Maßnahmen für mehr digitale Souveränität in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

Symbolbild
Symbolbild – Bild: Universität Paderborn/Besim Mazhiqi

Wie können Deutschland und Europa angesichts wachsender geopolitischer Spannungen ihre digitale Handlungsfähigkeit stärken, kritische technologische Abhängigkeiten reduzieren und mehr digitale Wertschöpfung vor Ort fördern? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die gemeinnützige Gesellschaft Cum Ratione und das Software Innovation Lab der Universität Paderborn am SICP (Software Innovation Campus Paderborn) in Form eines gemeinsamen Maßnahmenpapiers. Digitale Souveränität verstehen die Herausgeber dabei nicht als technologische Abschottung, sondern als die Fähigkeit, digitale Technologien selbstbestimmt zu nutzen und echte Wahlmöglichkeiten zu behalten.

Die Handlungsempfehlung enthält mögliche Lösungsansätze auf dem Weg zu mehr digitaler Selbstbestimmtheit in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Dazu zählt u.a. die Stärkung von Alternativen zu den Produkten großer Digitalkonzerne wie Microsoft, Apple und Meta. Ziel der Autorinnen und Autoren ist es, Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen attraktive, sichere und langfristig tragfähige Auswahlmöglichkeiten zu bieten. Außerdem fordern die Herausgeber eine Weiterentwicklung des Medienrechts, die Einführung einer europäischen Digitalsteuer sowie eine ambitioniertere Durchsetzung bestehenden Rechts. Darüber hinaus stellen sie konkrete Maßnahmen in den Bereichen Sicherheit, Wirtschaft sowie Bildung und Gesellschaft vor.

„Wir wollen mit diesem Papier gezielt auf die unfairen Wettbewerbsvorteile von Big Tech gegenüber den klassischen Medien hinweisen. Die bestehenden Regelungen müssen konsequenter durchgesetzt und die großen Digitalkonzerne ihrem tatsächlichen Einfluss entsprechend stärker reguliert werden“, erklärt Kerstin Haarmann, Geschäftsführerin von Cum Ratione. „Die Verbände und Verlage der deutschen Medien müssen sich viel stärker dafür einsetzen, dass die großen Digitalkonzerne zukünftig eine ihrem massiven Einfluss entsprechende medienrechtliche Verantwortung und Haftung tragen. Sonst können die klassischen Medien im ungleichen Wettbewerb auf Dauer nicht bestehen und das wird unsere Demokratie gefährden“, so Haarmann weiter.

„Digitale Souveränität bedeutet, auch in Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben“, erklärt Dr. Simon Oberthür, Leiter des Innovationsbereichs ‚Digital Sovereignty‘ am Software Innovation Lab der Universität Paderborn. „Dafür müssen wir unsere kritischen Technologieabhängigkeiten kennen und digitale Infrastrukturen von Anfang an sicher und resilient gestalten. Wer heute Milliarden in Infrastruktur investiert, muss die notwendige IT-Sicherheit deshalb verbindlich mitfinanzieren – sonst riskieren wir die Verwundbarkeiten von morgen.“

„Neben einer wirksamen Regulierung braucht digitale Souveränität auch leistungsfähige technologische Alternativen, offene Standards und die Fähigkeit, digitale Systeme selbst zu gestalten und weiterzuentwickeln. Entscheidend ist, dass aus Forschung und Innovation praxistaugliche Lösungen entstehen, die Unternehmen und öffentliche Einrichtungen langfristig einsetzen können“, sagt Prof. Dr. Stefan Sauer, Professor für ‚Human-Centered Software Engineering‘ und Geschäftsführer am SICP.

Das Maßnahmenpapier und weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe, aus der die Empfehlungen hervorgegangen sind, sind über den Button ‚Weitere Informationen‘ aufrufbar.



  • Mehrheit der Industrieunternehmen geht gestärkt aus der Krise

    Mehrheit der Industrieunternehmen geht gestärkt aus der Krise

    57 Prozent der Unternehmen aus der verarbeitenden Industrie gehen davon aus, gestärkt aus der Coronakrise hervorzugehen. Das geht aus einer Studie von Sopra Steria und dem F.A.Z.-Institut hervor. Um diese…

    mehr lesen: Mehrheit der Industrieunternehmen geht gestärkt aus der Krise

  • Agile Methoden liegen im Trend

    Agile Methoden liegen im Trend

    Das sogenannte Wasserfall-Prinzip in der Software-Entwicklung kommt immer seltener zum Einsatz. Häufiger sind agile Methoden wie die ’Continuous Integration’, bei denen Software in kleinen Einheiten kontinuierlich erweitert und verbessert wird.…

