Low-Code als Rettungsanker: Wie KI und Low-Code Tech-Strategien prägen

Conceptual image of low code as a block toy combination. 3d rendering
Bild: ©AddMeshCube/stock.adobe.com

Laut einer Studie von Mendix geben 98 Prozent der 2.000 weltweit befragten IT-Führungskräfte an, dass sie Low-Code in ihrem Entwicklungsprozess einsetzen. Darüber hinaus bestätigen 77 Prozent, dass in ihrem Unternehmen die Führungsebene die treibende Kraft bei der Einführung von Low-Code ist. 75 Prozent sagen aus, dass das C-Level in Low-Code die Zukunft des Programmierens sieht.

In der Studie stimmen zudem 85 Prozent der Befragten zudem der Aussage stimmen zu, dass die Kombination von Low-Code und KI ihrem Unternehmen hilft, schneller zu innovieren. Das IT-Management zeigt sich in der Studie ferner davon überzeugt, dass Low-Code und KI ihr volles Potenzial dann entfalten können, wenn eine Weiterqualifizierung von technischen und nicht-technischen Mitarbeitenden erfolgt. 85 Prozent sind darüber hinaus der Meinung, dass mehr Schulungen stattfinden müssen, um sicherzustellen, dass Entwicklerinnen und Entwickler KI-gestützte Programmierung richtig einsetzen. So teilen 71 Prozent die Besorgnis beim Thema Governance von KI-gestützter Programmierung. Beim Coden setzen bereits 81 Prozent der befragten Unternehmen KI in einem gewissen Umfang ein.

KI-Herausforderungen mit Low-Code

Technologie entwickelt sich ständig weiter. Allein die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie schnell sich der Bereich der künstlichen Intelligenz verändert hat. Low-Code-Plattformen unterstützen dabei, diesen Entwicklungen zu begegnen. Dies bestätigen auch die Studienteilnehmenden: 75 Prozent geben an, dass Low-Code die Innovationsfähigkeit ihres Unternehmens verbessert.

Menschliche Entwickler und KI in Zusammenarbeit

Durch KI verändert sich auch das Software-Engineering – beispielsweise kann die Technologie helfen, Entwicklerteams produktiver zu machen – etwa indem sie als eine Art ’Juniorentwickler’ fungiert, die Aufgaben wie Testfallerstellung oder Codegenerierung übernehmen kann. Dadurch können sich menschliche Entwickler auf strategische Fragestellungen konzentrieren. Low-Code-Plattformen spielen hier eine entscheidende Rolle, da sie den Einsatz generativer KI nicht nur für professionelle Entwickler, sondern auch für nicht-technische Nutzende erleichtern. Dies fördert die Demokratisierung der Softwareentwicklung und beschleunigt Innovationsprozesse.

Auch die Rolle von Entwicklern selbst wird sich weiterentwickeln: Statt selbst zu programmieren, könnten sie beispielsweise Teams von ’synthetischen Entwicklern’ steuern, die sich um die Codegenerierung und grundlegende Softwaretechnik kümmern. Diese ’synthetischen Software-Ingenieure’ verfügen über spezialisierte Kompetenzen, die sich dynamisch anpassen – sei es im Bereich der Agentenprogrammierung oder der Datenverarbeitung. Menschliche ’Aufseher’ stellen die Qualität sowie die strategische Ausrichtung sicher.

Multimodalität und verteilte Intelligenz

Die zunehmende Komplexität multimodaler Daten und die Verlagerung von Intelligenz in verteilte Systeme – von Cloud-Plattformen bis hin zu Edge-Geräten – schaffen neue Herausforderungen. Low-Code-Plattformen helfen hier, komplexe Datenströme effizient zu verarbeiten und benutzerfreundliche Anwendungen zu entwickeln. Unternehmen können so strategische Erkenntnisse aus den Daten gewinnen und in nutzerfreundliche Anwendungen übersetzen.

Agentenbasierte KI

Ein besonders dynamisches Feld ist die agentenbasierte KI. Diese KI-Systeme sind in der Lage, Entscheidungen zu treffen und Aufgaben eigenständig auszuführen. Low-Code-Plattformen können den Zugang zu agentenbasierter KI für nicht-technische Teams erleichtern.

Möglichkeiten ergeben sich beispielsweise im Bereich der Auftragsabwicklung, insbesondere wenn die Produktion zunehmend automatisiert wird und individuelle Produkte ’just in time‘ hergestellt werden. Kunden könnten per agentenbasierter KI leichter mit einem Unternehmen in Kontakt treten, um beispielsweise Änderungen an ihrem Produkt vorzunehmen oder Updates anzufordern.

Potenzial von Datennetzen

Schließlich stellt die effektive Nutzung von Unternehmensdaten einen weiteren Schüssel zum Erfolg dar. Denn oft bleiben Daten ungenutzt, da sie fragmentiert über mehrere Plattformen verteilt liegen. Low-Code-Technologien in Kombination mit Datennetzen helfen, dieses Problem zu überwinden. Sie ermöglichen es, verstreute Datenquellen zu verknüpfen, relevante Erkenntnisse zu gewinnen und diese für die Entwicklung innovativer Anwendungen zu nutzen.

