Worauf Unternehmen bei der Softwareauswahl achten sollten

Group of business people and software developers working as a te

Die Entscheidung für eine neue Unternehmenssoftware, wie etwa ein ERP-System, eine Branchenlösung oder eine andere zentrale Geschäftsanwendung wird oft unterschätzt. Laut SoftGuide ist dabei nicht nur der Funktionsumfang entscheidend, sondern vor allem die Passgenauigkeit zu den eigenen Prozessen, die Integrationsfähigkeit in bestehende Systeme sowie die langfristige Skalierbarkeit. Der Betreiber des gleichnamigen B2B-Software-Marktplatzes beschreibt Kriterien, die Unternehmen bei der Auswahl beachten können. In der Praxis hat sich dabei ein klar strukturierter Auswahlprozess bewährt.

Bevor Anbieter verglichen werden, rät SoftGuide Unternehmen dazu, zunächst ihre Anforderungen zu konkretisieren. Ein strukturiertes Vorgehen ist dabei hilfreich: Dazu sollten sie ihre Prozesse analysieren, den Ist-Zustand dokumentieren und daraus klare Muss- und Kann-Kriterien ableiten (beispielsweise Schnittstellen, Benutzeranzahl, Automatisierungsgrad).

Auf dieser Grundlage sollten zentrale Fragen beantwortet werden: Welches Problem soll eigentlich gelöst werden? Geht es um Prozessbeschleunigung, mehr Transparenz oder darum, veraltete Systeme abzulösen?

Standard- oder Branchenlösung?

Nicht jede Software ist für jede Organisation geeignet. Laut SoftGuide unterschätzen besonders mittelständische Unternehmen oft branchenspezifische Anforderungen, regulatorische Vorgaben oder gewachsene Strukturen. Die eigentliche Frage lautet daher: Reicht eine Standardlösung aus oder ist eine Branchenlösung sinnvoller?

Standardsoftware ist oft flexibler und schneller einsatzbereit. Branchenlösungen hingegen sind auf spezifische Prozesse zugeschnitten und berücksichtigen branchentypische Anforderungen. SoftGuide rät hier zur Prüfung, ob branchenspezifische Vorgaben bestehen, wie individuell die eigenen Prozesse sind und wie hoch der Anpassungsbedarf ist.

Die eigentliche Bewährungsprobe beginnt nach der Einführung. Hier geht es etwa darum, dass sich die Software sauber an Finanzbuchhaltung, Warenwirtschaft oder HR anbinden lässt. Fehlende Integration kann im Arbeitsalltag schnell zu mehr Aufwand führen, als durch eine vermeintlich günstige Lizenzgebühr eingespart wird.

Zukünftige Entwicklungen berücksichtigen

Software ist keine kurzfristige Anschaffung, sondern eine strategische Investition. Deshalb sollten Unternehmen dem Anbieter auch Fragen zur Weiterentwicklung, zur Update-Politik und zur Skalierbarkeit stellen: Wie regelmäßig erfolgen Updates? Wie sieht die Weiterentwicklung der Lösung aus? Lässt sich die Software bei wachsendem Unternehmen problemlos skalieren?

Am Markt recherchieren

Die Vielzahl an Systemen am Markt erfordert Recherche. SoftGuide stellt hierfür Marktübersichten sowie konkrete Unterstützung bei der Vorauswahl geeigneter Software zur Verfügung, etwa durch Filterfunktionen und praxisnahe Orientierung im Softwaremarkt. Laut dem Softwarespezialisten erhöhen ein klar definiertes Anforderungsprofil, ein systematischer Vergleich – etwa anhand der Kriterien Funktionsumfang, Integrationsfähigkeit und Kostenstruktur – sowie die Einbindung der Fachabteilungen die Erfolgschancen deutlich.

