Mit Microsoft Fabric Daten anbinden und analysieren

323469 Abbildung 01
Bild: pmOne GmbH

D auerthemen für viele Unternehmen sind die Heterogenität und Komplexität ihrer Software- und Datenlandschaft. Fortschritte bei KI und Analytics haben diesen Effekt durch neue Tools sogar teils verstärkt. Die negativen Effekte können mangelnde Datenflüsse, unzureichende Team-Vernetzung, hoher Integrations- und Verwaltungsaufwand sowie Herausforderungen bei der Data Governance sein. Hinzu kommen die Komplexität im Kostenmanagement etwaiger Cloud-Migrationen und der zunehmende Bedarf an KI-Integration. Die Software Fabric von Microsoft soll gefragte Funktionalitäten in den Unternehmen verfügbar machen, ohne die hier geschilderte Komplexität zu sehr zu erhöhen.

Fabric ist Cloud-Software

Die webbasierte Software-as-a-Service (SaaS) soll sich ohne großen Aufwand für Implementierung, Infrastruktur und Updates betreiben lassen. Andere Software soll sich unkompliziert anbinden lassen. Zudem können sämtliche Mitarbeitenden im Unternehmen auf der IT-Plattform zusammenarbeiten, mit geteilten Ressourcen und Arbeitsbereichen. Die Integration in Office 365 soll die dazu erforderliche IT-Expertise niedrig halten. Viele Prozesse werden zudem durch Low-Code oder No-Code unterstützt, was IT-Teams entlasten sollte. Mit dem OneLake-Ansatz kann die Microsoft-Anwendung Daten replikationsfrei unternehmensweit zugänglich machen. Für die Data Governance sorgen Funktionen zur rollenbasierten Zugriffskontrolle und Unterstützung von Private Link für eine abgesicherte Datenzugriffsumgebung. Abgerechnet wird die Systemnutzung auf Basis verbrauchter Rechenleistung bei den unterschiedlichen Aufgaben, was sich von bisherigen Abrechnungsmodellen unterscheidet.

323469 Abbildung 08 1
Daten lassen sich nach Domänen gruppieren. Das soll die Datensicherheit erhöhen und Einhaltung der Compliance erleichtern. – Bild: pmOne GmbH

Programme gebündelt

Damit in Fabric einzelne Komponenten zusammenwirken, integriert es weitgehend bestehende Microsoft-Anwendungen. Während Komponenten wie Power BI vielen Anwendern recht vertraut sind, waren andere Komponenten bisher eher IT-Experten vorbehalten. Alle Tools sind im weiteren Sinne darauf ausgerichtet, Daten zu verwalten, zu analysieren und zu nutzen. Da viele Komponenten bereits vor Fabric verfügbar waren, ist die Frage, was das Angebot neues bietet.

Was ist neu?

Hier ist zunächst die Lizenzierung zu nennen. Diese erfolgt nicht wie üblich pro Azure-Dienst, sondern auf Basis von Rechenkapazitäten, die sich innerhalb von Fabric für die verschiedenen Dienste nutzen lassen. Außerdem bietet Fabric mit OneLake eine Schnittestelle zu den Datenquellen, die wie OneDrive für Dateien funktionieren soll. Dabei müssen keine Daten verschoben oder dupliziert werden. Das gilt für strukturierte und unstrukturierte Daten. Darüber hinaus hat Microsoft die in Fabric gebündelten Komponenten aktualisiert.

Prozesse automatisch starten

Das System kann Geschäftsanwender befähigen, stärker als bisher an Daten- und Analyseprozessen mitzuwirken. In Dömänen lässt sich der Zugang zu den Organisationsdaten je nach Bereich oder Themenfeld gruppieren. Die Teams-Anbindung soll nicht-technischen Benutzern helfen, Daten entsprechend ihrer ihrer Domäne (z.B. Finanzen) im Datenpool zu finden. Dann können sie diese Daten erkunden, analysieren und Berichte erstellen. Neu ist zudem der Data Activator, mit dem sich Abläufe in Abhängigkeit von Datenmustern oder Schwellenwerten automatisiert anstoßen lassen. Fabric benachrichtigt oder startet Power-Automate-Workflows, etwa eine kombinierte Datenauswertung verschiedener Produktionszentren, um Produktionsengpässe frühzeitig zu erkennen oder mobile Echtzeit-Alerts zu ungeplanten Änderungen des Budgets oder des Personalbestands.

Funktionen für Admins

Standardaufgaben wie Software-Updates oder Erweiterungen von Rechen- oder Speicherkapazitäten erfolgen in der SaaS Fabric weitgehend automatisch. Für Sicherheit sorgen Funktionen wie Data Lineage (Informationen zur Datenherkunft), unternehmensweite Vertraulichkeitseinstellungen sowie ein zentrales Admin-Portal. Durch das Gruppieren über Domänen können die Abteilungen ihre Daten gemäß ihrer Vorschriften, Einschränkungen und Anforderungen verwalten. So sollen Administratoren die Zuverlässigkeit des Systems und Compliance sicherstellen, ohne sich wie bisher im Azure-Portal einloggen zu müssen. Zu Anbindung neuer Datenquellen sind Admins auch nicht mehr automatisch gefragt, Anwender können das selbst erledigen.

