GEC und Cofinity-X zeigen Showcase für interoperablen Datenaustausch

0:000:00

GEC Cofinity Meuser Roesch

Die German Edge Cloud (GEC) und Cofinity-X setzen einen Showcase für interoperablen Datenaustausch zwischen Catena-X und Factory-X um. Ziel ist ein durchgängiger, souveräner Datenfluss über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg. Dies markiere einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu nahtlos vernetzten Manufacturing-X-Architekturen in Europa, so die Beteiligten.

Im Zentrum des Showcases steht die technische Verzahnung zweier zentraler Industrieökosysteme: Catena-X als offener, föderierter Datenraum für die Automobilindustrie und Factory-X als branchenübergreifende Referenzarchitektur für die digitale, vernetzte Produktion. Mit dem Demonstrator wollen die Partner zeigen, wie Identitäten, Zugriffsrechte und Datenschnittstellen so aufeinander abgestimmt werden, dass ein konsistenter Datenaustausch über Domänen- und Branchengrenzen hinweg möglich wird.

Von der Produktion in den Datenraum

Die technische Grundlage der Intra-Factory-Integration bilden das Oncite Digital Production System (DPS) der German Edge Cloud und Dataspace OS von Cofinity-X. Oncite DPS fungiert als zentrale Datendrehscheibe innerhalb der Fabrik: Es erfasst und kontextualisiert Produktionsdaten aus Maschinen, Anlagen und Sensorik, und bereitet die Daten strukturiert und standardkonform für die Übergabe an übergeordnete IT-Systeme und Datenraum-Connectoren vor.

„Unsere Aufgabe ist es, Produktionsdaten so zu strukturieren und zu integrieren, dass sie souverän entlang der Wertschöpfungsketten genutzt werden können“, sagt Dieter Meuser, CEO der German Edge Cloud.

Über den Connector Dataspace OS können Unternehmen diese Daten dann sicher, standardisiert und regelkonform in den Catena-X-Datenraum einbinden und mit ihren Partnern teilen. Der Dateneigentümer behält dabei jederzeit die volle Kontrolle über seine Daten sowie über Zugriffsrechte und Nutzungsbedingungen.

Branchenübergreifende Datenräume für Manufacturing-X

Cofinity-X stellt als Betreibergesellschaft die Datenrauminfrastruktur bereit und sorgt für den Betrieb zentraler Dienste wie Unternehmens-Onboarding, Identitäts- und Rechteverwaltung sowie die Registrierung von Dataspace Connectoren. Damit entsteht ein technischer und organisatorischer Rahmen, in dem Daten sicher, vertrauenswürdig und skalierbar ausgetauscht werden können – über die Automobilindustrie hinaus.

„Der Showcase zeigt, dass föderierte Datenräume auch branchenübergreifend funktionieren“, sagt Thomas Rösch, CEO von Cofinity-X. „Als Betreiber und Enabler für Datenökosysteme schaffen wir die Grundlage für Interoperabilität – heute zwischen Catena-X für die Automobilbranche und Factory-X als industriellem Ökosystem, morgen für viele weitere Branchen. Das ist ein entscheidender Schritt, um Manufacturing-X in der Praxis umzusetzen und skalierbar zu machen.“

Die Rollen der Beteiligten

Im Rahmen der Partnerschaft fokussiert sich Cofinity-X somit auf die horizontale Integration zwischen Unternehmen und stellt auf Basis des Eclipse Dataspace Components Connector (EDC) interoperable Connector-Infrastrukturen für den sicheren, föderierten Datenaustausch bereit.

Die German Edge Cloud verantwortet in dem Projekt die vertikale Integration innerhalb der Unternehmen sowie die Intra-Factory-Vernetzung auf Basis der von Factory-X spezifizierten MX-Ports. Diese standardisierten Integrationspunkte aus dem Factory-X-Umfeld werden unter anderem von der SmartFactory Kaiserslautern (SFKL) bereitgestellt.

Als realer Produktionsdemonstrator dient die Modellfabrik der SFKL mit der Produktionsinsel_Phuket. Die Produktionsanlage zeigt exemplarisch, wie digitale Zwillinge auf Basis der Verwaltungsschale AAS, OPC-UA-basierter Maschinenkommunikation und souveräner Datenaustausch in einer realen Fertigungsumgebung zusammenspielen.

„Für Manufacturing-X sind interoperable Datenräume ebenso wichtig wie eine belastbare Referenzarchitektur, die in realen Produktionsumgebungen funktioniert“, sagt Prof. Dr. Martin Ruskowski, Vorstandsvorsitzender der SFKL. „Mit unserer Modellfabrik zeigen wir, wie sich Ökosysteme konkret verbinden lassen – reproduzierbar und übertragbar auf industrielle Produktionslandschaften.“

Live-Demonstration auf der Hannover Messe

Den gemeinsamen Showcase präsentieren die Unternehmen auf der Hannover Messe (20. bis 24. April). Interessierte finden die Unternehmen an folgenden Ständen: German Edge Cloud (Halle 16, A16), Cofinity-X (Halle 13, Stand C24, Gemeinschaftsstand Plattform Industrie 4.0), SFKL (Halle 13, Stand C35).



