MHP-Untersuchung nennt Partnerschaften als Erfolgsfaktor für Autobauer

futuristic electric car on the city street surrounded in the style of holographic digital data streams and augmented reality displays
Bild: ©Art_spiral/stock.adobe.com

Laut der MHP Mobility-Studie 2025 sind strategische Partnerschaften für die Automobilindustrie in Europa, China und in den USA erfolgskritisch. 52% der befragten Unternehmen der europäischen Automobilindustrie sehen demnach alte und neue Partnerschaften für ihre Zukunftsfähigkeit als ‚wichtig‘ oder ‚absolut wichtig‘ an. Noch ausgeprägter ist diese Überzeugung bei den Befragten in China (57%) und den USA (73%). Zudem erwarten die meisten OEMs und Tier-1-Zulieferer, dass die Relevanz von Partnerschaften in den kommenden drei Jahren um mehr als 25% zunehmen wird. Mit 76% Zustimmung liegen die US-Hersteller an der Spitze, dicht gefolgt von 69% in China. In den EU5-Ländern (Deutschland, UK, Spanien, Frankreich, Italien) sehen immerhin 53% der Befragten einen deutlichen Bedeutungszuwachs.

Grundlage der Studie ist eine Befragung von 650 Führungskräften aus den EU5-Ländern, China und den USA. Befragt wurden Entscheiderinnen und Entscheider von OEMs, Tier-1- und Tier-2-Zulieferern sowie Technologiepartnern und Dienstleistern.

In den drei untersuchten Regionen zeigt sich ein identisches Hauptmotiv für neue Partnerschaften: Technologietransfer und Innovation stehen in den EU5-Ländern mit 56% ganz oben, ebenso in China (55%) und besonders stark in den USA mit 72%. Außerdem erhoffen sich gerade die europäischen Unternehmen Zugänge zu neuen Märkten (41%) und eine Senkung des Kostendrucks (40%).

Unterschiede ergeben sich etwa bei den technologischen Schwerpunkten der strategischen Partnerschaften. Eine Mehrheit von 52% der befragten europäischen Unternehmen kooperiert aktuell im Bereich Cybersecurity. 59% der US-amerikanischen Unternehmen versuchen, Software-defined Vehicles zu verwirklichen, und 54% der chinesischen Firmen setzen bei Elektromobilität und Batterietechnologie auf Partnerschaften. Angesichts steigender Zölle und geopolitischer Spannungen setzen zudem besonders chinesische und US-amerikanische Hersteller auf lokale Partnerschaften in den Zielmärkten, um Kosten zu senken und politische Risiken zu minimieren.

Basierend auf den Ergebnissen berichten die Studienautoren, dass strategische Kooperationen künftig immer wichtiger für das Wachstum von Unternehmen sein werden. Als wesentliche Ursache dafür nennen sie Elektrifizierung, Software-definierte Fahrzeuge, künstliche Intelligenz und autonomes Fahren. Diese erhöhen die technische Komplexität, ebenso die Investitions- und Entwicklungskosten. Gleichzeitig treten neue Wettbewerber aus Asien und den USA mit innovativen Ansätzen auf den Markt, die traditionelle Automobilhersteller vor Herausforderungen stellen.

„Jahrzehntelang wurde Unternehmenserfolg in der Automobilindustrie über Competitive Advantage definiert: Wer überlegene Technologien besaß oder effizientere Prozesse etablierte, galt als Gewinner. Doch im digitalen Zeitalter stößt diese Einzelkämpfer-Logik an ihre Grenzen. Mit KI, cloudbasierten Plattformen und vernetzten Ökosystemen verschieben sich die Erfolgsfaktoren. Neue Netzwerke aus spezialisierten Partnern treiben gemeinsam Innovationen voran – und erzeugen wettbewerbsentscheidenden Collaborative Advantage“, sagt Dr. Jan Wehinger, Partner bei MHP.

Trotz zahlreicher Ankündigungen von Kooperationen werde sich erst in den kommenden Jahren zeigen, welche Allianzen dauerhaft Bestand haben, so MHP. Hier komme es nicht allein auf die Strategie, sondern vor allem auf die Umsetzung an. Nach Ansicht von Augustin Friedel, Associated Partner bei MHP und Spezialist für Software-defined Vehicles, werden diejenigen Unternehmen im Wettbewerb bestehen, denen es gelingt, die eigene Unternehmensstrategie mit den richtigen Partnern und einer klaren operativen Umsetzungslogik zu verknüpfen.



