IAB rechnet in den meisten Bundesländern mit Rückgang der Beschäftigung

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Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erwartet 2026 in zehn der 16 Bundesländer und mehr als der Hälfte der Agenturbezirke einen Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Die Arbeitsmarktforscher prognostizieren zudem, dass die Arbeitslosigkeit voraussichtlich in 13 der 16 Bundesländer und rund drei Vierteln der Agenturbezirke weiter steigen wird. In Ostdeutschland wird ein Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 8,0% erwartet, für Westdeutschland eine Stagnation bei 6,0%

Laut Prognose wird ein Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nur noch in Hamburg (0,5%), Niedersachsen (0,3%) sowie Nordrhein-Westfalen und Brandenburg (jeweils 0,1%) erwartet. Die stärksten Rückgänge werden für das Saarland mit 1,2% und Sachsen-Anhalt mit 1,0% prognostiziert. In kreisfreien Großstädten wird die Beschäftigung 2026 voraussichtlich stagnieren. In städtischen und dünn besiedelten ländlichen Kreisen geht der Beschäftigungsrückgang weiter.

Steigende Arbeitslosenzahlen in Berlin und Sachsen

Die größten relativen Anstiege bei den Arbeitslosenzahlen gibt es der Prognose zufolge in Berlin mit 3,3% und Sachsen mit 3,0%. Rückgänge werden in Schleswig-Holstein mit 0,5%, in Niedersachsen mit 0,4% und im Saarland mit 0,3% prognostiziert. Während in Bayern weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote mit 4,1% vorliegt, weisen die Stadtstaaten Bremen mit 11,6%, Berlin mit 10,6% und Hamburg mit 8,4% die höchsten Quoten auf. Einen Rückgang der Arbeitslosenquote wird es voraussichtlich in keinem Bundesland geben. „Das bekannte regionale Gefälle bleibt erhalten. Die Arbeitslosenquoten der süddeutschen Bundesländer sind weiter niedriger als im Rest Deutschlands“, so IAB-Forscherin Sarah Kuhn.

Keine deutliche Erholung der regionalen Arbeitsmärkte

Einzig Niedersachsen weist 2026 eine steigende Beschäftigung bei sinkender Arbeitslosigkeit auf. Auf Ebene der Agenturen gilt dies lediglich für 23 von 144 Bezirken. „Auch wenn sich in einzelnen Regionen steigende Beschäftigung bei sinkender Arbeitslosigkeit zeigt, ist insgesamt keine deutliche Erholung der regionalen Arbeitsmärkte zu erwarten“, sagt IAB-Forscherin Anja Rossen. In einem Interview verweist Rossen u.a. darauf, dass sich die deutsche Wirtschaft weiterhin in einer Schwächephase befindet. Ein Wirtschaftswachstum von 0,8% sei zu gering, um flächendeckend zusätzliche Beschäftigung aufzubauen. Rossen betont zudem, dass vor allem in der Industrie Arbeitsplätze verloren gehen, während andere Bereich wachsen.

Das komplette Interview mit Anja Rossen zur Regionalprognose lesen Sie hier.



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