Die Siemens-Netzwerkkomponenten der Scalance-SC-600-Familie zielen auf den Schutz von industriellen Netzwerken und Automatisierungssystemen durch die Segmentierung des Netzwerkes und sichere Kommunikationskanäle ab. Mit dem neuen Modell Scalance SC622-2C präsentiert der Hersteller jetzt eine Securitylösung speziell für den Einsatz im Safety-Umfeld.

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(Bild: Siemens AG)

Das Gerät bietet zwei Kupferports mit einer Datenrate von 10, 100 und 1.000Mbit/s, zudem einen Fiber-Optic-Port mit 1.000Mbit/s für den Anschluss an das interne und externe Netzwerk. Neben Security-Funktionen wie VPN und Firewall verfügt das Gerät zusätzlich über hardwaregetrennte Schnittstellen und eine angepasste Firmware für die störungsfreie Anbindung von Sicherheitsanlagen an das Produktionsnetzwerk. Die hardwaregetrennten Ethernet-Ports ermöglichen weiterhin eine identische Maschinenadressierung. Eine Neuerung durch das Firmware-Update stellt die Konfiguration von Bandbreitenbegrenzungen bei Firewall-Regeln dar, mit der die Performance im gesicherten Netzwerk erhöht werden kann. Eine weitere neue Funktion für Scalance SC642-2C/646-2C ist der Bridge-Tunnel, mit dem nun Layer2-Kommunikation gesichert (getunnelt) übertragen werden kann. Neben weiteren Funktionsanpassungen sind mit der neuen Firmware-Version alle Industrial-Security-Geräte von Siemens konform zur Profinet-Klassifizierung CC-A. Sie nutzt die Infrastruktur eines bestehenden Netzwerkes und integriert die Profinet-Basisfunktionalität. Mit Defense in Depth setzt Siemens auf ein vielschichtiges Konzept, das Anlagen sowohl rundum als auch in die Tiefe schützt. Der Anbieter ist entsprechend nach IEC62443-4-1 vom TÜV Süd zertifiziert für den übergreifenden Entwicklungsprozess von Produkten der Automatisierungs- und Antriebstechnik, einschließlich der Software. Mit den Managed-Layer2-Switches Scalance X bietet das Unternehmen auch erste zertifizierte Produkte nach IEC62443-4-2 an.

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