Was Anwender von KI-Anbietern erwarten

Business human and robot hands shake. Concept future business illustration. Polygonal space low poly with connecting dots and lines. Future wireframe concept. Connection structure. Raster science
Bild: ©dTosh/stock.adobe.com

Im Rahmen des –Forschungsprojektes ‘TrustKI’ wurde Ende letzten Jahres eine erste Anwender-Studie TrustKI durchgeführt. Im Fokus stand die Frage, welche Kriterien erfüllt sein müssen, um den Entscheidungsprozess von Führungskräften sowohl hinsichtlich einer KI-Lösung als auch dem entsprechend zuverlässigen KI-Anbieter durch eine Vertrauenswürdigkeits-Plattform für KI-Lösungen grundlegend zu vereinfachen.

Reelles Vertrauensverhältnis

„Ein zentrales Ergebnis unserer Anwender-Studie ist, dass die befragten Anwender und Anwenderinnen dem Aufbau eines reellen Vertrauensverhältnisses basierend auf Vertrauenswürdigkeit eine hohe Bedeutung beimessen,“ so Prof. Norbert Pohlmann, Leiter des ‚Institut für Internet-Sicherheit an der Westfälische Hochschule. Eine Erklärung dafür liegt nach Ansicht von TrustKI-Projektleiterin Ulla Coester auf der Hand: „Die Veränderungen, die mit der Nutzung von KI einhergehen, werden absehbar sowohl die Gesellschaft insgesamt als auch jeden einzelnen Menschen zunehmend stärker betreffen.“ So würden virtuelle Assistenten wie ChatGPT oder aktuell der KI-Copilot bereits heute zeigen, wie zügig mittlerweile die Marktdurchdringung von KI-Anwendungen vonstattengeht und welche Effekte sich daraus ergeben. Von daher lasse sich leicht nachvollziehen, dass das Bedürfnis der Anwender nach Vertrauenswürdigkeit und damit einhergehend bestimmten Werten heute höher ist denn je.

Ethisch orientiert

Eine ethisch orientierte Handlungsweise der KI-Anbieter wird nachdrücklich gewünscht, wie die Studienergebnisse zeigen. Konkret haben die Befragten klare Anforderungen formuliert, was aus ihrer Sicht für einen nachhaltigen Vertrauensaufbau notwendig ist: Um einen Nachweis ihrer Vertrauenswürdigkeit zu erbringen, müssen KI-Anbieter u.a. verbindlich relevante Kriterien hinsichtlich ‘Integrität‘ erfüllen, was vorrangig beinhaltet, dass alle Kriterien der Vertrauenswürdigkeit und hier insbesondere die ethischen Dimensionen sowie die gebotene Sorgfaltspflicht Berücksichtigung finden. Zudem besteht der Anspruch nach einer ‘holistischen Transparenz‘ – das heißt, die Vertrauenswürdigkeit resultiert nicht mehr einzig aus der Transparenz der KI-Lösung, sondern basiert ebenfalls auf einer transparenten Darstellung der Handlungsweise der KI-Anbieter.

Konkrete Ergebnisse

Da dem Vertrauenswürdigkeits-Aspekt ‚Integrität‘ seitens der Teilnehmer eine hohe Bedeutung beigemessen wurde – nachfolgend dazu einige beachtenswerte Ergebnisse: Antworten auf die Frage „auf welchem Wege KI-Anbieter die ethischen Anforderungen der Gesellschaft umsetzen“ zu erhalten, erachten die Teilnehmer als relevant. In diesem Kontext sind sie besonders daran interessiert zu erfahren, ob „ein Ethik-Gremium im Unternehmen etabliert wurde und welche Verantwortung sowie Befugnisse dieses reell hat“.

Das KI-Anbieter ihre Verantwortung hinsichtlich des Nicht-Schädigungsprinzip anerkennen bzw. umsetzen ist aus Sicht der Teilnehmer allgemein sehr wichtig. So ist es für die Mehrzahl der Teilnehmer substanziell, dass sie darüber informiert werden, auf welche Funktionalitäten der KI-Anbieter zum Wohle des Kunden verzichtet. Ebenso besteht ein hoher Informationsbedarf bezüglich der Folgenabschätzung – hier wollten die Teilnehmer nicht nur mehr darüber erfahren, ob der KI-Anbieter eine Folgenabschätzung vornimmt, sondern auch wie diese umgesetzt wird.

Nachfolgend ausgewählte Ergebnisse zur holistischen Transparenz: Im Kontext der holistischen Transparenz wurde seitens der Teilnehmer darauf Wert gelegt, dass sie mehr Informationen zum verantwortungsvollen Umgang mit der Technologie explizit im Kontext der Privatheit erhalten, auch weil dies wesentlich ist im Hinblick auf mögliche Manipulation.

Auf die Frage, ob der KI-Anbieter erläutern sollte, welche Prozesse er etabliert hat, um zu gewährleisten, dass kein Mitarbeiter gegen die festgelegten (ethischen) Werte und Regeln hinwegsetzen kann gab die Mehrzahl der Befragten an, dass sie dies wissen möchten.

Die kompletten Ergebnisse der Anwender-Studie TrustKI finden Sie hier. Den Forschungsbericht erhalten interessierte hier.



