Wegweiser für die eigene KI-Strategie

Die Wahl zwischen 
eigenen Tools und bestehenden Lösungen bestimmt, ob Unternehmen Effizienz 
steigern oder durch maßgeschneiderte Lösungen ihre Exzellenz erreichen.
Die Wahl zwischen eigenen Tools und bestehenden Lösungen bestimmt, ob Unternehmen Effizienz steigern oder durch maßgeschneiderte Lösungen ihre Exzellenz erreichen. – Bild: Zoi TechCon GmbH

KI kann riesige Datenmengen in Echtzeit analysieren und daraus Erkenntnisse gewinnen. Unternehmen wollen mit diesem Wissen präziser auf Kundenanforderungen reagieren, Trends früh erkennen und personalisierte Services anbieten. Etwa im Kundenservice: KI-gesteuerte Chatbots beantworten einfache Anfragen rund um die Uhr und entlasten so das Service-Team. Mithilfe von maschinellem Lernen und Natural Language Processing (NLP) entwickeln sich diese Chatbots stetig weiter und bewältigen zunehmend komplexere Anfragen.

Vier zentrale Fragen als Grundlage für 
eine erfolgreiche KI-Strategie.
Vier zentrale Fragen als Grundlage für eine erfolgreiche KI-Strategie. – Bild: Zoi TechCon GmbH

Was Kunden brauchen

Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet ist die Vorhersage von Kundenbedürfnissen. KI kann anhand von Verhaltensdaten Trends erkennen und proaktiv Lösungen vorschlagen, noch bevor der Kunde einen Bedarf äußert. In der Fertigung unterstützen KI-Systeme, indem sie große Datenmengen analysieren, Anomalien erkennen und vorausschauende Wartung ermöglichen. Auch beim Service-Support direkt an der Maschine helfen KI-gestützte Assistenzsysteme, niedrigschwellige Serviceanfragen ohne Techniker vor Ort zu lösen. Ebenso übernehmen KI-basierte Systeme bei umfangreichen Kundenaufträgen die automatisierte Verarbeitung von Bestellungen, wodurch manuelle Prozesse reduziert werden.

Make or Buy:

Die Entscheidung, ob ein Unternehmen eigene KI-Systeme entwickelt oder zukauft, hängt nicht nur von der strategischen Ausrichtung und den verfügbaren Ressourcen ab. Sie wird auch davon beeinflusst, ob die KI in Kernprozessen oder in unterstützenden, standardisierten Bereichen zum Einsatz kommt. Die Eigenentwicklung bietet sich für Kernprozesse und produktrelevante Anwendungen mit maßgeschneiderten Anforderungen an. In Bereichen wie dem Backoffice, wo es darum geht, Effizienz in standardisierten Abläufen zu steigern, sind bewährte Standardapplikationen oft die bessere Wahl.

Individuell, aber teuer

Ein gutes Beispiel für sinnvolle KI-Eigenentwicklungen sind Automobilhersteller: Sie entwickeln maßgeschneiderte KI-Systeme fürs autonome Fahren, die exakt auf ihre spezifischen Anforderungen zugeschnitten sind. Solche maßgeschneiderten Anwendungen bieten häufig Wettbewerbsvorteile und ermöglichen es, das Potenzial der KI auszuschöpfen. Jedoch ist dieser Weg oft mit hohen Kosten und großem Ressourcenaufwand verbunden. Zudem erfordert die Entwicklung tiefgehende Expertise, die nicht in jedem Unternehmen vorhanden ist.

Seiten: 1 2 3



  • Congatec und Sysgo gehen Partnerschaft ein

    Congatec und Sysgo gehen Partnerschaft ein

    Congatec gibt seine strategische Partnerschaft mit Sysgo bekannt. Ziel ist es, den Märkten für kritische Systeme – wie Industrieautomation, Medizintechnik, Smart Energy, Eisenbahn, kommerzielle und autonome Fahrzeuge oder Baumaschinen -…

    mehr lesen: Congatec und Sysgo gehen Partnerschaft ein

  • CAS und ELO kooperieren

    CAS und ELO kooperieren

    Enterprise Content Management und Customer Relationship Management näher aneinander rücken ist das Ziel der Kooperation zwischen ELO Digital Office und CAS Software.

