Zu viele Fernzugriffs-Tools machen OT-Umgebungen angreifbar

image003
Bild: Claroty HQ

55 Prozent der Unternehmen setzen in ihren OT-Umgebungen vier oder mehr Remote-Access-Tools ein, 33 Prozent sogar mindestens sechs. Dies ist eines der Ergebnisse einer neuen Studie von Claroty, einem Spezialist für die Sicherheit von cyber-physischen Systemen (CPS), für die Daten von mehr als 50.000 Remote-Access-fähigen Geräten analysiert wurden. Diese übermäßige Verbreitung von Fernzugriffs-Lösungen birgt dabei deutliche Sicherheitsrisiken.

Die von Team82, der Forschungsabteilung von Claroty, durchgeführte Untersuchung ergab außerdem, dass bei 79 Prozent der Unternehmen mehr als zwei nicht für den Unternehmenseinsatz geeignete Fernzugriffs-Tools auf OT-Netzwerkgeräten installiert sind. Diesen fehle es an grundlegenden Funktionen für die Verwaltung des privilegierten Zugriffs, wie etwa Sitzungsaufzeichnung, Auditing, rollenbasierte Zugriffskontrollen und sogar an grundlegenden Sicherheitsfunktionen wie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). Auf diese Weise erhöhen sich die Risiken deutlich.

„Seit der Pandemie setzen Unternehmen verstärkt auf Fernzugriffslösungen für ihre Mitarbeiter und Drittanbieter. Der Fernzugriff ist zwar eine Notwendigkeit dieser neuen Realität, hat aber gleichzeitig ein Sicherheits- und Betriebsdilemma geschaffen“, erklärt Tal Laufer, VP Products, Secure Access bei Claroty. „Auch wenn es für Unternehmen sinnvoll ist, Fernzugriffs-Tools für IT-Dienste und die OT einzusetzen, lässt sich der in unserer Studie festgestellte Tool-Wildwuchs innerhalb der sensiblen OT-Netzwerke nicht rechtfertigen. Dieser führt zu einem erhöhten Risiko und einer enormen Komplexität.“

Viele der identifizierten Fernzugriffslösungen in OT-Netzwerken sind für den Einsatz in der IT ausgelegt und bergen in industriellen Umgebungen potenziell kritische Risiken und zusätzliche Sicherheitsprobleme:

– Mangelnde Transparenz: Wenn Drittanbieter über ihre eigenen Fernzugriffslösungen eine Verbindung zur OT-Umgebung herstellen, haben OT-Netzwerkadministratoren und Sicherheitsverantwortliche, die diese Lösungen nicht zentral verwalten, wenig bis gar keinen Einblick in die damit verbundenen Aktivitäten.

– Größere Angriffsfläche: Mehr externe Verbindungen in das Netzwerk über Fernzugriffstools bedeuten mehr potenzielle Angriffsvektoren, die durch mangelnde Sicherheitspraktiken oder entwendete Anmeldedaten ausgenutzt werden können.

– Komplexes Identitätsmanagement: Durch den Einsatz mehrerer Fernzugriffslösungen ist ein größerer Aufwand erforderlich, um konsistente Verwaltungs- und Governance-Richtlinien zu erstellen, die regeln, wer auf was wie lange zugreifen darf. Diese erhöhte Komplexität führt häufig zu blinden Flecken in der Verwaltung der Zugriffsrechte.



  • Preiserwartungen gehen leicht zurück

    Preiserwartungen gehen leicht zurück

    Vor allem in der Industrie und angrenzenden Dienstleistungen wollen weniger Unternehmen ihre Preise erhöhen, hat das IFO-Institut für August 2024 errechnet. Anders sieht es für Verbraucher und Bauträger aus. Hier…

    mehr lesen: Preiserwartungen gehen leicht zurück

  • Manning leitet VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemie

    Manning leitet VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemie

    Vivian Manning vertritt seit dem 1. August die Interessen der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemie.

    mehr lesen: Manning leitet VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemie

  • Wie sieht die Zukunft der IT/OT-Konvergenz aus?

    Wie sieht die Zukunft der IT/OT-Konvergenz aus?

