Konsumgüterindustrie priorisiert Innovation vor Kostensenkung

Bild State of Smart Manufacturing R 20250825105946
Bild: Rockwell Automation GmbH

Rockwell Automation hat die Ergebnisse des 10. Jahresberichts zum Stand der intelligenten Fertigung in der Konsumgüterindustrie veröffentlicht. Diese zeigen, dass Innovation, Mitarbeiterentwicklung und langfristige Wachstumsstrategien für Hersteller eine immer wichtigere Rolle spielen.

Die Konsumgüterindustrie sieht sich laut Studie an mehreren Fronten unter Druck: der steigende Marktanteil von Eigenmarken, der Ruf nach schnellerer Innovation und die Nachfrage nach nachhaltigeren Produkten. Gleichzeitig wird es zunehmend schwieriger, die Loyalität der Verbraucher zu gewinnen. Hinzu kommt, dass die Erwartungen hinsichtlich personalisierter Angebote und Transparenz steigen. Als Reaktion darauf verabschieden sich Konsumgüterunternehmen von kleinteiligen Technologiepilotprojekten und investieren in Lösungen, die unternehmensweit messbare Ergebnisse liefern.

Trends im Vorjahresvergleich:

Zunehmender Wettbewerb führt zu Besorgnis in der Branche

2024 zählten wirtschaftliche Unsicherheit und Inflation zu den größten Herausforderungen, die in der jährlichen Umfrage genannt wurden. 2025 steht der Wettbewerb an der Spitze. Grund dafür sind der steigende Marktdruck durch Eigenmarken und ein verändertes Kaufverhalten der Verbraucher.

Technologie muss den Menschen dienen

Bei der Einführung neuer Tools legen Unternehmen Wert darauf, dass neue Technologien zu ihren Teams und Betriebsabläufen passen. Benutzerfreundlichkeit und Skalierbarkeit sind laut Studie wichtige Faktoren bei Technologieentscheidungen. Bei ihren Mitarbeitern legen Führungskräfte in der Konsumgüterindustrie besonderen Wert auf Kommunikation/Teamwork (86 Prozent), Anpassungsfähigkeit/Flexibilität (85 Prozent) sowie analytisches Denken und Kenntnisse in der Cybersicherheit (jeweils 84 Prozent).

KI und Robotik ganz oben auf der Investitionsagenda

?Bei Entscheidungen über Technologieinvestitionen hat ein Umdenken stattgefunden. 70 Prozent der befragten Hersteller von Konsumgütern geben an, mit Blick auf langfristiges Geschäftswachstum in KI-, Robotik- und Simulationstechnologien zu investieren. Das ist eine deutliche Verschiebung des Fokus gegenüber dem Vorjahr, als Technologie vor allem zur Umsatzanalyse und Prozessoptimierung eingesetzt wurde.

Immer mehr Unternehmen nutzen Daten

Der Anteil der Hersteller, die ihre Daten als Entscheidungsgrundlage verwenden, ist von 40 Prozent 2024 auf 44 Prozent 2025 gestiegen. KI spielt eine immer wichtigere Rolle bei der Datennutzung in zentralen Bereichen wie Qualitätskontrolle, Logistik und Cybersicherheit und liegt damit 5 Prozent über dem allgemeinen Durchschnitt.

Personalstrategien entwickeln sich weiter

Während 2024 der Fokus auf der Gewinnung qualifizierter Fachkräfte lag, zeigt der Bericht 2025, dass sich 34 Prozent der Hersteller verstärkt darauf konzentrieren, bestehende Mitarbeiter in aktualisierten Prozessen zu schulen. Für 33 Prozent stehen der effektive Umgang mit Veränderungen und eine verbesserte Mitarbeiterbindung im Vordergrund.

„Konsumgüterhersteller reagieren nicht mehr nur auf Störungen, sondern investieren proaktiv in Technologien, die nachhaltiges Wachstum unterstützen und Wettbewerbsvorteile bringen“, so Steve Deitzer, Vice President, Global Industry, CPG, bei Rockwell Automation. „Der diesjährige Bericht unterstreicht dieses langfristige Denken, bei dem KI, Automatisierung und Mitarbeiterunterstützung für den Erfolg von zentraler Bedeutung sind.“

Der Bericht zum Stand der intelligenten Fertigung 2025 basiert auf den Antworten von 174 Führungskräften aus der Konsumgüterindustrie in 15 Ländern und ist Teil der umfassenden globalen Umfrage von Rockwell Automation unter mehr als 1500 Entscheidungsträgern in der Fertigungsbranche. Die vollständigen Ergebnisse des Berichts finden Sie hier.



