Zukunftsfähige Fabrik- und Logistikplanung

0:000:00

Gemini Generated Image digital twin
Bild: Leannova GmbH / Google Gemini

Für viele Unternehmen ist es eine Herausforderung, skalierbare und zukunftsfähige Fabrikkonzepte zu entwickeln. Faktoren wie Modularität und Flexibilität ermöglichen es hier, Produktionskapazitäten schnell an Marktveränderungen oder neue Technologien anzupassen. Dies gilt in besonderem Maße für dynamische Branchen.

Datenbasierte Materialfluss- und Logistikoptimierung

Die Analyse und Optimierung von Materialflüssen – etwa durch BI-basierte Wertstromdesigns und digitale Logistikplanung – unterstützt die Planung durch dynamisches Kennzahlentracking. Moderne Planungstools bieten hier die Möglichkeit, Materialflüsse und deren Performance-Kennzahlen transparent zu machen sowie Engpässe und Schwachstellen zu identifizieren. Unternehmen erhalten so eine Grundlage für Investitionsentscheidungen und Kenntnis darüber, wie sich Veränderungen auswirken.

Gamechanger

Einen deutlichen Mehrwert in der Fabrik- und Logistikplanung versprechen der digitaler Zwillinge und 3D-Visualisierungen. Mittels 3D-Laserscanning werden Hallen, Maschinen und Anlagen präzise erfasst und als digitale Punktwolke abgebildet. Daraus entsteht ein digitaler Zwilling, der in virtuellen Planungsumgebungen weiterverarbeitet wird.

Kollaborative, interdisziplinäre Planung

Ein weiterer Faktor ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Moderne Ansätze der Fabrikplanung integrieren Produktion, Logistik, IT, Architektur und Projektmanagement in einem durchgängigen digitalen Modell. Die enge Zusammenarbeit aller Disziplinen – unterstützt durch digitale Fabrikmodelle – erhöht die Transparenz, verkürzt Planungs- und Abstimmungszeiten und schafft eine durchgehende Projektdokumentation. Strukturierte Abstimmungsprozesse im digitalen Zwilling sorgen dafür, dass alle relevanten Anforderungen frühzeitig berücksichtigt werden können.

Simulation und Szenarienbewertung

Mit simulationsgestützten Methoden lassen sich verschiedene Konzeptvarianten bewerten. Unternehmen können so frühzeitig die Auswirkungen von Änderungen an Produkten, Stückzahlen oder Automatisierungsgrad auf ihre Prozesse und Flächen analysieren. Die Möglichkeit von ‚Was-wäre-wenn‘-Szenarien hilft dabei, Risiken zu reduzieren und zukunftsfähige Strukturen zu etablieren. Gerade bei Investitionen in neue Technologien oder bei der Erweiterung bestehender Standorte ist dies ein entscheidender Vorteil. Die positiven Effekte: Fehlplanungen werden reduziert, die Planungssicherheit erhöht und die Inbetriebnahme neuer Anlagen beschleunigt

Screenshot
Digitale Zwillinge schaffen eine durchgängige Verbindung zwischen Gebäude- und Prozessplanung –
effizient, integriert und zukunftssicher. – Bild: Leannova GmbH & Co. KG

Automatisierung und IT-Integration

Die frühzeitige Berücksichtigung von Investitionen in Automatisierungslösungen etwa – fahrerlose Transportsysteme (FTS) oder Robotik sowie die Anbindung an moderne IT-Systeme (ERP, MES, WMS) – ermöglichen eine effiziente Steuerung der Wertschöpfungskette. So entstehen effiziente, skalierbare und resiliente Produktions- und Logistiksysteme. Die Integration von IoT, KI, AR/VR sowie Cloud-Computing eröffnet zusätzliche Potenziale für Transparenz, Steuerbarkeit und Innovation.