    Der IT/OT Convergence Summit 2024 findet am 18. und 19. September in Darmstadt statt. Veranstalter Aonic lädt ein, sich über die Verknüpfung der digitalen Welt der IT mit der realen…

    mehr lesen: Wie sieht die Zukunft der IT/OT-Konvergenz aus?

  • Eine der größten Aufdach-Solaranlagen Bayerns

    Eine der größten Aufdach-Solaranlagen Bayerns

    Der Folienhersteller Allvac hat seine Produktion modernisiert und setzt dabei nicht nur auf neue Technik, sondern auch auf regenerative Energie. Dafür hat die Firma in Waltenhofen in Bayern über zehn…

    mehr lesen: Eine der größten Aufdach-Solaranlagen Bayerns

  • IT-Modernisierungsstau bei Warehouse Operations

    IT-Modernisierungsstau bei Warehouse Operations

    Manhattan Associates und Vanson Bourne haben in Deutschland 200 Lieferketten-Spezialisten zum Stand ihrer Warehouse Operations befragt. Dabei kam heraus, dass sich die Branche mit vielen Belastungen und Unsicherheitsfaktoren konfrontiert sieht.…

    mehr lesen: IT-Modernisierungsstau bei Warehouse Operations

  • Elke Anderl verantwortet T-Systems-Vertrieb

    Elke Anderl verantwortet T-Systems-Vertrieb

    T-Systems hat mit Elke Anderl eine neue Vertriebs- und Marketingchefin. Sie übernimmt das Amt zum 1. September von Urs M. Krämer.

    mehr lesen: Elke Anderl verantwortet T-Systems-Vertrieb

  • Maschinenexporte: Schwaches erstes Halbjahr

    Maschinenexporte: Schwaches erstes Halbjahr

    Die Maschinen- und Anlagenbaufirmen aus Deutschland mussten im ersten Halbjahr 2024 deutliche Einbußen auf den Auslandsmärkten hinnehmen.

    mehr lesen: Maschinenexporte: Schwaches erstes Halbjahr

  • Vinci Energies trifft Übernahmevereinbarung mit der Fernao-Gruppe

    Vinci Energies trifft Übernahmevereinbarung mit der Fernao-Gruppe

    Vinci Energies hat eine Vereinbarung zur Übernahme der Fernao-Gruppe, einem Anbieter von Cybersecurity-Dienstleistungen in Deutschland und der Schweiz, unterzeichnet.

    mehr lesen: Vinci Energies trifft Übernahmevereinbarung mit der Fernao-Gruppe

  • Europas Open-Source-Community trifft sich in Mainz

    Europas Open-Source-Community trifft sich in Mainz

    Ab sofort ist die Anmeldung für die Open Community Experience (OCX 2024) möglich. Die Konferenz in Mainz richtet sich an verschiedene Open-Source-Communities, u.a. aus den Bereichen Automotive & Mobilität, Cloud…

    mehr lesen: Europas Open-Source-Community trifft sich in Mainz

  • Deutsche Unternehmen handeln bei SAP wenig strategisch

    Deutsche Unternehmen handeln bei SAP wenig strategisch

    Der aufgeschobene Umstieg auf SAP S/4 Hana und die Zurückhaltung bei Innovationen prägen das Handeln vieler Unternehmen, so eine Studie des Marktforschungsunternehmens ISG.

    mehr lesen: Deutsche Unternehmen handeln bei SAP wenig strategisch

  • Gaia-X Roadshow kommt nach Dortmund

    Gaia-X Roadshow kommt nach Dortmund

    Um Datenräume in der Logistik geht es im Rahmen der Gaia-X Roadshow, die am 17. September Station in Dortmund macht.

    mehr lesen: Gaia-X Roadshow kommt nach Dortmund

  • Bain analysiert den Markt für generative KI

    Bain analysiert den Markt für generative KI

    Auch abseits der großen KI-Modelle tut sich viel auf dem Markt für generative künstliche Intelligenz. Was? Das hat die Unternehmensberatung Bain & Company untersucht und Anbieter unter die Lupe genommen.

    mehr lesen: Bain analysiert den Markt für generative KI