00219636 full b5000
Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH

Automatisierter Import

Zur Übermittlung der Produktänderungen werden sogenannte Product Change Notifications (PCN) oder Product Discontinuation Notifications (PDN) genutzt. Dies sind oft pdf-Dokumente, die bestehende Anforderungen an PCN und PDN erfüllen. Allerdings weisen sie bei jedem Komponentenhersteller ein unterschiedliches Erscheinungsbild auf und sind typischerweise nicht automatisch auswertbar. SmartPCN sorgen für eine bessere automatisierte Analyse und Importierbarkeit in technische Systeme. Die SmartPCN haben viele Vorteile, sind jedoch nicht weit verbreitet. Der Integrator ist somit darauf angewiesen, dass ihm entsprechende PCN oder SmartPCN geliefert werden. Wie bereits erwähnt, kommen je nach Bezugsquelle der Komponente verschiedene Kommunikationswege zur Anwendung: direkter Kontakt, E-Mail-Verteiler, Online-Plattform oder Ähnliches. Die Asset Administration Shell bietet hier einen Ausweg für zwei der oben genannten Aufgabenstellungen:

Wenn alle Hersteller für ihre Komponenten Typ-AAS online bereitstellen und über das spezifizierte AAS-REST-API zugänglich machen, lassen sich die technischen Daten der Komponenten direkt in das PLM-System des Integrators importieren. Eine Aktualisierung der Daten wäre ebenfalls automatisch möglich, was den manuellen Aufwand der Datenpflege deutlich reduziert. Die automatisierte Aktualisierung ohne Prüfung ist vermutlich nicht gewünscht. Das setzt die Unterstützung des AAS-Metamodells und des AAS-API für den Import in das PLM-System durch den PLM-Anbieter voraus. Auch die Verteilung der PCN/PDN kann über die AAS erfolgen und das PLM-System des Integrators folglich automatisiert erreichen. Ein entsprechendes PCN-/PDN-Teilmodell ist schon bei der IDTA in Arbeit. Software- und Firmware-Updates können dann ebenso als PCN weitergeleitet werden und z.B. das Update selbst oder einen Link auf das Update mitliefern.

Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass sich Daten zu Komponenten mit der AAS und dem AAS-API immer aktuell halten lassen. Informationen zu Produktänderungen sowie Software- und Firmware-Updates sind rechtzeitig verfügbar. Der Zugriff auf die Informationen geschieht über sämtliche Anbieter in einem einheitlichen Datenformat und mit einem einheitlichen API.

00219639 full b5000
Bild: Phoenix Contact Deutschland GmbH

Datenräume zur digitalen Interaktion

Die Digitalisierung bringt die Umsetzung der AAS-Datenlogistik voran. Gleiches trifft auf die Erkenntnis zu, dass sich durch die Zusammenarbeit von Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette signifikante Effizienzpotenziale und digitale Wertschöpfungsangebote heben lassen. Einen weiteren Schritt in diese Richtung stellen die Diskussion und erste Realisierung von Datenräumen dar. Dort können Unternehmen mit digitalen Mitteln interagieren. Im Rahmen der Fördermaßnahme Manufacturing-X entstehen solche Vertrauensräume, in denen Unternehmen, Maschinen/Betriebsmittel und Komponenten unterschiedlicher Hersteller miteinander arbeiten. Beispiele wie der digitale Produktpass oder die Organisation von Software-Updates für eine Vielzahl von Produkten verschiedener Hersteller zeigen: Die Anforderungen an die Kreislaufwirtschaft, Regulierung und Produktverfügbarkeit lassen sich auf diese Weise einfacher umsetzen.

Phoenix Contact hat sich zum Ziel gesetzt, die AAS-Datenlogistik zu fördern und produktiv zu unterstützen. Das Unternehmen stellt daher Produktdaten für viele Produkte über die AAS als digitalen Product Passport zur Verfügung und beteiligt sich am ZVEI-Showcase Schaltschrank. Im Förderrahmen Manufacturing-X der Bundesregierung erarbeitet Phoenix Contact im Förderprojekt Factory-X drei Anwendungsfälle, die das alltägliche Arbeiten mit Komponenten, Maschinen und Produktionssystemen signifikant verbessern sollen.