Ergonomie, Nachhaltigkeit und Compliance

Neben der reinen Effizienzsteigerung rücken ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, Energieeffizienz und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften in den Fokus. Planungstools ermöglichen es, diese Anforderungen von Anfang an zu integrieren.

Vom digitalen Zwilling zur Masterplanung Ein moderner Planungsprozess gliedert sich in klar definierte Arbeitspakete und Meilensteine:

Analyse: Strategiefestlegung. Erfassung der Ist-Situation (2D/3D), Wertstromanalysen, IT-Architektur

– Grobplanung: Entwicklung und Bewertung von Konzept- und Layoutvarianten mit Planungs- und Simulationstools

– Detailplanung: Feinplanung am digitalen Zwilling, Ausschreibungen und Beschaffungen, Softwareauswahl, Erstellung von Investitions- und Umsetzungsplänen

Die Kombination macht’s

Die Kombination von digitalen Tools, simulationsgestützten Methoden und interdisziplinärer Zusammenarbeit hilft, Planungszeiten signifikant zu verkürzen, Konsolidierungsprüfungen frühzeitig zu integrieren und Investitionen abzusichern.

Zusammengefasst lassen sich also folgende Mehrwerte erzielen:

– Transparenz: Durch digitale Zwillinge und simulationsbasierte Planung werden Planungsprämissen nachvollziehbar und Investitionsentscheidungen belastbar.

– Effizienz: Reduzierte Planungszeiten, weniger Schnittstellen und die Möglichkeit zur Mehrfachverwendung von Modellen senken Kosten entlang der Errichtung und des Betriebs.

– Zukunftsfähigkeit: Die Integration moderner Technologien sichert die Skalierbarkeit und Anpassungsfähigkeit der Produktions- und Logistiksysteme.

– Nachhaltigkeit: Energieeffizienz, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und die Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen werden von Anfang an mitgedacht.

– Produktivitätssteigerungen von 20 bis 50 Prozent, verbesserte Termintreue und Qualität, reduzierte Bestände und Kosten sind Ergebnisse, die mit einer solchen Fabrik- und Logistikplanung möglich sind. Eine strukturierte, digitale Herangehensweise hilft, Planungszyklen zu kürzen, Transparenz zu erhöhen und nachträgliche Korrekturen zu reduzieren – ein klarer Wettbewerbsvorteil in dynamischen Märkten.

Investitionen sichern, Zukunft produktiv gestalten

Fabrikplanung im Bestand wird komplexer, die Anforderungen an Verkettung, Nachhaltigkeit und Technik steigen. Neue Technologien helfen hier, Investitionen abzusichern und schaffen eine belastbare Basis für den späteren Betrieb. Die Kombination unterschiedlicher Tools und Technologien entlang des gesamten Planungsprozesses zeigt, welches Potenzial in der Digital-gestützen Fabrikplanung steckt. Die Umsetzung solcher Strukturen legt das Fundament für eine effiziente, zukunftssichere und resiliente Wertschöpfung.



  • Expleo bezieht neues Technologiezentrum

    Expleo bezieht neues Technologiezentrum

    Anfang August hat Expleo sein neues Technologiezentrum bezogen. Dort sollen zukünftig Software- und Elektroniksysteme für automobile Anwendungen entwickelt werden.

    mehr lesen: Expleo bezieht neues Technologiezentrum

  • Neues Vorstandsmitglied beim VDMA Robotik + Automation

    Neues Vorstandsmitglied beim VDMA Robotik + Automation

    Der VDMA Fachverband Robotik + Automation hat mit Ralf Winkelmann ein neues Vorstandsmitglied berufen.

    mehr lesen: Neues Vorstandsmitglied beim VDMA Robotik + Automation

  • Unternehmen erwarten exponentielles Datenwachstum

    Unternehmen erwarten exponentielles Datenwachstum

    Die Menge an Daten wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Wie gut Unternehmen darauf vorbereitet sind und welche Hindernisse durch Dark Data entstehen, zeigt eine aktuelle Studie von Splunk.

