4. Künstliche Intelligenz als Hacker-Tool

Auch künstliche Intelligenz wird der Ontinue-Pressemitteilung zufolge einen großen Einfluss auf die Art und Weise haben, wie Hacker vorgehen. Angreifer nutzen Large Language Models (LLMs) bereits, um leichte Ziele ausfindig zu machen und Sicherheitslücken auszuspähen. Generative KI hilft Hackern zudem beim Social Engineering, indem sie Fähigkeiten bereitstellt, täuschend echte Phishing-Mails zu erstellen oder Videocalls mit der Stimme und dem Bild von Kollegen potenzieller Opfer durchzuführen. Auch zur Generierung von Schadcode setzen Cyberkriminelle GenAI ein, wofür sie teils ganz ohne technischen Background auskommen. Laut Ontinue werden überdies auch Regierungen KI verstärkt einsetzen, etwa für die Cyberspionage. Der Security-Spezialist verweist darauf, dass dies bereits auf experimenteller Basis geschieht. Die Technologie ermögliche umfangreichere und präzisere Überwachungskampagnen, was sie zur Schlüsseltechnologie für Geheimdienste mache.

„KI wird uns und alle Sicherheitsexperten beschäftigen“, betont Rhys Downing, Threat Researcher bei Ontinue. „Größte Gefahr geht in diesem Zusammenhang von Social-Engineering-Attacken aus, die durch Deepfakes immer schwerer auszumachen sind. Doch auch die dynamische Entwicklung am Malware-Markt wird uns 2026 Sorgen bereiten. Unternehmen sollten ihre Cybersecurity-Strategie bei Bedarf mit externen Sicherheitsexperten gemeinsam anpassen und ihre Mitarbeitenden schulen, Gefahren besser zu erkennen.“

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