  • Produktionserwartungen der Industrie sind gedämpft

    Produktionserwartungen der Industrie sind gedämpft

    Nach mehreren Anstiegen in Folge, sind die Produktionserwartungen der deutschen Industrie im Oktober insgesamt etwas zurückgegangen. Eine Mehrzahl der Branchen plane jedoch eine Ausweitung der Produktion, so Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

    mehr lesen: Produktionserwartungen der Industrie sind gedämpft

  • Leadec übernimmt AVI GmbH

    Leadec übernimmt AVI GmbH

    Leadec hat zum 1. November die AVI GmbH übernommen. Das Unternehmen ist im Bereich Automation sowie produktionsnaher IT tätig.

    mehr lesen: Leadec übernimmt AVI GmbH

  • Inlandsorders wieder im Plus

    Inlandsorders wieder im Plus

    Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland erholt sich schrittweise von den Folgen der Corona-Krise. Nach dem saisonalen Rückschlag im August zeigte der Auftragseingang im September 2020 wieder ein positives Bild.

    mehr lesen: Inlandsorders wieder im Plus

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Mit ‘Sammi‘ Fremdkörper in Lebensmitteln aufspüren

    Mit ‘Sammi‘ Fremdkörper in Lebensmitteln aufspüren

    Fremdkörper in Lebensmittel können für Konsumenten gefährlich werden. Die etablierten Röntgenverfahren erkennen vor allem Metalle – Glas, Kunststoff und Holz stellen hingegen eine Herausforderung dar. Der Prototyp ‘Sammi‘ soll diese…

    mehr lesen: Mit ‘Sammi‘ Fremdkörper in Lebensmitteln aufspüren

  • Jens-Peter Hess neuer Geschäftsführer bei Centric Deutschland

    Jens-Peter Hess neuer Geschäftsführer bei Centric Deutschland

    Mit Jens-Peter Hess hat der SAP-Spezialist Centric einen neuen Geschäftsführer. Er wird das Unternehmen gemeinsam mit Steven Wernike leiten.

    mehr lesen: Jens-Peter Hess neuer Geschäftsführer bei Centric Deutschland

  • Ingenieurarbeitsmarkt gerät zunehmend unter Druck

    Ingenieurarbeitsmarkt gerät zunehmend unter Druck

    Die Corona-Krise hinterlässt auch auf dem Ingenieurarbeitsmarkt Spuren. Das zeigen die Zahlen für das 3. Quartal aus dem aktuellen Ingenieurmonitor, den der VDI mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW)…

    mehr lesen: Ingenieurarbeitsmarkt gerät zunehmend unter Druck

  • Keine FMB in diesem Jahr

    Keine FMB in diesem Jahr

    Vom 4. bis zum 6. November sollte in Bad Salzuflen die FMB – Zuliefermesse für den Maschinenbau über die Bühne gehen. Durch die aktuelle Pandemie-Lage haben die Veranstalter die Messe…

    mehr lesen: Keine FMB in diesem Jahr

  • Arbeitsmarktbarometer im Oktober stabil

    Arbeitsmarktbarometer im Oktober stabil

    Mit einem leichten Anstieg um 0,1 Punkte gegenüber dem Vormonat zeigt sich das IAB-Arbeitsmarktbarometer im Oktober stabil.

    mehr lesen: Arbeitsmarktbarometer im Oktober stabil

  • Verkaufszahlen von Servicerobotern steigen weltweit um 32 Prozent

    Verkaufszahlen von Servicerobotern steigen weltweit um 32 Prozent

    Der Markt für Serviceroboter erfährt durch die Covid-19-Pandemie einen Schub. So prognostiziert die International Fedaration of Robotics, dass sich der Umsatz mit in diesem Bereich bis 2022 mehr als verdoppeln…

    mehr lesen: Verkaufszahlen von Servicerobotern steigen weltweit um 32 Prozent

  • Deutsche Wirtschaft wieder etwas skeptischer

    Deutsche Wirtschaft wieder etwas skeptischer

    Erstmals nach fünf Anstiegen in Folge ist der Ifo-Geschäftsklima-Index im Oktober wieder gesunken. Im Verarbeitenden Gewerbe liegt der Geschäftsklimaindikator allerdings erstmals seit Juni 2019 wieder im positiven Bereich.

    mehr lesen: Deutsche Wirtschaft wieder etwas skeptischer

  • Kontron-Standorte gründen europäischen EMS/ODM-Verbund

    Kontron-Standorte gründen europäischen EMS/ODM-Verbund

    Die europäischen Produktionsstandorte des Embedded-Spezialisten Kontron sollen zu einem EMS/ODM-Verbund zusammengeschlossen werden.

    mehr lesen: Kontron-Standorte gründen europäischen EMS/ODM-Verbund