  • Kontron-Standorte gründen europäischen EMS/ODM-Verbund

    Kontron-Standorte gründen europäischen EMS/ODM-Verbund

    Die europäischen Produktionsstandorte des Embedded-Spezialisten Kontron sollen zu einem EMS/ODM-Verbund zusammengeschlossen werden.

    mehr lesen: Kontron-Standorte gründen europäischen EMS/ODM-Verbund

  • Partnerschaft zwischen Siemens und Log.Go.Motion

    Partnerschaft zwischen Siemens und Log.Go.Motion

    Im Rahmen einer Partnerschaft vertreibt Siemens zukünftig die Lösung Moby.Check des Digitalisierungsspezialisten Log.Go.Motion.

    mehr lesen: Partnerschaft zwischen Siemens und Log.Go.Motion

  • SAP legt Quartalszahlen vor und passt Jahresziele an

    SAP legt Quartalszahlen vor und passt Jahresziele an

    Der Softwarekonzern SAP hat seine Zahlen für das dritte Quartal 2020 veröffentlicht. Demnach erzielte der Softwarekonzern weniger Umsatz als noch im Vorjahresquartal. Das Cloudgeschäft legte hingegen zu.

    mehr lesen: SAP legt Quartalszahlen vor und passt Jahresziele an

  • Dr. Marianne Janik übernimmt bei Microsoft Deutschland

    Dr. Marianne Janik übernimmt bei Microsoft Deutschland

    Zum 1. November wird Dr. Marianne Janik die Leitung von Microsoft Deutschland von Sabine Bendiek übernehmen, die zu SAP wechseln wird.

    mehr lesen: Dr. Marianne Janik übernimmt bei Microsoft Deutschland

  • Fraunhofer-Außenstelle in Schweinfurt eröffnet

    Fraunhofer-Außenstelle in Schweinfurt eröffnet

    Unter der Überschrift ‘KI-noW‘ (Künstliche Intelligenz (KI) für eine nachhaltig optimierte Wertschöpfung) wollen Forscher des Fraunhofer IPA neueste Erkenntnisse der angewandten Forschung in die industrielle Praxis überführen. Zur Veranschaulichung zeigt…

    mehr lesen: Fraunhofer-Außenstelle in Schweinfurt eröffnet

  • Lagebericht der IT-Sicherheit

    Lagebericht der IT-Sicherheit

    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat Mitte Oktober seinen Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2020 veröffentlicht. Dazu erklärt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung: „Zu Beginn…

    mehr lesen: Lagebericht der IT-Sicherheit

  • Cognizant erweitert IoT-Portfolio

    Cognizant erweitert IoT-Portfolio

    Mit der Übernahme des IoT-Spezialisten Bright Wolf, will der IT-Dienstleister Cognizant seine Expertise im Bereich Internet of Things erweitern.

    mehr lesen: Cognizant erweitert IoT-Portfolio

  • Schutz von Workstations

    Schutz von Workstations

    Stormshield erweitert seine Produktpalette mit Endpoint Security Evolution. Dabei handelt es sich um eine Lösung zum Schutz von Workstations, die speziell auf aktuelle Cybersicherheitsprobleme zugeschnitten ist.

    mehr lesen: Schutz von Workstations

  • Schutz industrieller Netzwerke und Automatisierungssysteme

    Schutz industrieller Netzwerke und Automatisierungssysteme

    Die Siemens-Netzwerkkomponenten der Scalance-SC-600-Familie zielen auf den Schutz von industriellen Netzwerken und Automatisierungssystemen durch die Segmentierung des Netzwerkes und sichere Kommunikationskanäle ab. Mit dem neuen Modell Scalance SC622-2C präsentiert der…

    mehr lesen: Schutz industrieller Netzwerke und Automatisierungssysteme

  • Stabilisierung, aber noch kein Ende der Krise

    Stabilisierung, aber noch kein Ende der Krise

    In vielen Ländern Europas scheint sich der Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Darauf deuten die Zahlen des Europäischen Arbeitsmarktbarometers hin, das nun erstmals veröffentlicht wurde.

    mehr lesen: Stabilisierung, aber noch kein Ende der Krise

  • GBTEC und Proalpha arbeiten zusammen

    GBTEC und Proalpha arbeiten zusammen

    GBTEC und Proalpha haben angekündigt, zukünftig in den Bereichen Process Mining und Business Intelligence zusammenzuarbeiten. Kunden sollen so einen Mehrwert bei der digitalen Transformation erhalten.

    mehr lesen: GBTEC und Proalpha arbeiten zusammen

  • Mehr Schadprogramme, mehr Digitalisierung

    Mehr Schadprogramme, mehr Digitalisierung

    Mehr als eine Milliarde Schadprogramme verzeichnet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik im aktuellen Lagebericht. Und auch die Corona-Pandemie wirkt sich auf die aktuelle Sicherheitslage aus.

    mehr lesen: Mehr Schadprogramme, mehr Digitalisierung