    mehr lesen: Unternehmen erwarten exponentielles Datenwachstum

  • Auftragsrückgang schwächt sich ab

    Auftragsrückgang schwächt sich ab

    Die Auftragseingänge im Maschinen- und Anlagenbau sind auch im Juli prozentual zweistellig gesunken, allerdings hat sich der Rückgang im Vergleich zu den Vormonaten abgeschwächt.

    mehr lesen: Auftragsrückgang schwächt sich ab

  • Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu

    Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu

    Mit einem Anstieg von 0,6 Punkten im Vergleich zum Juli liegt das IAB-Arbeitsmarktbarometer im August weiter auf Erholungskurs. Die Beschäftigungskomponente des Frühindikators sank jedoch leicht.

    mehr lesen: Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu

  • Neue Technologie am Arbeitsplatz bietet Karrierechancen

    Neue Technologie am Arbeitsplatz bietet Karrierechancen

    Grundsätzlich stehen Arbeitnehmer der Einführung neuer Technologie am Arbeitsplatz positiv gegenüber. Entsprechende Modernisierungen sehen viele Arbeitstätige unter anderem als Chance, ihre Karriere voranzubringen. Das geht aus einer Studie des Payroll-…

    mehr lesen: Neue Technologie am Arbeitsplatz bietet Karrierechancen

  • Allianz kombiniert KI und IoT

    Allianz kombiniert KI und IoT

    Device Insight, Anbieter von IoT- und IIoT-Lösungen, und Sentian, schwedischer Spezialist für industrielle KI, bündeln ihre Expertise, um Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Produktionsprozesse im Sinne einer Smart Factory zu…

    mehr lesen: Allianz kombiniert KI und IoT

  • Gerhard Knoch wechselt von Infor zu Procad

    Gerhard Knoch wechselt von Infor zu Procad

    Gerhard Knoch, bisher Vice President bei Infor, stößt als neuer Geschäftsführer zum PLM-Anbieter Procad.

    mehr lesen: Gerhard Knoch wechselt von Infor zu Procad

  • Die Sicherheit im Hafen erhöhen

    Die Sicherheit im Hafen erhöhen

    Häfen zählen zu den kritischen Infrastrukturen. Die möglichen Sicherheitsrisiken sind vielfältig, insbesondere in digitalisierten Containerterminal-Prozessen. Ein neues Methoden- und Werkzeugset, entwickelt am Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, soll die…

    mehr lesen: Die Sicherheit im Hafen erhöhen

  • Schwachstellen aufdecken und Krisenfester werden

    Schwachstellen aufdecken und Krisenfester werden

    Die Corona-Krise hat dafür gesorgt, dass sich Unternehmen vermehrt mit der Digitalisierung beschäftigen. Trend-Technologien sind dabei jedoch weniger entscheidend, so der Software-Anbieter Proalpha. Wichtiger sei es, dass Unternehmen ihre Prozesse…

    mehr lesen: Schwachstellen aufdecken und Krisenfester werden

  • Starke Passwörter für starken Schutz

    Starke Passwörter für starken Schutz

    Bei Hackerangriffen sind die Mitarbeiter und ihre schwachen Passwörter nach wie vor Angriffspunkt Nummer Eins. Trotz gelegentlicher Diskussionen unter Fachleuten sind starke Passwörter noch immer die wohl wichtigste und sicherste…

    mehr lesen: Starke Passwörter für starken Schutz

  • SPS 2020 ausschließlich virtuell

    SPS 2020 ausschließlich virtuell

    Aufgrund der durch die Corona-Pandemie maßgeblich veränderten Rahmenbedingungen und den weiterhin bestehenden Reiserestriktionen hat die Mesago Messe Frankfurt entschieden, die SPS 2020 in einem rein virtuellen Format stattfinden zu lassen.

    mehr lesen: SPS 2020 ausschließlich virtuell