Mehrheit wünscht sich Pause-Knopf für technologische Entwicklungen

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Bild: Robert Bosch GmbH

Das Zeitalter der künstlichen Intelligenz (KI) kann kommen – darin ist sich die Mehrheit der weltweit mehr als 11.000 für den diesjährigen Bosch Tech Compass befragten Personen einig. Noch nie sahen die Befragten KI in so einem positiven Licht wie bei der diesjährigen Erhebung: Eine Mehrheit glaubt demnach, dass KI die einflussreichste Technologie der kommenden Jahre wird und von allen Technologien den größten positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben wird. Mehr als die Hälfte aller Befragten weltweit fühlt sich bereit für die Veränderungen durch die Technologie. Allerdings zeichnet sich in der Studie eine gewisse Fortschrittsmüdigkeit ab: 57% wünschen sich zugleich einen Pause-Knopf und würden gerne die technologische Entwicklung bremsen, bis man ihre Auswirkungen besser versteht.

57 Prozent würden das Tempo des technologischen Fortschrites gerne drosseln.
57 Prozent würden das Tempo des technologischen Fortschrites gerne drosseln. – Bild: Robert Bosch GmbH

Deutsche haben die höchsten Erwartungen an KI

In Deutschland sind die mit KI verbundenen Erwartungen besonders hoch: 77% der Befragten hierzulande sehen in KI die einflussreichste Technologie der kommenden zehn Jahre. Wie in vorherigen Befragungen ist jedoch gleichzeitig die Skepsis gegenüber technologischem Fortschritt bei den Befragten in Deutschland verhältnismäßig groß. Demnach glauben 59%, dass Technologie die Welt besser machen wird – nur in Frankreich (53%) zeigen sich die Menschen hier noch skeptischer. Weltweit sind 71% Technologieoptimisten. Hierzulande fühlen sich aktuell nur 40% auf das KI-Zeitalter vorbereitet – der niedrigste Wert unter allen Ländern und auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr.

Woher kommt die Skepsis?

Hinweise darauf, woher die Technologieskepsis in Deutschland kommt, könnten zwei weitere Ergebnisse der Bosch-Befragung liefern: Nur 30% der Befragten in Deutschland sagen, dass das Bildungssystem innovatives Denken bei ihnen gefördert hat und nur 23% finden, dass die Regulierung im Land Innovation erfolgreich fördert – in beiden Punkten bildet Deutschland damit das Schlusslicht.

„Die Ergebnisse des Bosch Tech Compass deuten darauf hin, dass wir in Deutschland die gesellschaftliche Akzeptanz für Innovationen steigern müssen“, sagt Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.

Tanja Rückert, Mitglied der Geschäftsführung und CDO der Robert Bosch GmbH, sagt zu den Ergebnissen: „Wir sehen weltweit eine rasch wachsende Zahl innovativer KI-Lösungen, wie wir sie uns vor wenigen Jahren noch nicht vorstellen konnten. Daher ist es nicht überraschend, dass die Zahl der Menschen, die KI als die einflussreichste Technologie unserer Zukunft sehen, in nur drei Jahren weltweit von 41% auf 70% in die Höhe geschnellt ist.“

Die positive Haltung zu Innovation und Risiko ist auch eine kulturelle Frage: 59% der Befragten weltweit würden ihr Kind ermutigen, die Hochschule zu überspringen und ein Startup zu gründen, wenn dieses eine bahnbrechende Idee hätte. In Deutschland teilen diese Ansicht 52% der Befragten.

Gefragt nach den Feldern, auf die technologische Innovation fokussiert werden sollte, wurden weltweit am häufigsten der Klimawandel (37%), der Zugang zu Gesundheitsleistungen (31%) sowie Cyber-Sicherheit (28%) genannt.

Positive und negative Einflüsse künstlicher Intelligenz

Den Befragten zufolge wird KI nicht nur die einflussreichste Technologie der kommenden zehn Jahre sein, sondern auch die mit dem größten positiven Einfluss auf die Gesellschaft. Davon gehen 43% weltweit aus. Mit klarem Abstand dahinter folgen Biotechnologie und Climate Engineering, denen 36% beziehungsweise 32% einen besonders positiven Einfluss zutrauen.

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