

Während Fertigungsprozesse oft digital gesteuert werden, besteht beim Gebäudemanagement häufig noch Nachholbedarf. Wartungen werden manuell koordiniert, Störungen reaktiv bearbeitet und Informationen liegen in unterschiedlichen Systemen vor. Dabei lassen sich gerade im technischen Gebäudebetrieb oft erhebliche Potenziale erschließen, was Resilienz, Effizienz, Nachhaltigkeit, Kontinuität und Betriebskosten betrifft. Voraussetzung dafür ist, dass relevante Daten auf einer Plattform zusammenlaufen. Integrated Workplace Management-Systeme (IWMS) bündeln Informationen zu Flächen, technischen Anlagen, Wartungsprozessen und Services und schaffen die Grundlage für datenbasierte Entscheidungen.
Das Beispiel Wilo
Wilo Group ist ein international tätiger Wassertechnologiekonzern mit Hauptsitz in Dortmund. Mit dem Aufbau seines neuen Unternehmenscampus entstand ein Standortkonzept mit Smart Factory, Verwaltungsgebäuden sowie Forschungs- und Begegnungszentren. Dabei stand auch das Gebäudemanagement im Fokus. 2019 entschied sich das Unternehmen, das bisher eingesetzte CAFM-System durch ein IWMS von Planon zu ersetzen. Zunächst wurde es On-Premises installiert. Im täglichen Betrieb zeigte sich jedoch, dass etwa der Aufwand für Hardware, Softwarepflege und Updates viele Ressourcen kostete. Gleichzeitig wuchsen die Anforderungen an mobile Anwendungen sowie an die künftige Einbindung von IoT-Sensorik und weiterer internationaler Standorte. Schließlich wurde in einem dreimonatigen Projekt auf die cloudbasierte Plattform des Anbieter gewechselt.
Zentral und verzahnt
Heute nutzt Wilo das System vor allem für Ticketmanagement, Wartungsplanung und Flächenmanagement. Gleichzeitig werden Daten aus der Gebäudeleittechnik und angeschlossenen IoT-Sensoren zentral erfasst und ausgewertet. Dadurch entsteht ein deutlich transparenteres Bild über den Zustand der technischen Infrastruktur. Administrativ hat sich auch einiges geändert. Software-Updates erfolgen automatisiert, mobile Endgeräte lassen sich leichter integrieren und durch den Wegfall mehrerer lokaler Server wurde die IT-Infrastruktur verschlankt. Gleichzeitig schafft die cloudbasierte Architektur die Voraussetzungen, weitere internationale Standorte auf derselben Plattform abzubilden – ein Pilotprojekt wird gerade umgesetzt. Auch für die Anbindung zusätzlicher Anwendungen wie Business Intelligence-Software oder für weitergehende Automatisierungen in der Gebäudeleittechnik sind die Weichen nun gestellt.












































