Getränkeproduktion rund um die Uhr überwacht

Bottling plant - Water bottling line for processing and bottling pure mineral carbonated water into bottles.
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AquaRömer produziert und vertreibt seit mehr als 180 Jahren Mineralwasser, Heilwasser sowie alkoholfreie Erfrischungsgetränke. Das Unternehmen mit Sitz im Landkreis Schwäbisch Hall beschäftigt rund 120 Mitarbeitende und füllt jährlich etwa 130 Millionen Flaschen ab. Hinter den Abfüllanlagen des Betriebs arbeitet eine hochautomatisierte IT-Landschaft. Von der Quellüberwachung über Qualitätskontrollen bis hin zur Chargendokumentation sind alle Systeme miteinander vernetzt. Fällt eines von ihnen aus, fehlen wichtige Nachweise und die Produktion kommt zum Erliegen. Nicht wegen einer defekten Maschine, sondern weil vorgeschriebene Kontrollen nicht mehr dokumentiert werden. „Die Verfügbarkeit unserer IT-Systeme ist entscheidend, um ohne Unterbrechung produzieren zu können“, erklärt Dominik Schmidt, IT-Leiter bei AquaRömer.

AquaRömer setzt auf MXDR

Die IT-Abteilung von AquaRömer ist schlank aufgestellt. Die operative Verantwortung für die gesamte Unternehmens-IT liegt bei einem internen IT-Verantwortlichen, unterstützt von einem externen Dienstleister. Gerade außerhalb der regulären Arbeitszeiten fehlten bislang die Ressourcen, sicherheitsrelevante Meldungen umgehend zu analysieren. Gleichzeitig sind die Anforderungen an die IT-Sicherheit kontinuierlich gestiegen. Neben klassischen Büroarbeitsplätzen müssen die Verantwortlichen auch produktionsnahe Systeme absichern. Hinzu kommen regulatorische Vorgaben aus dem Lebensmittelbereich. Um die IT-Sicherheit weiter zu verbessern, suchte AquaRömer nach einer Kombination aus Sicherheitssoftware und Dienstleistung, die Bedrohungen erkennt, bewertet und priorisiert bearbeitet. „Wenn eine Meldung kommt, während ich mich um ein anderes kritisches Projekt kümmere, brauche ich jemanden, der den Vorfall strukturiert bearbeitet und schnell handelt“, beschreibt Schmidt die Herausforderung.

Anforderungen an die neue Software

Bei der Suche nach einer neuen Software standen mehrere Anforderungen im Mittelpunkt. Dazu gehörte die Rund-um-die-Uhr-Überwachung sicherheitsrelevanter Ereignisse, um Büro- und Produktionssysteme zu schützen. Gefordert waren zudem eine einfache Verwaltung sowie eine übersichtliche Management-Konsole, um die interne IT zu entlasten. Auch eine zuverlässige Hilfe im Ernstfall stand beim Auswahlprozess auf der Agenda. Darüber hinaus sollte der Anbieter einen deutschen oder europäischen Hintergrund haben, um den strengen Datenschutzvorgaben gerecht zu werden. Dominik Schmidt betont: „Die veränderte geopolitische Weltlage hat dazu geführt, dass wir im Unternehmen deutlich sensibler sind, wenn es um die Herkunft von IT-Sicherheitsanbietern geht.“

Anbieterwechsel vollzogen

Im finalen Auswahlprozess standen sich schließlich zwei Anbieter gegenüber: die bereits eingesetzte Sicherheitsplattform eines internationalen Herstellers sowie die Software G Data MXDR des Bochumer Unternehmens G Data CyberDefense. Ausschlaggebend waren letztlich der deutsche Standort und die enge Zusammenarbeit mit dem Analystenteam. Der Wechsel erfolgte bewusst unabhängig vom betreuenden Systemhaus. Dadurch konnte der Getränkeproduzent zusätzliche Kompetenzen im Unternehmen aufbauen und die eigene Handlungsfähigkeit stärken.

Unkomplizierte Einführung

Trotz einer komplexen IT-Landschaft verlief der Wechsel überraschend unkompliziert. Das Onboarding erfolgte vollständig remote und war nach wenigen gemeinsamen Sitzungen abgeschlossen.

Rund 80 Systeme im Blick

Heute schützt G Data rund 80 Systeme bei AquaRömer – von Büroarbeitsplätzen über Server bis hin zu produktionsnahen Systemen. Besonders positiv bewertet der Getränkeproduzent die Praxistauglichkeit der Software. Die Installation konnte weitgehend ohne Ausnahmeregelungen erfolgen. Auch im laufenden Betrieb waren keine Anpassungen notwendig.

Das MXDR-Team überwacht sicherheitsrelevante Ereignisse kontinuierlich und bewertet sie fachlich. Statt jede Warnung selbst zu prüfen, erhält die IT bereits eingeordnete Vorfälle, weil das Analyseteam schon reagiert hat. Viele Ereignisse verschwinden so aus der täglichen Arbeitsliste, bevor überhaupt Handlungsbedarf entsteht. Dadurch werden die internen Ressourcen spürbar entlastet. „Wenn mehrere Meldungen kommen und die letzte bereits als behoben markiert ist, weiß ich: Das Thema ist in guten Händen“, betont Schmidt. In der Vergangenheit mussten die Verantwortlichen nur in wenigen Fällen selbst aktiv eingreifen.

Feedback der Mitarbeitenden

Für die Mitarbeitenden verlief der Roll-out weitgehend unbemerkt. Einschränkungen im Arbeitsalltag gab es keine. Lediglich in Einzelfällen musste Spezial-Software aus dem Produktionsumfeld genauer betrachtet werden. Für die meisten Beschäftigten änderte sich nichts. Damit erfüllt die Software eine wichtige Vorgabe von AquaRömer: Sicherheit soll schützen, ohne Arbeitsprozesse auszubremsen.

IT-Sicherheit betrifft nicht nur große Unternehmen

Das Beispiel AquaRömer zeigt, dass moderne IT-Sicherheit nicht nur große Unternehmen betrifft. Statt ein eigenes Security Operations Center (SOC) aufzubauen, setzt das Unternehmen auf externe Fachleute. Die IT kann sich um Projekte und Betrieb kümmern, während sicherheitsrelevante Ereignisse rund um die Uhr überwacht werden. Gerade in mittelständischen Produktionsbetrieben mit kleinen IT-Teams sind Verfügbarkeit, schnelle Reaktionszeiten und verlässliche Unterstützung entscheidend.