Cloud-Systeme per Service integrieren
Datenintegration und Automatisierung mit Celigo
Mit einer Integration Platform as a Service (iPaaS) lassen sich Anwendungen über Cloud-Services miteinander integrieren, um dann etwa Prozesse zu automatisieren. Genau das leistet die Plattform Celigo des gleichnamigen Anbieters. Wie das im Detail funktioniert, erfahren Sie in diesem Artikel.

Mit der Zahl der betriebenen IT-Systeme kann die Menge an Daten so manches Unternehmen vor Herausforderungen stellen. Hier setzen Datenintegrationsplattformen an, die sich als Cloud-Service (Integration Platform as a Service; iPaaS) beziehen lassen. Cloud-natives iPaaS ist eine Option, Geschäftsprozesse zu automatisieren und die Datenqualität zu verbessern. Eine iPaaS kann die Integration von Software-as-a-Service-Technologien zur Automatisierung von Geschäftsprozessen beschleunigen, bei der Schaffung nahtloser Kundenerlebnisse helfen und es Geschäftsteams ermöglichen, Echtzeitdaten zu erhalten und Daten aus mehreren Quellen für Analysen zu aggregieren.

Anforderungen definieren
Vor der Implementierung einer solchen Plattform sollten sich Interessentinnen und Interessenten einige Fragen stellen:
- • Wie viele Prozesse werden automatisiert und kann die favorisierte Lösung diese unterstützen?
- • Werden Personen außerhalb der IT-Abteilung eigene Integrationen erstellen müssen?
- • Müssen Daten abteilungsübergreifend gemeinsam genutzt werden?
- • Soll der Betrieb später skaliert werden und ist das System dafür flexibel genug?
- • Welche Art von Preismodell hat die Software (Preis pro Flow, Endpunkt usw.)?
Die iPaaS von Celigo
Eine iPaaS kann Mitarbeitende befähigen, Integrationsprobleme im Unternehmen selbst zu lösen, die digitale Automatisierung voranzubringen und die Datenqualität in den Systemen zu erhöhen. Die Plattform von Celigo nutzt dafür KI und maschinelles Lernen, hat vorgefertigte Anwendungen mit integrierten Best Practices und ist skalierbar. Mit dem iPaaS-System können sowohl Fachpersonal als auch Mitarbeitende ohne IT-Kenntnisse Prozesse aus ihren Abteilungen integrieren, verwalten und auf dem neusten Stand halten. Celigo ist nach eigenen Angaben die einzige iPaaS-Software, die vorgefertigte Prozessautomatisierungen mit integrierter Business Logic zur Verfügung stellt.
Der Einstieg
Um mit Celigo arbeiten zu, wird lediglich ein Account erstellt und aktiviert, bevor sich erst Applikationen mit den integrierten Interfaces verbinden lassen. Dafür stehen über 150 sogenannte Connectors aus den beiden Umgebungen eCommerce und Software für gängige Apps zur Verfügung. Beim Login auf die Plattform findet sich auf der linken Seite der Home-Ansicht ein Navigationsmenü mit verschiedenen Funktionen. An erster Stelle stehen die verschiedenen Tools von Celigo, darunter der Flow Builder, der Informationsflüsse zwischen zwei Systemen aufbaut, der Data Loader, der das Migrieren und das Konvertieren von großen Datenmengen ermöglicht, und der Dev Playground, ein Ort für Entwicklerinnen und Entwickler und diejenigen, die eher technisch veranlagt sind.

Ressourcen und Bausteine
Auf den sogenannten Ressourcen baut – neben Templates und Integration-Flows – alles auf. Diese Bausteine sind plattformübergreifend wiederverwendbar. Verbindungen, Importe und Exporte können also einmal erstellt und beliebig an verschiedenen Orten eingesetzt werden. Beim Erstellen hangelt man sich an einem vorgefertigten Menü entlang, konfiguriert an manchen Stellen und gibt plattformspezifische Details an. Skripte, Agents und Stacks sind für fortgeschrittenere Funktionen gedacht. Soll etwas sehr Technisches implementiert werden, kann dies mit Javascript erfolgen. Für Unterstützung etwa bei komplizierteren Aufgaben gibt es im System den Hilfebereich mit einem Helpcenter, Informationen zu den neusten Funktionen und der Möglichkeit, Tickets anzulegen. Hinzu kommen unter Celigo University zertifizierte Lernpfade, die aufeinander aufbauend abgeschlossen werden können. Von anderen Anwendungen habt sich Celigo sich mit seinem Marketplace ab – wo eine Reihe verschiedener Integrationen zu finden sind. Dort lassen sich Vorlagen und vorgefertigte Integrationen nach Stichworten suchen.
Erstellen einer Integration
Zum Erstellen einzelner Flows, so heißen die eingerichteten Integrationen, werden zunächst Datenquelle und -ziel angelegt, um eine spezifische Zuordnung zu erstellen. Als Quelle wird eine der über 150 bereits integrierten Applikationen ausgewählt. Taucht die gesuchte App in der Liste auf, existiert ein vorgefertigter Connector – dieser kann auch angebunden werden, indem die Basisinfos der Plattform wie Username, Passwort und Token eingetragen werden. Im Anschluss wird der Export erstellt. Dieser wird zunächst benannt und durch eine Beschreibung definiert. Die Connection wird aus dem vorherigen Schritt übernommen. Wichtig ist die Formularansicht. Hier lässt sich neben der Standardauswahl ein REST-API-Formular verwenden. So besteht Zugriff auf das Backend von HDP-Headern, relativen URIs etc. Dies gilt auch, wenn ein generischen Connector, die generische REST-API oder HTTP-Connectoren verwendet werden. Danach werden API-Name und Operation ausgewählt. Der API-Name ist hier selbsterklärend – je nach Auswahl kann die zugehörige Operation gewählt werden. Im Anschluss können noch weitere Suchparameter konfiguriert werden. Der nächste Schritt ist die Konfiguration des Exporttyps. Die Plattform gibt bereits einen Hinweis darauf, welche Variablennamen verwendet werden können. Nach Abschluss dieser Schritte ist der Export angelegt.
Erstellen eines Imports
Es folgt die Konfiguration der Importdaten. Es gilt auch hier, zuerst die entsprechende Applikation auszuwählen. Neben dem Importieren von Daten besteht die Möglichkeit, eine darüber hinausgehende Suche durchzuführen. Diese kann später integriert werden. Im nächsten Schritt wird eine Connection verbunden – entweder per vorgefertigter Verbindung oder per Eingabe der entsprechenden Daten. Danach wird der Import generiert. Auch hier werden zunächst Name und Beschreibung eingetragen. Es gibt Möglichkeiten zur Modifizierung. Wie beim Export lässt sich eine Formularansicht wählen – per Auswahl des API-Namens und der zugehörigen Operation. Danach ist dieser Schritt abgeschlossen. Nachdem Export und Import definiert wurden, wird die Zuordnung erstellt, die die Daten übersetzt. Dabei werden die Felder gegenübergestellt, die auf eine Sprache gebracht werden sollen. Hier macht es Sinn, von hinten nach vorne zu arbeiten, also erst die gewünschten Importfelder anzulegen und danach zu schauen, welche Exportdaten dafür herangezogen werden sollen. Mit diesen Informationen und Schritten ist der Flow funktionsfähig – und kann je nach Einsatzgebiet skaliert und spezifiziert werden.






