  • 350Mrd.€ weniger Wertschöpfung durch die Pandemie

    350Mrd.€ weniger Wertschöpfung durch die Pandemie

    Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sind durch die Corona-Pandemie bisher 350Mrd.€ an Wirtschaftsleistung verloren gegangen. Im ersten Quartal dieses Jahres gehen die IW-Experten von einem weiteren…

    mehr lesen: 350Mrd.€ weniger Wertschöpfung durch die Pandemie

  • Umstellung auf S4/Hana für viele Unternehmen eine Herausforderung

    Umstellung auf S4/Hana für viele Unternehmen eine Herausforderung

    Umstellung auf S/4Hana ja, aber keine Zeit für die Vorbereitung. So sieht es die Mehrheit der befragten Unternehmen in einer Studie des Analystenhauses Techconsult. Bei 90 Prozent der Studienteilnehmer bemängeln…

    mehr lesen: Umstellung auf S4/Hana für viele Unternehmen eine Herausforderung

  • Allianz zwischen PTC und Schaeffler

    Allianz zwischen PTC und Schaeffler

    Schaeffler und PTC gehen eine strategische Partnerschaft, im Rahmen derer neue digitale Möglichkeiten in der Produktentwicklung entstehen sollen. Die Allianz soll zudem auf Schaefflers Roadmap 2025 einzahlen.

    mehr lesen: Allianz zwischen PTC und Schaeffler

  • Ein KI-Sprachmodell für Europa

    Ein KI-Sprachmodell für Europa

    Im Forschungsprojekt ’OpenGPT-X’ soll ein KI-Sprachmodell für Europa entstehen. Unter der Leitung der Fraunhofer-Institute für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und für Integrierte Schaltungen IIS entwickelt ein Konsortium aus zehn…

    mehr lesen: Ein KI-Sprachmodell für Europa

  • Eine ’5G-Lawine’ lostreten

    Eine ’5G-Lawine’ lostreten

    In einem Acatech Impuls mit dem Titel ’5G in der Industrie’ zeigen die Projektbeteiligten auf, welche Maßnahmen nötig sind, um der Technologie zum Durchbruch zu verhelfen.

    mehr lesen: Eine ’5G-Lawine’ lostreten

  • Weniger Treibhausgasausstoß im ersten Pandemie-Jahr

    Weniger Treibhausgasausstoß im ersten Pandemie-Jahr

    Das Umweltbundesamt (UBA) hat seine finalen Berechnungen zum Emissionsausstoß 2020 an die Europäische Kommission übermittelt. Demnach ist der Ausstoß insgesamt zurückgegangen. UBA-Präsident Dirk Messner geht jedoch davon aus, dass der…

    mehr lesen: Weniger Treibhausgasausstoß im ersten Pandemie-Jahr

  • Heike Kohler-Reineke leitet Marketing bei Easy Software

    Heike Kohler-Reineke leitet Marketing bei Easy Software

    Mit Heike Kohler-Reineke hat Easy Software eine neue Leiterin für den Bereich Marketing & Communications. Sie wechselt von Sage zum Softwareanbieter.

    mehr lesen: Heike Kohler-Reineke leitet Marketing bei Easy Software

  • Zwei Drittel fürchten Online-Tracking

    Zwei Drittel fürchten Online-Tracking

    Laut einer Umfrage von NordVPN sind Deutsche zunehmend besorgt, dass Cyberkriminelle sie im Netz tracken, um an Daten und sogar ihre Identität heranzukommen.

    mehr lesen: Zwei Drittel fürchten Online-Tracking

  • Hannover Messe in den Frühsommer verschoben

    Hannover Messe in den Frühsommer verschoben

    In diesem Jahr wird die Hannover Messe nicht wie gewohnt im April stattfinden, sondern im Frühsommer. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage soll die Messe vom 30. Mai bis zum 2. Juni…

    mehr lesen: Hannover Messe in den Frühsommer verschoben

  • Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen effektiv nutzen

    Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen effektiv nutzen

    Ransomware gehört zu den besonders variantenreichen Angriffstaktiken im Bereich Cyberkriminalität: Das BSI gibt an, dass täglich mehr als 400.000 neue Typen entwickelt werden – Tendenz steigend.

    mehr lesen: Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen effektiv nutzen

  • Konjunkturausblick verbessert sich

    Konjunkturausblick verbessert sich

    Mit nun 51,7 Punkten sind die ZEW-Konjunkturerwartungen im Januar gestiegen. Der Lageindikator ist in der aktuellen Umfrage jedoch erneut gesunken.

    mehr lesen: Konjunkturausblick verbessert sich

  • Unternehmen sehen Cyberangriffe als Top-Bedrohung

    Unternehmen sehen Cyberangriffe als Top-Bedrohung

    Cybergefahren sind im Jahr 2022 die größte Sorge für Unternehmen weltweit, so das aktuelle Allianz Risk Barometer 2022. Demnach beunruhigt die Bedrohung durch Ransomware-Angriffe, Datenschutzverletzungen oder IT-Ausfälle die Unternehmen sogar…

    mehr lesen: Unternehmen sehen Cyberangriffe als Top-Bedrohung