    mehr lesen: Agile Methoden liegen im Trend

  • LiefKettG nimmt Schutz von Arbeitnehmern und Umwelt in den Fokus

    LiefKettG nimmt Schutz von Arbeitnehmern und Umwelt in den Fokus

    Das Bundeskabinett hat im März den Entwurf für das neue Lieferkettengesetz beschlossen. Wird das Gesetz in dieser Form erlassen, so werden in deutschen Unternehmen einige Änderungen erforderlich. Der Softwareanbieter Comarch…

    mehr lesen: LiefKettG nimmt Schutz von Arbeitnehmern und Umwelt in den Fokus

  • Siemens mit deutlicher Gewinnsteigerung im 2. Quartal

    Siemens mit deutlicher Gewinnsteigerung im 2. Quartal

    Siemens beendet das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres mit positiven Neuigkeiten. Umsatzerlöse und Gewinn legen kräftig zu.

    mehr lesen: Siemens mit deutlicher Gewinnsteigerung im 2. Quartal

  • Mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung

    Mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung

    Insgesamt 8,2Mrd.€ hat der Maschinen- und Anlagenbau im Jahr 2019 für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Auch in der Pandemie behalten F&E-Ausgaben einen hohen Stellenwert.

    mehr lesen: Mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung

  • Sicherheitsrisiko neu definieren – Hacker engagieren

    Sicherheitsrisiko neu definieren – Hacker engagieren

    IT-Sicherheit ist ein wichtiges Thema für jedes Unternehmen. Denn kommt es zu einem erfolgreichen Angriff kann dies teuer werden. Durch die Nutzung sogenannter Bug-Bounty-Plattformen können Unternehmen kriminellen Hackern vorgreifen.

    mehr lesen: Sicherheitsrisiko neu definieren – Hacker engagieren

  • Zusammenarbeit funktioniert nur in jedem fünften Unternehmen

    Zusammenarbeit funktioniert nur in jedem fünften Unternehmen

    Corona stellt Unternehmen und deren Mitarbeiter nach wie vor auf eine harte Probe. Laut der Studie ‚Kollaboration – Erfolgsfaktor Zusammenarbeit‘ schaffen es aktuell nur 22 Prozent der Unternehmen, eine Zusammenarbeit…

    mehr lesen: Zusammenarbeit funktioniert nur in jedem fünften Unternehmen

  • Bestellungen im März und im 1. Quartal steigen

    Bestellungen im März und im 1. Quartal steigen

    Im März haben die Bestellungen im Maschinen- und Anlagenbau im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt. Dabei kamen sowohl aus dem Aus- als auch aus dem Inland positive Signale.

    mehr lesen: Bestellungen im März und im 1. Quartal steigen

  • Mehr Cybersicherheit für Fernwartungs-Router

    Mehr Cybersicherheit für Fernwartungs-Router

    HMS hat die neue Fernwartungs-Router-Generation Ewon Cosy+ auf erhöhte Sicherheit ausgelegt. Die Geräte bieten nicht nur moderne hardware-implementierte Sicherheitsmechanismen, sondern auch automatische Updates signierter Firmware über die firmeneigene Plattform Talk2M.

    mehr lesen: Mehr Cybersicherheit für Fernwartungs-Router

  • Der Weg zur effizienten Datenstrategie

    Der Weg zur effizienten Datenstrategie

    Viele deutsche Mittelständler bieten innovative Produkte an, tun sich aber oft schwer, operative Prozesse mithilfe von Daten tatsächlich zu verbessern und wichtige Entscheidungen auf Basis ihrer Daten zu fällen. Der…

    mehr lesen: Der Weg zur effizienten Datenstrategie

  • Catherine Kniker wird CSO bei PTC

    Catherine Kniker wird CSO bei PTC

    Mit dem Wechsel von Kathleen Mitford zu Microsoft wird Catherine Kniker zur EVP (Executive Vice Presdient) und Chief Stategy Officer bei PTC ernannt.

    mehr lesen: Catherine Kniker wird CSO bei PTC

  • Carsten Stiller wird Geschäftsführer bei Cybus

    Carsten Stiller wird Geschäftsführer bei Cybus

    Gemeinsam mit CEO Peter Sorowka leitet Carsten Stiller seit 1. April das Softwareunternehmen Cybus. Er verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb.

    mehr lesen: Carsten Stiller wird Geschäftsführer bei Cybus