Ein Upgrade für den Teilchenbeschleuniger

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Bild: Nokia

Am Cern in Genf befindet sich der größte und leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger der Welt, der Large Hadron Collider. Mit diesem prägt die weltweite Wissenschaftsgemeinde das Verständnis des Universums. Das Cern arbeitet derzeit daran, den Teilchenbeschleuniger zu einem sogenannten Hochluminositäts-Large-Hadron-Collider aufzurüsten, der noch weitergehende Forschung ermöglichen soll und eine um das 5- bis 7,5-fache höhere Datenmenge produzieren wird.

Damit die Anlage die benötigten Daten künftig schneller und in größerer Menge transportieren kann, ist ein Netz mit höherer Kapazität nötig. Hier kommt Nokia ins Spiel: In einem Forschungsprojekt mit der niederländischen Forschungsgemeinschaft Surf, die ebenfalls mit dem Cern zusammenarbeitet, hat Nokia nun über die bestehende, grenzüberschreitende Glasfaserinfrastruktur von Surf eine Übertragungsrate von 800 Gbit/s erreicht. Diese extrem schnelle Datenübertragung wird durch die photonischen Service-Engine-Technologie von Nokia erreicht. Der Datenaustausch zwischen dem Cern-Teilchenbeschleuniger und den Forschungseinrichtungen bei Surf und Nikhef, dem niederländischen Nationalinstitut für Subatomare Physik, soll dadurch wesentlich schneller erfolgen.

Test auf bestehender Leitung

Vorab wurde über eine 1.648km lange Punkt-zu-Punkt-Glasfaserverbindung zwischen Amsterdam und Genf ein Test durchgeführt. Die Verbindung ist Teil des Surf-Netzwerks, das nationale Forschungs- und Bildungseinrichtungen wie Nikhef in den Niederlanden verbindet. Darüber hinaus ist das Surf-Netzwerk gut mit anderen Forschungsnetzwerken und Experimenten weltweit verbunden. Dazu gehört das LHC Optical Private Network (LHCOPN), das einen Zugang zu den Daten des Large Hadron Collider (LHC) am Cern bietet.

Der Test auf der bestehenden Glasfaserinfrastruktur zeigt, dass die vorhandenen Kabel noch enormes Potenzial haben. Ältere Glasfasern können demnach genutzt werden, um den künftigen Kapazitätsanforderungen und riesigen Datenströmen der internationalen Forschungsgemeinschaft gerecht zu werden.

Ab 2029 in Betrieb

Wenn der Hochluminositäts-Large-Hadron-Collider im Jahr 2029 in Betrieb geht, erwarten die Forschenden noch tiefere Einblicke in die grundlegenden Bausteine des Kosmos. Durch die enormen Mengen an wissenschaftlichen Daten dürften weitere Durchbrüche in der Forschung gelingen.



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