Protolabs-Report identifiziert KI als Wegbereiter für Industrie 5.0

Innovation in Manuufacturing 2026 R 20260415151446
Bild: Protolabs Germany GmbH

Protolabs, ein Anbieter von digitalen Fertigungsdienstleistungen, analysiert in einem aktuellen Bericht Faktoren, die die technologische Weiterentwicklung der Fertigungsindustrie über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg beschleunigen. Demnach gehen Innovationsführer über Industrie 4.0 hinaus und nutzen insbesondere künstliche Intelligenz zur Steigerung von Geschwindigkeit und Effizienz in der Produktion.

Aus der Studie geht hervor, dass KI-gestützte Soft- und Hardware in der Fertigung die Entwicklungskosten halbieren und die Time-to-Market um bis zu 30% verkürzen können. Nahezu 75% der Hersteller, die Machine Learning in ihre Prozesse integrieren, berichten von reduzierten Kosten und gesteigerter operativer Effizienz.

Parallel dazu schreitet die Transformation der Fertigung durch Technologien wie digitale Zwillinge, generative KI (GenAI), beschleunigte Fertigungsprozesse und autonome Systeme mit hoher Geschwindigkeit voran.

„Die Fertigung steht an einem Wendepunkt: Der Aufstieg von künstlicher Intelligenz und Digitalisierung eröffnet neue Wege für schnellere und effizientere Produktionsprozesse“, sagt Suresh Krishna, CEO und Präsident von Protolabs. „Die Zukunft unserer Branche wird von Technologien geprägt sein, die Unternehmen dabei unterstützen, Innovationsdruck zu bewältigen und Markteinführungszeiten zu verkürzen.“

Welche Technologien kommen zum Einsatz?

Der Bericht zeigt auf, welche Technologien in den einzelnen Phasen des Produktlebenszyklus zum Einsatz kommen:

  • Produktidee und Konzeptentwicklung: Generative KI unterstützt die Ideenfindung – fast die Hälfte der Produktentwicklungsteams plant deren Einsatz. In Kombination mit digitalen Zwillingen und fortschrittlichen Simulationen lassen sich Entwicklungszeiten verkürzen und die Produktqualität verbessern.
  • Produktentwicklung: Was früher sequenziell ablief, geschieht heute parallel: Mithilfe von Multiphysik-Simulationen und KI-gestützten Testplattformen können Entwickler tausende Testszenarien gleichzeitig durchführen und Designs präzise optimieren.
  • Produkteinführung und Wachstum: 94% der Unternehmen verzeichnen Umsatzverluste durch Lieferkettenstörungen. Hier gewinnen digitale Produktpässe an Bedeutung. Sie ermöglichen die Nachverfolgung von Lieferkettenaktivitäten, während KI-basierte Prognosen Echtzeit-Analysen liefern.
  • Reifephase und Produktionsbetrieb: Digitale Zwillinge werden zur Szenariomodellierung eingesetzt, um die Nachfrage reifer Produkte vorherzusagen. Gleichzeitig sorgen Predictive Maintenance und Qualitätsmanagementsysteme dafür, Ausfälle zu vermeiden und Probleme frühzeitig zu erkennen.
  • Produktlebensende: Neue Technologien wie molekulares Recycling, biotechnologische Anwendungen und Fortschritte in der Materialwissenschaft werden künftig die End-of-Life-Phase prägen. Der Übergang zur nächsten industriellen Evolutionsstufe.

Den Studienverantwortlichen zufolge ist ein deutlicher Übergang hin zu Industrie 5.0 zu erkennen. Unternehmen an der Spitze dieser Entwicklung kombinieren menschliches Knowhow mit neuen Technologien, um Prozesse zu beschleunigen und Innovationen voranzutreiben. Mit der zunehmenden Integration von Digitalisierung und KI in Produktentwicklungsprozesse durchläuft die Fertigungsindustrie eine tiefgreifende Transformation.



