Wirtschaftsstandort Deutschland fällt hinter Italien und Vietnam zurück

ai tekno koncept AdobeStock 1080064045
Bild: ©ai tekno koncept/stock.adobe.com

Laut der 23. Studie der Commerzbank-Initiative ‚Unternehmerperspektiven‘ bewertet der deutsche Mittelstand die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kritischer denn je. Zugleich wirken die Unternehmen mit Investitionen der unsicheren Lage entgegen. Unter dem Titel ‚Wirtschaftsstandort Deutschland – Zeit, was zu bewegen!‘ präsentiert die Bank die Ergebnisse einer Befragung, die sich mit Lage und Perspektiven der Unternehmen befasst. Dabei kamen mehr als 1.500 Führungskräfte der ersten Ebene zu Wort.

Schulnoten für den Wirtschaftsstandort

Die Unternehmen bewerten ihren Wirtschaftsstandort wie folgt: 10% geben den Rahmenbedingungen in Deutschland ein ’sehr gut‘ oder ‚gut‘. 60% der Befragten bewerten sie als ‚befriedigend‘ bzw. ‚ausreichend‘, beinahe ein Drittel nennt sie ‚mangelhaft‘ oder ‚ungenügend‘. Im Ranking einer Liste von Wirtschaftsnationen landet Deutschland somit auf Platz 9 und liegt damit etwa hinter Vietnam oder Italien. Gegenüber einer früheren Befragung der Unternehmerperspektiven ist das eine deutliche Verschlechterung (2019: Deutschland auf Platz 1).

Kritisch blicken Unternehmerinnen und Unternehmer auch auf die abnehmende Relevanz des Qualitätssiegels ‚Made in Germany‘: 71% aller Befragten sind der Meinung, dass es an Bedeutung verloren hat.

Bürokratie ist die größte Herausforderung

Befragt nach Herausforderungen, nennen die Unternehmen den Bürokratieabbau an erster Stelle (46%). Die Themen Energiekosten (29%) und die Steuerbelastung (21%) folgen mit einigem Abstand dahinter. 98% sehen den Abbau von Bürokratie und weniger Regulierung als die dringendste Aufgabe der Politik an. Hier werden auch die Verbesserung der digitalen und physischen Infrastruktur (95%) sowie sinkende Energiepreise (88%) genannt.

Unternehmen investieren in Menschen und Technologie

Die befragten Unternehmen sehen sich auch selbst in der Verantwortung: Die Qualifikation der Beschäftigten (68%), die Optimierung der Prozessabläufe (62%) sowie die Unternehmenskultur (45% werden als Erfolgsfaktoren genannt, auf die die Unternehmen verstärkt setzen. Wenn es um die Entwicklung von Investitionen geht, steht Cybersecurity ganz oben. Mehr als die Hälfte der Befragten sieht auch in qualifizierten Fachkräften und der Technologie der künstlichen Intelligenz (KI) lohnende Investitionsfelder für die Zukunft.

Seiten: 1 2



  • So viele unbesetzte Ausbildungsstellen wie nie zuvor

    So viele unbesetzte Ausbildungsstellen wie nie zuvor

    Im Jahr 2023 wurden wieder mehr neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Dennoch hat der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen ein Rekordhoch erreicht.

    mehr lesen: So viele unbesetzte Ausbildungsstellen wie nie zuvor

  • Teilchenbeschleuniger ressourcenschonend betreiben

    Teilchenbeschleuniger ressourcenschonend betreiben

    Ein ressourcenschonender Betrieb von Teilchenbeschleunigern und anderen Großanlagen ist Ziel des EU-Forschungsprojekts Research Facility 2.0 (RF 2.0). Seit Jahresbeginn arbeiten zehn europäische Projektpartner, koordiniert vom Karlsruher Instituts für Technologie (KIT),…

    mehr lesen: Teilchenbeschleuniger ressourcenschonend betreiben

  • Ein Kompetenzzentrum für den digitalen Zwilling

    Ein Kompetenzzentrum für den digitalen Zwilling

    Mit der Gründung eines Digital Twin Center of Excellence (CoE) wollen Altair und L&T Technology Services gemeinsamen Kunden in den Bereichen Mobilität, Hightech und Nachhaltigkeit weltweit Technologien für digitale Zwillinge…

