Produktinformationsmanagement: Roll-outs in 15 Sprachen

371675 shopslider new products 2025 1850x740 1
Bild: Denios Direct GmbH

Für das Unternehmen Denios, spezialisiert auf Gefahrstofflagerung, Arbeitssicherheit und Gefahrstoffhandling, sind saubere, konsistente Produktdaten die Basis für Wachstum. Das Angebot des Unternehmens richtet sich an die die verarbeitende Industrie (Automotive, Chemie, Pharma) sowie den Logistiksektor und gliedert sich in die Bereiche Catalogue Products (Handel) und Engineered Solutions (Sonderlösungen). Das Portfolio umfasst mehr als 23.000 Standardartikel. Hinzu kommen Aktivitäten in 21 Ländern sowie ein komplexes Vertriebsnetz mit Online-Shop, Print, E-Pro-curement und Marktplätzen.

Informationen in 21 Ländern

Gefahrstofflagerung ist ein international hochreguliertes Umfeld. Kunden erwarten technisch präzise Produkte und verlässliche Informationen über Spezifikationen, Sicherheitsanforderungen und Normkonformität – bei Denios in bis zu 15 Sprachen.

Gleichzeitig wachsen die Vertriebskanäle: Neben dem immer noch aktuellen klassischen Print-Katalog und dem B2B-Onlineshop gewinnen Marktplätze wie Amazon und individuelle Kundenlösungen im E-Procurement (‚Punch-Out-Stores‘) an Relevanz.

Ein neues PIM-System

Um eine schnelle Time-to-Market sowie hohe Skalierbarkeit zu realisieren, setzt Denios seit 2014 auf das zentrale PIM-System Contentserv (heute Centric PXM*). Bei der Systemauswahl half damals ein Implementierungspartner.

Komplexität als Expansionsbremse

Vor dem Wechsel zu Contentserv hatte Denios ein stark individualisiertes, wenig skalierbares PIM-System im Einsatz. Was einst als passgenaue Software für Katalog- und Shopping-Prozesse gedacht war, wurde mit den Jahren zur Wachstumsbremse.

Neue Anforderungen wie Marktplatzanbindungen oder mehrsprachige Produktdatenpflege waren nur mit hohem manuellem Aufwand umsetzbar, die Automatisierung begrenzt. System-Updates wurden durch zahlreiche kundenspezifische Modifikationen erschwert, Datenpflege war verteilt, inkonsistent und wenig skalierbar. Die Folge waren hohe Prozesskosten, fehlende Flexibilität bei Webshop und Print-Anforderungen.

PIM-Software nah am Standard

Das 2014 eingeführte PIM-System wurde bei Denios zur zentralen Datenquelle (Single Point of Truth) für alle marketingrelevanten Produktdaten.

Inhalte aus dem zentralen ERP-System von SAP fließen automatisch in die PIM-Software und werden dort für verschiedene Kanäle angereichert und verteilt – vom Webshop (Commercetools via SAWS Connector) über den Print-Katalog (InDesign via priint:comet) bis hin zu Amazon (PXHub).

Zusätzliche Anbindungen wie das Übersetzungstool Across, das mit DeepL arbeitet, ermöglichen effiziente internationale Rollouts in 15 Sprachen. KI-Funktionen wie GPT-gestützte Bildverschlagwortung, Alt-Text-Generierung und Titelerstellung hat Denios bereits im Einsatz. Sie reduzieren den manuellen Aufwand erheblich. Zukünftig sollen Workflows die Produktdatenpflege weiter strukturieren und messbar machen.

Skalierbare Prozesse, globale Datenqualität

Heute pflegt das Unternehmen Produktdaten zentral für 21 Länder. Die Time-to-Market für neue Produkte ist durch die Optimierung der Workflows und durch KI-gestützte Datenpflege gesunken. Statt viele Wochen in manuelle Datenpflege zu investieren, können die Produktmanager die Inhalte nun schneller und gezielter steuern.

Die Harmonisierung der Workflows ermöglicht erstmals auch die Einführung KPI-basierter Steuerung, die gerade erarbeitet wird. Dabei stehen Fragen im Raum wie: Wie lange dauert eine Datenanreicherung? Wie effizient ist der Freigabeprozess? Welche Länder sind schneller live?

Kolleginnen und Kollegen in den neuen Ländern können auf eine gepflegte, in die Landessprache übersetzte Produktdatenbasis zugreifen. Besonders wertvoll ist das bei Spezialthemen wie der Lithium-Ionen-Akkulagerung oder bei IoT-Produkten wie SpillGuard zur Leckage-Detektion – hier ist das Vertrauen in die Daten entscheidend.

Wie geht es weiter?

Aktuell vollzieht Denios den nächsten Schritt: Die Migration in die Cloud – zunächst in Form einer ‚Contentserv goes cloud light‘ (AWS-Hosting). Langfristig ist eine vollständiger SaaS-Ansatz geplant.

Ein weiterer Fokus liegt auf dem Onboarding von Lieferantendaten. Bereits heute nutzen externe Partner das Onboarding-Portal, um ihre Produktinformationen strukturiert bereitzustellen. In Zukunft soll dies noch intensiver genutzt werden – inklusive standardisierter Qualitätskontrollen (Data Quality Modul) und automatisierter Validierungen.

Vom technischen Projekt zur Expansionsgrundlage

Was als technisches Projekt begann, ist heute ein zentraler Baustein der Unternehmensstrategie. Das Produktdatenmanagement bildet die Grundlage für internationale Expansion, regulatorische Sicherheit, effiziente Prozesse und eine konsistente Markenerfahrung über alle Kanäle hinweg.