  • Umsatzplus bei Siemens

    Umsatzplus bei Siemens

    Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres lagen Auftragseingang, Umsatzerlöse sowie der Gewinn nach Steuern der Siemens AG über den Werten des Vorjahresquartals.

    mehr lesen: Umsatzplus bei Siemens

  • IIoT-System mit überarbeitetem Interface

    IIoT-System mit überarbeitetem Interface

    Bei der Arbeit an der neuen Version der Ixon-IIoT-Cloud haben die Entwickler insbesondere die Themen Kollaboration und Benutzerfreundlichkeit in den Mittelpunkt gerückt. Der Hersteller schreibt, die Erweiterung eng an den…

    mehr lesen: IIoT-System mit überarbeitetem Interface

  • Mapal erweitert Geschäftsleitung

    Mapal erweitert Geschäftsleitung

    Mapal hat die Geschäftsleitung um Jacek Kruszynski und Siegfried Wendel erweitert. Der Wechsel fand bereit am 1. Oktober 2020 statt und soll dem Unternehmen helfen, die Kernkompetenzen zu stärken.

    mehr lesen: Mapal erweitert Geschäftsleitung

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Proalpha-Unternehmensgruppe wächst

    Proalpha-Unternehmensgruppe wächst

    Curecomp gehört zukünftig zur Proalpha-Gruppe, wie der ERP-Anbieter am Montag mitgeteilt hat. Zudem erwarb der ERP-Anbieter eine Mehrheitsbeteiligung am Softwarehaus Böhme & Weihs.

    mehr lesen: Proalpha-Unternehmensgruppe wächst

  • Automobilindustrie erwartet Besserung

    Automobilindustrie erwartet Besserung

    Die deutschen Automobilbauer und ihre Zulieferer blicken etwas positiver in die Zukunft als noch Ende des vergangenen Jahres. Der Anstieg in der aktuellen Ifo-Befragung fällt jedoch nur gering aus.

    mehr lesen: Automobilindustrie erwartet Besserung

  • Control 2021 als Präsenzmesse abgesagt

    Control 2021 als Präsenzmesse abgesagt

    Die 34. Control – Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung – findet auch in diesem Jahr nicht als Präsenzveranstaltung statt. Geplant war das Branchenhighlight für den 4. bis 7. Mai 2021.

    mehr lesen: Control 2021 als Präsenzmesse abgesagt

  • SAP übernimmt Signavio

    SAP übernimmt Signavio

    SAP übernimmt das Berliner Startup Signavio, einen Anbieter von Business Process Intelligence und Prozessmanagement-Lösungen. Wie der Softwarekonzern mitteilt, wird der Abschluss der Transaktion für das erste Quartal 2021 erwartet, vorbehaltlich…

    mehr lesen: SAP übernimmt Signavio

  • Strukturwandel im Maschinenbau erfolgreich bewältigen

    Strukturwandel im Maschinenbau erfolgreich bewältigen

    „Ich mache mir keine großen Sorgen, dass der Strukturwandel in der Automobilindustrie langfristig zu einem Aderlass im deutschen Maschinenbau führen wird“, betonte ZVEI-Präsident Dr. Gunther Kegel im Rahmen einer Pressekonferenz.

    mehr lesen: Strukturwandel im Maschinenbau erfolgreich bewältigen

  • Mehr Kurzarbeit insgesamt, Rückgang in der Industrie

    Mehr Kurzarbeit insgesamt, Rückgang in der Industrie

    Im Januar waren wieder mehr Menschen in Kurzarbeit. In der Industrie ging die Zahl nach Schätzungen des Ifo-Instituts insgesamt jedoch zurück, wobei es je nach Branche unterschiedliche Entwicklungen gibt.

    mehr lesen: Mehr Kurzarbeit insgesamt, Rückgang in der Industrie

  • Quantenprozessor besser machen

    Quantenprozessor besser machen

    Quantenrechner sollen unter anderem Optimierungsaufgaben lösen, etwa für Produktionsprozesse. Im Verbundprojekt ‘GeQCoS‘ wollen Forscher Konzepte für den Bau eines verbesserten Quantenprozessors entwickeln.

    mehr lesen: Quantenprozessor besser machen

  • Exeon erweitert Geschäftsführung

    Exeon erweitert Geschäftsführung

    Exeon erweitert die Geschäftsleitung um einen Chief Marketing Officer. Gregor Erismann, der die Stelle am 1. Februar 2021 antritt, war zuvor Geschäftsleitungsmitglied und CMO der Digitalagentur Namics.

    mehr lesen: Exeon erweitert Geschäftsführung