  • Eplan feiert 40-jähriges Firmenjubiläum

    Eplan feiert 40-jähriges Firmenjubiläum

    1984 wurde das Elektro-Engineering aus der Taufe gehoben und damit auch die Software, die dem Unternehmen Eplan seinen Namen gab. Das 40-jährige Bestehen wurde nun mit einer Veranstaltung im Nationalen…

    mehr lesen: Eplan feiert 40-jähriges Firmenjubiläum

  • Inneo und Klietsch gehen Partnerschaft ein

    Inneo und Klietsch gehen Partnerschaft ein

    Nach mehreren Jahrzehnten der Zusammenarbeit gehen Inneo und die Ingenieurgemeinschaft Klietsch eine strategische Partnerschaft ein.

    mehr lesen: Inneo und Klietsch gehen Partnerschaft ein

  • Fachpack nimmt die EU-Verpackungsverordnung in den Fokus

    Fachpack nimmt die EU-Verpackungsverordnung in den Fokus

    Wenn die Fachpack vom 24. bis 26. September im Messezentrum Nürnberg stattfindet, gibt die Fachmesse Einblicke in alle relevanten Themen der Verpackungswirtschaft.

    mehr lesen: Fachpack nimmt die EU-Verpackungsverordnung in den Fokus

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Maschinen- und Anlagenbau mit deutlichen Ordereinbußen

    Maschinen- und Anlagenbau mit deutlichen Ordereinbußen

    Im Mai lagen die Bestellungen im Maschinenbau um real 27 Prozent unter ihrem Vorjahreswert. Ein großer Teil des Rückgangs führt der VDMA auf einen Basiseffekt zurück, sieht aber im Ergebnis…

    mehr lesen: Maschinen- und Anlagenbau mit deutlichen Ordereinbußen

  • Wie KI die Datensicherheit verbessert

    Wie KI die Datensicherheit verbessert

    Künstliche Intelligenz kann große Datenmengen schnell und präzise analysieren, um Muster und Anomalien zu erkennen. Das ist auch im Security-Bereich hilfreich. Forcepoint, ein Spezialist für IT-Sicherheit, nennt einige Beispiele, wie…

    mehr lesen: Wie KI die Datensicherheit verbessert

  • Mit KI Produktions- und Lieferketten optimieren

    Mit KI Produktions- und Lieferketten optimieren

    Im Forschungsprojekt VaStNet (Value Stream Optimization Networks) untersuchen SimPlan, Sieben Consulting-Training-System und die Hochschule RheinMain (HSRM), wie Planerinnen und Planer zukünftig KI-gestützt korrekte Wertströme mittels neuronaler Netze einfacher modellieren und…

    mehr lesen: Mit KI Produktions- und Lieferketten optimieren

  • Remira ernennt Ralph Hartwig zum Finanzchef

    Remira ernennt Ralph Hartwig zum Finanzchef

    Ralph Hartwig ist neuer CFO beim Softwareanbieter Remira. Das Führungsspitze des Unternehmens ist somit wieder komplett.

    mehr lesen: Remira ernennt Ralph Hartwig zum Finanzchef

  • Was macht eigentlich ein Softwaretester?

    Was macht eigentlich ein Softwaretester?

    Wenn ein Computer-Programm einen Fehlercode anzeigt oder gar nichts mehr geht, ist der Ärger groß. Um solche Probleme im Vorfeld zu erkennen und zu vermeiden, gibt Tester. Im Interview erklärt…

    mehr lesen: Was macht eigentlich ein Softwaretester?

  • Edag eröffnet Simulationszentrum

    Edag eröffnet Simulationszentrum

    Im Zero Prototype Lab der Edag Group in Wolfsburg können Kunden ihre Entwicklungen anhand von Simulatoren testen.

    mehr lesen: Edag eröffnet Simulationszentrum

  • Florian Jurecka leitet Vertrieb und Marketing bei Aucotec

    Florian Jurecka leitet Vertrieb und Marketing bei Aucotec

    Aucotec verstärkt die Führungsebene und bündelt damit seine Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Diese verantwortet künftig Florian Jurecka.

    mehr lesen: Florian Jurecka leitet Vertrieb und Marketing bei Aucotec

  • Ein Upgrade für den Teilchenbeschleuniger

    Ein Upgrade für den Teilchenbeschleuniger

    Dem größten Teilchenbeschleuniger der Welt steht ein Upgrade bevor. Denn zukünftig sollen weit größere Datenmengen als bisher ausgetauscht werden – und das auch schneller. Nokia ist Teil eines Forschungsprojekts, das…

    mehr lesen: Ein Upgrade für den Teilchenbeschleuniger