    mehr lesen: Ein Kompetenzzentrum für den digitalen Zwilling

  • Jährlicher Wertschöpfungsverlust von 13 Milliarden Euro

    Jährlicher Wertschöpfungsverlust von 13 Milliarden Euro

    Im ersten Quartal 2024 ist die Gesamtzahl an offenen Stellen in Ingenieurberufen im Vorjahresvergleich um 15,6% auf 148.000 gesunken, bleibt aber weiterhin auf hohem Niveau.

    mehr lesen: Jährlicher Wertschöpfungsverlust von 13 Milliarden Euro

  • AMDT ernennt Eva Wittka zur neuen COO des Executive Board

    AMDT ernennt Eva Wittka zur neuen COO des Executive Board

    Eva Wittka bringt ihre Erfahrungen aus verschiedenen Führungspositionen in den Bereichen IT und SaaS zukünftig als neue Chief Operating Officer (COO) bei AMDT ein.

    mehr lesen: AMDT ernennt Eva Wittka zur neuen COO des Executive Board

  • Classiq stellt Qmod vor

    Classiq stellt Qmod vor

    Als High-Level-Programmiersprache bietet Qmod Hardware-agnostische Modellierungsmethoden für die Quantenprogrammierung in Forschung und Industrie.

    mehr lesen: Classiq stellt Qmod vor

  • Swap-IT: Eine hochflexible Produktionsarchitektur für unterschiedliche Branchen

    Swap-IT: Eine hochflexible Produktionsarchitektur für unterschiedliche Branchen

    Produzierende Unternehmen müssen heute mit vielschichtigen Herausforderungen umgehen. Dazu gehören unter anderem Stückzahlbandbreiten von der Losgröße 1 bis zu größeren Serien und nicht zuletzt der Umgang mit Verzögerungen und Ausfällen…

    mehr lesen: Swap-IT: Eine hochflexible Produktionsarchitektur für unterschiedliche Branchen

  • Unternehmen halten am Homeoffice fest

    Unternehmen halten am Homeoffice fest

    Durch die Corona-Pandemie haben sich Homeoffice-Modelle in deutschen Unternehmen etabliert. Und wie eine ZEW-Studie zeigt, erwarten Firmen sogar einen weiteren Anstieg des Angebots.

    mehr lesen: Unternehmen halten am Homeoffice fest

  • Siemens erweitert Vorstand

    Siemens erweitert Vorstand

    Siemens hat Personalentscheidungen auf Vorstandsebene verkündet und den Vorstand des Konzern von fünf auf sieben Vorstandsmitglieder erweitert.

    mehr lesen: Siemens erweitert Vorstand

  • Wie die Deutschen mit KI-Bots sprechen

    Wie die Deutschen mit KI-Bots sprechen

    Knapp die Hälfte (46 Prozent) der Deutschen hat schon einmal einen KI-Chatbot verwendet – und pflegt dabei unterschiedliche Umgangsformen.

    mehr lesen: Wie die Deutschen mit KI-Bots sprechen

  • GBO Datacomp lädt ein zu ’We move it’

    GBO Datacomp lädt ein zu ’We move it’

    Am 25. September lädt der MES-Spezialist GBO Datacomb ins Sacher Hotel Wien zur Veranstaltung ’We move it’ ein. Das Thema: Digitalisierung in der Produktion.

    mehr lesen: GBO Datacomp lädt ein zu ’We move it’

  • Quantencomputer entwickeln sich schneller als erwartet

    Quantencomputer entwickeln sich schneller als erwartet

    Etwa die Hälfte der für eine QuEra-Studie befragten Fachleute aus Wissenschaft, Forschung und Industrie glauben, dass Quantencomputer schneller als erwartet Fortschritte machen. 40 Prozent sind sogar der Meinung, dass sie…

    mehr lesen: Quantencomputer entwickeln sich schneller als erwartet