Mit Low-Code und KI in die Zukunft

Die Herausforderungen im Kontext von KI sind vielschichtig, bieten jedoch große Chancen. Low-Code-Plattformen sind ein Werkzeug, um diese Potenziale zu erschließen. Sie beschleunigen die Entwicklung von Anwendungen, fördern auch die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine, verbessern den Umgang mit Daten und unterstützen Unternehmen bei der weiteren Integration von KI-Funktionen.



  • PWC-Studie ‚Digital Trust Insights 2022‘

    PWC-Studie ‚Digital Trust Insights 2022‘

    Vier von fünf IT-Führungskräften in Deutschland sehen die Komplexität in ihren Unternehmen laut einer PWC-Studie auf einem zu hohen Level. Dies führe wiederum zu Risiken für die Bereiche Cybersicherheit und…

    mehr lesen: PWC-Studie ‚Digital Trust Insights 2022‘

  • Mobile Luftreinigungsgeräte auf Wirksamkeit prüfen

    Mobile Luftreinigungsgeräte auf Wirksamkeit prüfen

    Im September ist die Richtlinie VDI-EE 4300 Blatt 14 ‚Messen von Innenraumluftverunreinigungen – Anforderungen an mobile Luftreiniger zur Reduktion der aerosolgebundenen Übertragung von Infektionskrankheiten‘ erschienen.

    mehr lesen: Mobile Luftreinigungsgeräte auf Wirksamkeit prüfen

  • FontOnLake attackiert Linux-Systeme

    FontOnLake attackiert Linux-Systeme

    ESET-Forscher sind einer Malware-Familie auf die Schliche gekommen, die es gezielt auf Linux-Betriebssysteme abgesehen hat.

    mehr lesen: FontOnLake attackiert Linux-Systeme

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Großes Wiedersehen auf der It-sa 2021

    Großes Wiedersehen auf der It-sa 2021

    Die It-sa 2021, Treffpunkt für IT-Sicherheitsexperten und -entscheider, wurde von 274 Ausstellern aus 18 Ländern und rund 5.200 Fachbesuchern aus 28 Ländern wieder nach dem Corona bedingten Aussetzen im vergangenen…

    mehr lesen: Großes Wiedersehen auf der It-sa 2021

  • Die Lieferkette im Visier von Hackern

    Die Lieferkette im Visier von Hackern

    Die Allianz geht davon aus, dass sich Ransomware-Angriffe vermehrt gegen Lieferketten richten könnten. Der Versicherer sieht dabei hauptsächlich IT-Dienstleister im Visier von Hackern. Und auch die Höhe der Lösegeldforderungen steigt.

    mehr lesen: Die Lieferkette im Visier von Hackern

  • Oliver Gronau wird CCO bei Auvesy

    Oliver Gronau wird CCO bei Auvesy

    Mit Oliver Gronau als CCO stößt ein weiteres Mitglied zum Management-Team des Datenmanagement-Spezialisten Auvesy, das zukünftig aus Tim Weckerle (CEO), Stefan Jesse (COO) und Oliver Gronau in der neugeschaffenen Position…

    mehr lesen: Oliver Gronau wird CCO bei Auvesy

  • Wie Projektingenieure mit Entwicklungspartnern kooperieren

    Wie Projektingenieure mit Entwicklungspartnern kooperieren

    Die Richtlinie VDI-MT 6602 Blatt 2 ‚Projektingenieur in Projekten mit Entwicklungspartnern – Anforderungen an die Qualifizierung‘ ist Anforderungsprofil für in der Praxis tätige Ingenieure und Projektingenieure, die ihre Fähigkeiten für…

    mehr lesen: Wie Projektingenieure mit Entwicklungspartnern kooperieren

  • IT-Sicherheitsmarkt vor Umsatzrekord

    IT-Sicherheitsmarkt vor Umsatzrekord

    Der Markt für IT-Sicherheit in Deutschland wächst ungebrochen. Das bisherige Rekordjahr 2020 könnte in diesem Jahr nochmals übertroffen werden. So geht der Digitalverband Bitkom von einem Plus von 9,7 Prozent…

    mehr lesen: IT-Sicherheitsmarkt vor Umsatzrekord

  • Zuliefermesse für den Maschinenbau

    Zuliefermesse für den Maschinenbau

    In Bad Salzuflen findet am 10. November die FBM statt. Bereits im Vorfeld der Messe können Unternehmen über eine Matchmaking-Plattform feste Termine mit den Ausstellern buchen.

    mehr lesen: Zuliefermesse für den Maschinenbau

  • Umsatzprognose auf Höchststand

    Umsatzprognose auf Höchststand

    Im neuen PWC-Maschinenbaubarormeter blicken mehr als die Hälfte der Unternehmen zwar optimistisch in die Zukunft. Im Vergleich zum Vorquartal ist dieser Wert jedoch zurückgegangen.

    mehr lesen: Umsatzprognose auf Höchststand

  • Produktionserwartungen steigen im September

    Produktionserwartungen steigen im September

    Die Produktionsaussichten in der Industrie haben im September zugelegt. Dabei werden die Pläne der Unternehmen von den derzeitigen Materialengpässen gebremst.

    mehr lesen: Produktionserwartungen steigen im September