IT-gestützte Zusammenarbeit

Die Anlage sollte zu Saisonbeginn der Milchproduktion fertig sein, sodass GEA bei der Abwicklung dieses einzigartigen Gesamtprojekts unter erheblichen Zeitdruck geriet. Die zahlreichen geographisch verteilten Projektteilnehmer benötigten eine einheitliche Schnittstelle, um die Verwaltung, Weitergabe und Verteilung von Planungs- und Konstruktionsdaten zu ermöglichen. GEA implementierte erstmals Projectwise von Bentley, um die Zusammenarbeit zu verbessern. Damit ließ sich der Datenaustausch beschleunigen und Live-Updates der Planungsdaten standen sofort standort- und teamübergreifend zur Verfügung. Die Projektmanagement-Software rationalisierte die Workflows der weit verstreuten Belegschaft und lieferte eine vernetzte Datenumgebung, um die Planungskoordination über das Projekt hinweg sicherzustellen. Das Team verwendete Bentley Navigator für die Planungsprüfung und Fortschrittüberwachung. Projectwise ermöglichte den standortübergreifenden Austausch von Modellentwurfsdaten und die Erstellung von neuen und aktualisierten I-Models. „GEA war erstmals in der Lage, ein Projekt mit geographisch verteilten Planungsteams durchzuführen, die alle dieselben Live-Daten verwendeten“, erklärte Andrew Hawes, Design Technical Manager, GEA.

i-Models als Grundlage

Um die Gebäude zu planen und 3D-Modelle für beide Milchverarbeitungsanlagen zu erstellen, verwendeten GEA und seine Partner für Planung und Bau Aecosim Building Designer, Autoplant und Microstation. Durch den Einsatz derselben Modellierungs- und Planungsanwendungen und den Transfer der Modelle in Form von i-Models wurde der Datenaustausch zwischen den verschiedenen Organisationen während des Bauvorgangs vor Ort erleichtert. Die Verwendung von i-Models für den Informationsaustausch verbesserte das Optioneering und die Entscheidungsfindung durch einen exakten Entwurfsaustausch.

Bild der in Pahiatua und Lichfield in Neuseeland entstehenden Molkereien.
Bild: Bentley Systems Germany GmbH

Integrierte Technologie

Auch der Umgang mit Ressourcen steht bei den Planungslösungen von GEA im Vordergrund. GEA nutzte die Bentley-Software, um den Verpflichtungen von Fonterra in Bezug auf Wassereffizienz, Emissions- und Abfallreduzierung gerecht zu werden und alternative Methoden zur Energienutzung zu definieren. Den Prozesswasserverbrauch senkte der Anlagenbauer zum Beispiel, indem er das Verdampferkondensat durch die Membran einer Hochdruck-Umkehrosmoseanlage filtert, damit das Wasser während der Verarbeitung wiederverwendet werden kann. Somit konnte Fonterra seinen Grundwasserverbrauch am Standort verringern. In Bezug auf Materialeinsatz, Energieverbrauch und Abfallerzeugung ist die Milchverarbeitungsfabrik in Lichfield nun branchenweit die wohl effizienteste Anlage ihrer Art. Fonterra Chief Operating Officer Global Operations Robert Spurway stellte dazu fest: „Die Inbetriebnahme dieser neuen Anlage zählte zu den reibungslosesten und effizientesten Projekten in der Firmengeschichte von Fonterra“.

Bentley Systems Germany GmbH