*) Anfang 2025 wurde Contentserv vom US-Softwareunternehmen Centric Software übernommen und trägt künftig den Namen Centric PXM.



  • Virtueller Browser schützt KRITIS vor Gefahren

    Virtueller Browser schützt KRITIS vor Gefahren

    35 Prozent aller Unternehmen, die zu den Kritischen Infrastrukturen (KRITIS) zählen, sind in den vergangenen zwölf Monaten Opfer eines Angriffs aus dem Internet geworden – mit zum Teil gravierenden Folgen…

    mehr lesen: Virtueller Browser schützt KRITIS vor Gefahren

  • Lazarus entwickelt Fähigkeiten für Supply-Chain-Angriffe

    Lazarus entwickelt Fähigkeiten für Supply-Chain-Angriffe

    Kaspersky-Forscher haben bei Lazarus verstärkte Angriffsfähigkeiten auf Lieferketten identifiziert. Des Weiteren setzt die Advanced-Persistent-Threat(APT)-Gruppe nun das plattformübergreifende MATA-Framework für Cyberspionage-Ziele ein.

    mehr lesen: Lazarus entwickelt Fähigkeiten für Supply-Chain-Angriffe

  • Palo Alto Networks und Siemens kooperieren

    Palo Alto Networks und Siemens kooperieren

    Palo Alto Networks hat Details zu einer Kooperation mit Siemens bekanntgegeben. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Lösungen zur Absicherung unternehmenskritischer Netzwerken bereitzustellen, um die Risiken durch Cyberangriffe zu verringern.

    mehr lesen: Palo Alto Networks und Siemens kooperieren

  • Quantenkommunikation über große Distanzen ermöglichen

    Quantenkommunikation über große Distanzen ermöglichen

    Die Digitalisierung schreitet voran, gleichzeitig braucht der wachsende Austausch sensibler Daten mehr Sicherheit. Ein Kommunikationsnetz, das auf den Gesetzen der Quantenphysik beruht, ist wegen der physikalisch garantierten Abhörsicherheit ein wichtiger…

    mehr lesen: Quantenkommunikation über große Distanzen ermöglichen

  • Höhere Standards für IoT Security ab 2024

    Höhere Standards für IoT Security ab 2024

    Das Internet der Dinge stellt eines der größten Risiken in der Informationstechnologie dar. Die EU-Kommission erhöht mit neuen Sicherheitsanforderungen deutlich den Druck auf Hersteller, Integratoren und Händler von IoT Geräten…

    mehr lesen: Höhere Standards für IoT Security ab 2024

  • Kaum wirksamer Schutz vor Cyberangriffen

    Kaum wirksamer Schutz vor Cyberangriffen

    55 Prozent der großen Unternehmen sind nicht in der Lage, Cyberangriffe schnell zu identifizieren, wirksam zu bekämpfen oder deren Auswirkungen schnell zu begrenzen. Dies geht einer Befragung der Unternehmensberatung Accenture…

    mehr lesen: Kaum wirksamer Schutz vor Cyberangriffen

  • VDMA und BKA vertiefen Zusammenarbeit

    VDMA und BKA vertiefen Zusammenarbeit

    Gemeinsam gegen Cybercrime VDMA und BKA vertiefen Zusammenarbeit Das Bundeskriminalamt (BKA) und der VDMA haben eine vertiefte Zusammenarbeit vereinbart. Durch gegenseitigen Erfahrungs- und Informationsaustausch soll erreicht werden, dass Cybercrime in…

    mehr lesen: VDMA und BKA vertiefen Zusammenarbeit

  • Industrial Transformation auf der Hannover Messe 2022

    Industrial Transformation auf der Hannover Messe 2022

    Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind die Schwerpunktthemen der Hannover Messe 2022. Damit will die Industriemesse Impulse für mehr Klimaschutz in Wirtschaft und Industrie setzen. Die Hannover Messe wird im April 2022…

    mehr lesen: Industrial Transformation auf der Hannover Messe 2022

  • Siemens und Merck kooperieren

    Siemens und Merck kooperieren

    Im Rahmen einer Partnerschaft wollen Siemens und Merck Vertrauen in Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) in industriellen Wertschöpfungsketten fördern.

    mehr lesen: Siemens und Merck kooperieren

  • Bitkom-Präsident Berg im Amt bestätigt

    Bitkom-Präsident Berg im Amt bestätigt

    Bitkom-Präsident Achim Berg wurde für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Zudem wurde Sabine Bendiek (SAP) zur neuen Vizepräsidentin ernannt.

    mehr lesen: Bitkom-Präsident Berg im Amt bestätigt

  • KI-Spezialist Cognostics gehört nun Cloudflight

    KI-Spezialist Cognostics gehört nun Cloudflight

    Cloudflight übernimmt den KI-Software-Development-Spezialisten Cognostics. Anwender sollen dadurch unter anderem zusätzliche KI-Expertise im Bereich Softwareentwicklung für kognitive Systeme erhalten.

    mehr lesen: KI-Spezialist Cognostics gehört nun Cloudflight

  • Ifo-Institut beziffert Produktionsausfälle mit 40Mrd.€

    Ifo-Institut beziffert Produktionsausfälle mit 40Mrd.€

    Die deutsche Industrie hat derzeit mit Lieferengpässen zu kämpfen und laut Ifo Institut haben diese bereits zu Produktionsausfällen in Höhe von 40Mrd.€ geführt.

    mehr lesen: Ifo-Institut beziffert Produktionsausfälle mit 40Mrd.€