Reserven vorhalten. Neue Gebäude werden mit TurboIron 24X-Switches im Distribution-Layer an die Netzwerkinfrastruktur angebunden. Auch bei erhöhtem Bandbreitenbedarf können somit neue Gebäude entsprechend den Vorgaben an das Firmennetzwerk angebunden werden. Durch den Einsatz von Endgeräten nur eines Herstellers erreicht die Unternehmensgruppe zudem einen hohen Grad an Standardisierung, der sich positiv auf den Kostenaufwand für die Systemadministration auswirkt.

In den einzelnen Gebäuden lassen sich Patches nun zentral auf dem Distribution-Layer aufspielen – was zur Entlastung des Gebäudemanagements beiträgt. Durch die vereinheitlichte Administration können auch viele Probleme im Netzwerk schneller eingegrenzt werden. Die IT-Infrastruktur bietet zudem Sparpotenzial bei der physikalischen Verkabelung der Gebäude untereinander: Über die Aggregationsebene lassen sich Gebäude an das Netzwerk anbinden, ohne viele Glasfaserkabel zu belegen. Künftig hat das Fertigungsunternehmen vor, das Netzwerk so zu nutzen, dass Power-over-ethernet (POE) in allen Gebäuden möglich wird und selbst umfassende Virtualisierungsprojekte umgesetzt werden können.







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