Seiten: 1 2



  • Kontaktstelle für die Sicherstellung von grenzüberschreitenden Lieferketten

    Kontaktstelle für die Sicherstellung von grenzüberschreitenden Lieferketten

    Mit einer Kontaktstelle zur Sicherstellung in den Lieferketten hat das Bundeswirtschaftsministerium eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen eingerichtet.

    mehr lesen: Kontaktstelle für die Sicherstellung von grenzüberschreitenden Lieferketten

  • Kurzarbeit bei der Hälfte der Unternehmen

    Kurzarbeit bei der Hälfte der Unternehmen

    In der Coronakrise fahren 50 Prozent der deutschen Unternehmen Kurzarbeit, 18 Prozent wollen Jobs abbauen. Das ist das vorläufige Ergebnis der neuesten Umfrage des Ifo-Instituts im April.

    mehr lesen: Kurzarbeit bei der Hälfte der Unternehmen

  • Software-Erweiterung bei Renesas

    Software-Erweiterung bei Renesas

    Renesas Electronics veröffentlicht ein neues Update seines Flexible Software Package (FSP) für die 32Bit-Arm-Cortex-m-Mikrocontroller (MCUs) der RA-Familie.

    mehr lesen: Software-Erweiterung bei Renesas

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • IG Metall bietet Hilfestellung für Betriebsräte

    IG Metall bietet Hilfestellung für Betriebsräte

    Die IG Metall hat ein Eckpunktepapier verabschiedet, das Betriebsräten bei der Umsetzung von Gesundheitsschutzmaßnahmen im Betrieb unterstützen soll.

    mehr lesen: IG Metall bietet Hilfestellung für Betriebsräte

  • Wo steht die IT-Sicherheit?

    Wo steht die IT-Sicherheit?

    Cyberangriffe nehmen nicht nur zahlenmäßig, sondern auch in ihrer Raffinesse zu. Allerdings beeinträchtigt der IT-Fachkräftemangel viele Unternehmen bei der Umsetzung von IT-Sicherheitsmaßnahmen.

    mehr lesen: Wo steht die IT-Sicherheit?

  • Manager stellen sich gute Digitalkompetenz aus

    Manager stellen sich gute Digitalkompetenz aus

    Etwa jeder zweite Manager gibt sich die Note ‘gut‘ oder ‘sehr gut‘, wenn es um die eigene Digitalkompetenz geht. Wie die Studie des Bitkom zeigt, ist unter den Befragten jedoch…

    mehr lesen: Manager stellen sich gute Digitalkompetenz aus

  • Update für Industrie 4.0

    Update für Industrie 4.0

    Den gemeinnützigen Verein SmartFactory KL treibt das Ziel, die Ansätze von Industrie 4.0 verstärkt in der Produktionspraxis zu bringen. Im Rahmen der Initiative wurden deshalb bereits realitätsnahe Lösungen, erste Produkte…

    mehr lesen: Update für Industrie 4.0

  • Konjunktur trübt sich ein, langfristige Erholung erwartet

    Konjunktur trübt sich ein, langfristige Erholung erwartet

    Die Konjunkturlage trübt sich ein. Wie das Wirtschaftsinstitut ZEW mitteilt, rechnen die befragten Finanzexperten jedoch mit einer langfristigen Erholung. Das Niveau von vor der Corona-Krise soll jedoch erst im Jahr…

    mehr lesen: Konjunktur trübt sich ein, langfristige Erholung erwartet

  • Jennifer Morgan verlässt SAP

    Jennifer Morgan verlässt SAP

    Co-CEO Jennifer Morgan verlässt SAP Ende April. Wie der Softwarekonzern mitteilt, wird Christian Klein das Unternehmen zukünftig alleine führen.

    mehr lesen: Jennifer Morgan verlässt SAP

  • Wirtschaftliche Auswirkungen in allen Bundesländern

    Wirtschaftliche Auswirkungen in allen Bundesländern

    Eine Szenarienrechnung des Ifo-Instituts zeigt, dass im Gegensatz zur Finanzkrise 2009 die Wirtschaft aller Bundesländer gleichermaßen vom aktuellen ‘Shutdown‘ betroffen ist.

    mehr lesen: Wirtschaftliche Auswirkungen in allen Bundesländern

  • Sicherheitsarchitektur für das Industrial IoT

    Sicherheitsarchitektur für das Industrial IoT

    Cybersecuritybedrohungen für kritische Infrastrukturen steigen und stellen eine erhebliche Gefahr für Mitarbeiter sowie ein finanzielles Risiko dar.

    mehr lesen: Sicherheitsarchitektur für das Industrial IoT