Seiten: 1 2



  • Ein FTS für kleine Unternehmen

    Ein FTS für kleine Unternehmen

    In einem gemeinsamen Forschungsprojekt wollen das Startup Flexlog und das IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover ein besonders günstiges und flexibles Fahrerloses Transportsystem entwickeln, das noch dazu ganz einfach…

    mehr lesen: Ein FTS für kleine Unternehmen

  • Schneider Electric: Umsatz um 6,4 Prozent rückläufig

    Schneider Electric: Umsatz um 6,4 Prozent rückläufig

    Schneider Electric hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020 einen Umsatz in Höhe von 5,8Mrd.€ erzielt. Das ist ein Rückgang von 6,4% gegenüber dem Vorjahresquartal.

    mehr lesen: Schneider Electric: Umsatz um 6,4 Prozent rückläufig

  • Kontaktstelle für die Sicherstellung von grenzüberschreitenden Lieferketten

    Kontaktstelle für die Sicherstellung von grenzüberschreitenden Lieferketten

    Mit einer Kontaktstelle zur Sicherstellung in den Lieferketten hat das Bundeswirtschaftsministerium eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen eingerichtet.

    mehr lesen: Kontaktstelle für die Sicherstellung von grenzüberschreitenden Lieferketten

  • Kurzarbeit bei der Hälfte der Unternehmen

    Kurzarbeit bei der Hälfte der Unternehmen

    In der Coronakrise fahren 50 Prozent der deutschen Unternehmen Kurzarbeit, 18 Prozent wollen Jobs abbauen. Das ist das vorläufige Ergebnis der neuesten Umfrage des Ifo-Instituts im April.

    mehr lesen: Kurzarbeit bei der Hälfte der Unternehmen

  • Software-Erweiterung bei Renesas

    Software-Erweiterung bei Renesas

    Renesas Electronics veröffentlicht ein neues Update seines Flexible Software Package (FSP) für die 32Bit-Arm-Cortex-m-Mikrocontroller (MCUs) der RA-Familie.

    mehr lesen: Software-Erweiterung bei Renesas

  • IG Metall bietet Hilfestellung für Betriebsräte

    IG Metall bietet Hilfestellung für Betriebsräte

    Die IG Metall hat ein Eckpunktepapier verabschiedet, das Betriebsräten bei der Umsetzung von Gesundheitsschutzmaßnahmen im Betrieb unterstützen soll.

    mehr lesen: IG Metall bietet Hilfestellung für Betriebsräte

  • Wo steht die IT-Sicherheit?

    Wo steht die IT-Sicherheit?

    Cyberangriffe nehmen nicht nur zahlenmäßig, sondern auch in ihrer Raffinesse zu. Allerdings beeinträchtigt der IT-Fachkräftemangel viele Unternehmen bei der Umsetzung von IT-Sicherheitsmaßnahmen.

    mehr lesen: Wo steht die IT-Sicherheit?

  • Manager stellen sich gute Digitalkompetenz aus

    Manager stellen sich gute Digitalkompetenz aus

    Etwa jeder zweite Manager gibt sich die Note ‘gut‘ oder ‘sehr gut‘, wenn es um die eigene Digitalkompetenz geht. Wie die Studie des Bitkom zeigt, ist unter den Befragten jedoch…

    mehr lesen: Manager stellen sich gute Digitalkompetenz aus

  • Konjunktur trübt sich ein, langfristige Erholung erwartet

    Konjunktur trübt sich ein, langfristige Erholung erwartet

    Die Konjunkturlage trübt sich ein. Wie das Wirtschaftsinstitut ZEW mitteilt, rechnen die befragten Finanzexperten jedoch mit einer langfristigen Erholung. Das Niveau von vor der Corona-Krise soll jedoch erst im Jahr…

    mehr lesen: Konjunktur trübt sich ein, langfristige Erholung erwartet

  • Update für Industrie 4.0

    Update für Industrie 4.0

    Den gemeinnützigen Verein SmartFactory KL treibt das Ziel, die Ansätze von Industrie 4.0 verstärkt in der Produktionspraxis zu bringen. Im Rahmen der Initiative wurden deshalb bereits realitätsnahe Lösungen, erste Produkte…

    mehr lesen: Update für Industrie 4.0

  • Jennifer Morgan verlässt SAP

    Jennifer Morgan verlässt SAP

    Co-CEO Jennifer Morgan verlässt SAP Ende April. Wie der Softwarekonzern mitteilt, wird Christian Klein das Unternehmen zukünftig alleine führen.

    mehr lesen: Jennifer Morgan verlässt SAP

  • Wirtschaftliche Auswirkungen in allen Bundesländern

    Wirtschaftliche Auswirkungen in allen Bundesländern

    Eine Szenarienrechnung des Ifo-Instituts zeigt, dass im Gegensatz zur Finanzkrise 2009 die Wirtschaft aller Bundesländer gleichermaßen vom aktuellen ‘Shutdown‘ betroffen ist.

    mehr lesen: Wirtschaftliche Auswirkungen in allen Bundesländern