Ferner ist die Rückverfolgbarkeit von Anforderungen, Codeänderungen und Tests entscheidend. In einem Umfeld, in dem Software und Hardware eng verzahnt sind, ist Nachvollziehbarkeit wichtig, um Fehler zu reduzieren und die Qualität des Endprodukts sicherzustellen.

Product Line Engineering

Product Line Engineering (PLE) ermöglicht die systematische Entwicklung und Verwaltung von Produktvarianten, indem sie die Wiederverwertung von Komponenten und Prozessen über mehrere Produktlinien hinweg optimiert. In der Automobilindustrie bedeutet dies, dass gesamte Produktlinien effizienter und konsistenter entwickelt werden können. PLE hilft, den Entwicklungsaufwand zu reduzieren und Markteinführungszeit durch die Wiederverwendung gemeinsamer Module und Funktionen zu verkürzen. Dies unterstützt agile Entwicklungsansätze und hilft, die Komplexität der modernen Fahrzeugentwicklung zu bewältigen. Ein kontinuierlicher Update-Prozess ermöglicht es, neue Funktionen in die nächste Fahrzeuggeneration einzuflechten, reduziert Wartungseingriffe und sorgt für eine möglichst reibungslose Zusammenarbeit der Fahrzeugkomponenten. Variantenmanagement hilft, die Innovationszyklen von Software und Hardware zu synchronisieren und steigert die Effizienz des Entwicklungsprozesses.

Produktplattformen, bestehend aus Software und Hardware, profitieren von einer umfassenden Re-Use-Strategie. Die Wiederverwendung von Software-Artefakten hilft, Entwicklungszeiten zu verkürzen und Kosten zu senken. Dies erfordert eine flexible Infrastruktur, in die Funktionen schnell integriert werden können. Ein Beispiel sind Over-the-Air-Updates, die die Software kontinuierlich aktualisieren, ohne physische Eingriffe am Fahrzeug.

ALM bildet den Rahmen

Zukünftige Fahrzeuggenerationen werden von softwarebasierten Funktionen geprägt sein. Einem Lebenszyklus Management, das Variantenmanagement und Hardwareplattformen integriert, kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Die Entkopplung von Software und Hardware ermöglicht eine schnellere Entwicklung neuer Funktionen, doch die Synchronisation der Innovationszyklen bleibt eine Herausforderung. ALM bietet einen Rahmen, um diesen Prozess zu unterstützen. Hersteller sollten auf eine integrierte Systemarchitektur setzen, die vollständige Traceability und eine agile, disziplinübergreifende Entwicklung ermöglicht.

Seiten: 1 2



  • Sabine Scheunert übernimmt Eurocentral-Geschäftsleitung

    Sabine Scheunert übernimmt Eurocentral-Geschäftsleitung

    Dassault Systèmes ernennt Sabine Scheunert zur Vorsitzenden der Geschäftsleitung in Eurocentral. Die Managerin verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Automobil- und Technologiebranche und war u.a. für Mercedes-Benz tätig.

    mehr lesen: Sabine Scheunert übernimmt Eurocentral-Geschäftsleitung

  • Ifo-Geschäftsklimaindex fällt um 1,3 Punkte

    Ifo-Geschäftsklimaindex fällt um 1,3 Punkte

    Pessimistischere Erwartungen der Unternehmen sorgen dafür, dass der Ifo-Geschäftsklimaindex im Juni unter dem Vormonatswert bleibt. Nach drei Anstiegen in Folge zeigt sich auch die Industrie im Juni wieder skeptischer.

    mehr lesen: Ifo-Geschäftsklimaindex fällt um 1,3 Punkte

  • Wibu-Systems eröffnet Niederlassung in Südkorea

    Wibu-Systems eröffnet Niederlassung in Südkorea

    Mit einer neuen Tochtergesellschaft in Südkorea geht das Karlsruher Unternehmen Wibu-Systems einen strategischen Schritt zur Erschließung des südkoreanischen Hightech-Marktes sowie der dortigen Wirtschaft.

