
Ein ICM-System ergänzt bestehende Anwendungen um eine dokumentenbasierte Ebene, die unstrukturierte Informationen erschließt und so eine Grundlage für den KI-Einsatz bildet. Dokumente, die bislang in unterschiedlichen Systemen, Formaten und Ablagen verteilt sind, werden in einer zentralen Struktur zusammengeführt. Damit entsteht eine durchgängige Sicht auf zuvor fragmentierte Inhalte. Über Metadaten wie Chargen-, Produkt- oder Zeitbezüge lassen sich Dokumente eindeutig zuordnen und verknüpfen. Die folgenden Use Cases zeigen, wie sich diese Prinzipien in der Produktion umsetzen lassen.
Qualitätsdatenmanagement
Qualitätsrelevante Dokumente wie Produktions- und Prüfberichte entstehen in vielen Unternehmen verteilt über verschiedene Systeme oder lokal auf Produktionsrechnern. Die Weitergabe erfolgt häufig manuell per E-Mail, die Ablage in unstrukturierten Fileservern. Ein ICM-System bündelt diese Dokumente in einer zentralen, versionierten Ablage. Strukturierte Metadaten wie Chargen- oder Prüfnummern ermöglichen ein eindeutiges Zuordnen und Durchsuchen der Inhalte. Aktivitätsprotokolle dokumentieren Änderungen und Freigaben. Über Schnittstellen zu ERP-, MES- oder PLM-Systemen lassen sich Datenquellen integrieren. KI kann darauf aufbauend Inhalte analysieren und kontextbezogen bereitstellen. SAP-Verantwortliche wissen, dass sie handeln müssen – aber nicht, wie sie fundiert entscheiden. ‣ weiterlesen
SAP-Transformation mit Augenmaß: Sicherheit für die richtige Entscheidung
Störungen effizienter managen
Störmeldungen werden in Produktionsumgebungen aus unterschiedlichen Quellen generiert, etwa aus MES-Anwendungen, IoT-Sensoren oder Helpdesk-Tools. Sie liegen in verschiedenen Formaten wie PDFs, CSV-Dateien oder Tickets vor und sind in separaten Systemen gespeichert. Ein konsistenter Zugriff ist kaum möglich und Zuständigkeiten bleiben oft unklar, da Rollen und Zugriffsrechte nicht zentral gesteuert werden. Ein ICM-System konsolidiert diese Informationen; Dokumente werden versioniert und über Metadaten, etwa Zeitstempel oder betroffene Anlagen, klassifiziert. KI kann dann die Inhalte aus unterschiedlichen Formaten analysieren und zu relevante Informationen aufbereiten.
Lieferantenintegration
In der Zusammenarbeit mit Lieferanten werden Spezifikationen, Freigaben und Herkunftsnachweise häufig per E-Mail oder über separate Plattformen ausgetauscht. Das führt zu Medienbrüchen, redundanten Abstimmungen und eingeschränkter Nachvollziehbarkeit. Auch die Kontrolle über Zugriffsrechte und Datenintegrität ist erschwert. Die Ablage in einem ICM-System hilft, indem relevante Dokumente einheitlich gespeichert und versioniert werden. Rollenbasierte Zugriffskonzepte ermöglichen Zugriff für interne Teams und externe Partner. Schnittstellen sorgen für eine Integration ohne Medienbrüche. KI unterstützt bei der Analyse unstrukturierter Inhalte und stellt relevante Informationen bereit. Dadurch werden Abstimmungsprozesse effizienter, Entscheidungen nachvollziehbarer und die Zusammenarbeit transparenter. Der Engpass für KI liegt selten bei Modellen oder Rechenleistung, sondern in der Datenstruktur. ICM-Systeme können eine solche Basis bereitstellen.








