Für Data Engineers und CIOs

Mit der Funktion namens ‚Notebook‘ können Data Engineers und Data Scientists Daten in ihrer bevorzugten Programmiersprache transformieren oder bereinigen. Zudem greifen sie auf Visualisierungen und erläuternden Markdown-Text zu, mit dem weniger IT-versierte Team-Mitglieder den Code nachvollziehen können. Integrierte Data-Science-Funktionalitäten dienen dem Aufbau, der Bereitstellung und die Operationalisierung von Machine-Learning-Modellen sowie der Durchführung von Machine-Learning-Experimenten. Nach ihrer Analyse lassen sich Daten visualisieren und per SharePoint oder Teams versenden. Hinzu kommen Echtzeit-Analysen. Auch CIOs unterstützt Fabric in ihrem Verantwortungsbereich, indem sie beispielsweise flexibel Ressourcen hinzufügen oder entfernen lassen können, wenn die Umstände dies erfordern.



  • Beratungsangebote rund ums Homeoffice

    Beratungsangebote rund ums Homeoffice

    Cosmo Consult will in der Corona-Krise mit teils kostenfreie Webinaren, Workshops und Beratungspaketen Fachwissen rund um Microsoft Teams und die digitale Zusammenarbeit im Homeoffice anbieten.

    mehr lesen: Beratungsangebote rund ums Homeoffice

  • Stimmung in der Digitalbranche trübt sich ein

    Stimmung in der Digitalbranche trübt sich ein

    Nach 24,6 Punkten im Februar, ist der Bitkom-Ifo-Digitalindex im März auf 0,6 Punkte zurückgegangen. Dabei sind von den negativen Folgen im Zuge der Corona-Krise vor allem die Industrie und der…

    mehr lesen: Stimmung in der Digitalbranche trübt sich ein

  • Mit OPC UA over TSN zur Losgröße 1

    Mit OPC UA over TSN zur Losgröße 1

    Im Maschinenbau werden immer häufiger modulare Anlagen gefertigt. Deren Zusammenstellung aus Spezialmodulen für verschiedene Teilaufgaben von unterschiedlichen Herstellern scheiterte bisher oft an inkompatiblen Kommunikationsstandards.

    mehr lesen: Mit OPC UA over TSN zur Losgröße 1

  • Automatica in den Dezember verlegt

    Automatica in den Dezember verlegt

    Die Messe München hat sich dazu entschlossen, die Messe Automatica, die vom 16. bis zum 19. Juni stattfinden sollte, in den Dezember zu verschieben.

    mehr lesen: Automatica in den Dezember verlegt

  • Weltmarkt für Maschinen legt 2019 leicht zu

    Weltmarkt für Maschinen legt 2019 leicht zu

    Neue Maschinen und Anlagen waren auch im vergangenen Jahr weltweit gefragt. Allerdings erfolgten die Geschäfte bereits unter erschwerten Bedingungen: Der Wandel in der Automobilindustrie, der Handelskrieg zwischen den USA und…

    mehr lesen: Weltmarkt für Maschinen legt 2019 leicht zu

  • Keine Hannover Messe in 2020

    Keine Hannover Messe in 2020

    Die Hannover Messe kann dieses Jahr nicht stattfinden. Grund ist die zunehmend kritische Lage aufgrund der Covid-19-Pandemie und eine Untersagungsverfügung der Region Hannover.

    mehr lesen: Keine Hannover Messe in 2020

  • Nächste Management-Generation bei Siemens

    Nächste Management-Generation bei Siemens

    Siemens-CEO Joe Kaeser hat den Aufsichtsrat darüber informiert, dass er keine Verlängerung seines Vertrages anstrebt. Er wird zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Siemens Energy vorgeschlagen.

    mehr lesen: Nächste Management-Generation bei Siemens

  • Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Internet of Things?

    Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Internet of Things?

    Die Industrie setzt IoT-Lösungen vornehmlich in der Produktion, bei der Zeiterfassung und in der Lagerverwaltung ein. Dies geht aus einer Befragung hervor, die Ende vergangenen Jahres durchgeführt wurde.

    mehr lesen: Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Internet of Things?

  • Weltwirtschaft vor erheblichen Wachstumsverlusten

    Weltwirtschaft vor erheblichen Wachstumsverlusten

    Finanzmarktexperten rechnen damit, dass die Corona-Pandemie das globale reale Bruttoinlandsprodukt erheblich belasten wird. Insbesondere die deutsche Wirtschaft wird dabei stark in Mitleidenschaft gezogen. Mit Blick auf einzelne Branchen schwanken die…

    mehr lesen: Weltwirtschaft vor erheblichen Wachstumsverlusten

  • Corona-Krise könnte Hunderte von Milliarden Euro kosten

    Corona-Krise könnte Hunderte von Milliarden Euro kosten

    Das Coronavirus könnte Deutschlands Wirtschaft Hunderte von Milliarden Euro Produktionsausfälle bescheren, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit in die Höhe schießen lassen und den Staatshaushalt erheblich belasten. Das geht aus aktuellen Berechnungen des…

    mehr lesen: Corona-Krise könnte Hunderte von Milliarden Euro kosten

  • VDMA-Tagung verschoben

    VDMA-Tagung verschoben

    Die VDMA-Tagung Production Excellence, die am 28. April hätte stattfinden sollen, ist auf die zweite Oktoberhälfte verschoben worden.

    mehr lesen: VDMA-Tagung verschoben

  • IAB rechnet mit BIP-Rückgang und steigenden Arbeitslosenzahlen

    IAB rechnet mit BIP-Rückgang und steigenden Arbeitslosenzahlen

    Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) geht in einer Vorausschau für das laufende Jahr davon aus, dass das BIP im Jahr 2020 um zwei Prozent sinken wird. Im Zuge…

    mehr lesen: IAB rechnet mit BIP-Rückgang und steigenden Arbeitslosenzahlen