    mehr lesen: Wibu-Systems eröffnet Niederlassung in Südkorea

  • Quantencomputing für effizientere E-Autos

    Quantencomputing für effizientere E-Autos

    Die BMW Group, Nvidia und Classiq wollen gemeinsam mechatronische Systeme optimieren. Das gemeinsame Ziel: den Einsatz von Quantencomputern in der Automobilbranche zu fördern.

    mehr lesen: Quantencomputing für effizientere E-Autos

  • 8,8Mrd.€ für die AWS-Cloud-Infrastruktur in Deutschland

    8,8Mrd.€ für die AWS-Cloud-Infrastruktur in Deutschland

    Kürzlich hat AWS Investitionen in Höhe von 7,8Mrd,€ in die AWS European Sovereign Cloud angekündigt, deren erste Rechenzentren in Brandenburg entstehen sollen. Nun legt der Cloud-Anbieter nochmals 10Mrd.€ nach.

    mehr lesen: 8,8Mrd.€ für die AWS-Cloud-Infrastruktur in Deutschland

  • Ungeplante Stillstände kosten 147.000€ pro Stunde

    Ungeplante Stillstände kosten 147.000€ pro Stunde

    Zwar erhöhen Firmen mittels Wartung die Verfügbarkeit ihrer Anlagen. Laut einer Studie von ABB kommt es bei der Mehrheit der Befragten monatlich jedoch zu mindestens einem ungeplanten Stillstand.

    mehr lesen: Ungeplante Stillstände kosten 147.000€ pro Stunde

  • Ein Robotik-Netzwerk für die Spitzenforschung

    Ein Robotik-Netzwerk für die Spitzenforschung

    Das Robotics Institute Germany (RIG) soll als zentrale Anlaufstelle für Robotik in Deutschland fungieren. Die Beteiligten, darunter Universitäten und Forschungseinrichtungen, haben sich fünf strategische Ziele gesetzt.

    mehr lesen: Ein Robotik-Netzwerk für die Spitzenforschung

  • Mit künstlicher Intelligenz gegen Maschinenstillstände

    Mit künstlicher Intelligenz gegen Maschinenstillstände

    Ein Forschungsteam vom Fraunhofer IPA hat zusammen mit Partnern aus der Industrie eine Methode entwickelt, wie künstliche Intelligenz in die Instandhaltung integriert werden kann. Erkennt die KI einen Fehler, werden…

    mehr lesen: Mit künstlicher Intelligenz gegen Maschinenstillstände

  • Das Auto mit Kopfbewegungen steuern

    Das Auto mit Kopfbewegungen steuern

    Arrow Electronics und Nvidia haben gemeinsam ein KI-basiertes Lenksystem für das semi-autonome SAM Car erarbeitet. Die Steuerung erfolgt per Gesichtserkennung.

    mehr lesen: Das Auto mit Kopfbewegungen steuern

  • Der AI Act im Überblick

    Der AI Act im Überblick

    Die Europäische Union (EU) hat mit dem AI Act ein transnationales Regelwerk für einen sicheren und vertrauenswürdigen Einsatz von KI verabschiedet. Was genau in der Verordnung ausgeführt ist, welche Chancen…

    mehr lesen: Der AI Act im Überblick

  • Phoenix Contact: Dirk Görlitzer folgt auf Frank Stührenberg

    Phoenix Contact: Dirk Görlitzer folgt auf Frank Stührenberg

    Frank Stührenberg übergibt den Vorsitz der Geschäftsführung von Phoenix Contact an Dirk Görlitzer. Bis zum Ausscheiden Stührenbergs zum Jahresende 2024 teilen sich beide den den Posten.

    mehr lesen: Phoenix Contact: Dirk Görlitzer folgt auf Frank Stührenberg

  • Anstieg der Kurzarbeit in der Industrie gestoppt

    Anstieg der Kurzarbeit in der Industrie gestoppt

    Die deutsche Industrie hat im Winterhalbjahr wieder vermehrt Kurzarbeit gefahren. Laut Ifo Institut ist in den nächsten Monaten zwar mit einem erhöhten Niveau zu rechnen, eine weitere Verschärfung zeichnet sich…

    mehr lesen: Anstieg der Kurzarbeit in der Industrie gestoppt