    mehr lesen: CAS und ELO kooperieren

  • Fünf IT-Trends für 2022

    Fünf IT-Trends für 2022

    Auch 2022 werden sich die IT-Systeme von Unternehmen weiterentwickeln. Oliver Rozić, Vice President Product Engineering bei Sage, weiß wie und welche Trends dabei eine Rolle spielen könnten.

    mehr lesen: Fünf IT-Trends für 2022

  • Digitalisierungsschub überdauert die Pandemie

    Digitalisierungsschub überdauert die Pandemie

    Unternehmen gehen digital gestärkt ins dritte Corona-Jahr, so das Ergebnis einer Bitkom-Befragung unter 602 Unternehmen. Demnach will die große Mehrheit ihre Digitalisierungs-Projekte fortsetzen. Diese Aufbruchsstimmung müsse genutzt werden, so Bitkom-Präsident…

    mehr lesen: Digitalisierungsschub überdauert die Pandemie

  • Mittelmaß bei der Digitalisierung

    Mittelmaß bei der Digitalisierung

    Im internationalen Vergleich belegt Deutschland bei der Digitalisierung keine Spitzenposition, sondern tendiert eher zum Mittelfeld. So zumindest legt es eine Studie des Ifo Instituts nahe. Demnach sei nicht nur die…

    mehr lesen: Mittelmaß bei der Digitalisierung

  • Bauteilschwingungen Vorhersagen

    Bauteilschwingungen Vorhersagen

    Bauteilschwingungen, die bei vielen Fertigungsverfahren entstehen, führen oftmals dazu, dass die Oberfläche des Werkstücks beschädigt wird. Darüber hinaus sind sie ein Grund für erhöhten Werkzeugverschleiß. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT…

    mehr lesen: Bauteilschwingungen Vorhersagen

  • Neue General-Managerin bei DXC

    Neue General-Managerin bei DXC

    Jacqueline Fechner ist neue General-Managerin für die DACH-Region bei DXC Technology und soll künftig die Geschicke des IT-Dienstleisters in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantworten.

    mehr lesen: Neue General-Managerin bei DXC

  • Chinesische Hackergruppen zielen auf Lieferketten ab

    Chinesische Hackergruppen zielen auf Lieferketten ab

    Ein Bericht von Venafi zeigt, dass chinesische Hacker-Gruppen gezielt Code Signing-Zertifikate für Angriffe auf Software Supply Chains einsetzen.

    mehr lesen: Chinesische Hackergruppen zielen auf Lieferketten ab

  • IFS ernennt Andreas Kempenich zum DACH-Geschäftsführer

    IFS ernennt Andreas Kempenich zum DACH-Geschäftsführer

    Mit der Ernennung von Andreas Kempenich zum neuen Geschäftsführer für die DACH-Region will der Business-Software-Anbieter IFS die Dynamik in DACH weiter ausbauen.

    mehr lesen: IFS ernennt Andreas Kempenich zum DACH-Geschäftsführer

  • Kooperation von Intranav und German Edge Cloud

    Kooperation von Intranav und German Edge Cloud

    Um Unternehmen verbesserte Ortungsanwendungen für industrielle Umgebungen zu ermöglichen, wollen German Edge Cloud und Intranav zukünftig zusammenarbeiten.

    mehr lesen: Kooperation von Intranav und German Edge Cloud

  • Maschinenexporte nähern sich Vorkrisenniveau

    Maschinenexporte nähern sich Vorkrisenniveau

    Die deutschen Maschinenbauer haben ihre Ausfuhren im dritten Quartal um 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Die höchsten Zuwächse verzeichneten dabei Textilmaschinen, Mikroelektronik und Landtechnik.

    mehr lesen: Maschinenexporte nähern sich Vorkrisenniveau

  • Produktionsplaner verdienen am meisten

    Produktionsplaner verdienen am meisten

    Gehalt, Jobchancen, persönliche Talente: Bei der Wahl des Ausbildungsberufs müssen junge Menschen vieles beachten. Eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, welche Berufe für junge Fachkräfte am vielversprechendsten…

    mehr lesen: Produktionsplaner verdienen am meisten