Fraunhofer wächst in Cottbus

pi 26 Spatenstich Cottbus

Mit zwei Fraunhofer-Neubauten entstehen im Lausitz Science Park neue Innovationszentren für Energiewende, Mikroelektronik und KI-gestützte Materialdiagnostik. Die Einrichtungen unterstützen den Strukturwandel der Region, sollen neue Arbeitsplätze schaffen und Forschungsergebnisse schneller in die industrielle Anwendung bringen.

Bis voraussichtlich 2030 sollen am Standort Neubauten von Fraunhofer IEG sowie Fraunhofer IPMS zusammen mit dem Fraunhofer IKTS fertiggestellt sein. Weitere Partner auf dem gemeinsamen Campus sind das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt sowie die Leibniz-Gemeinschaft.

„Der Spatenstich zum ersten Bauabschnitt markiert einen wichtigen Meilenstein für die weitere Entwicklung des Lausitz Science Park. Als zentraler Baustein des Strukturwandels wird er Forschungseinrichtungen sowie innovative kleine und mittlere Unternehmen zusammenbringen und Wissenschaft, Wirtschaft und Technologietransfer vor Ort noch enger verzahnen“, sagt Prof. Holger Hanselka, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. „Mit den Fraunhofer-Neubauten setzen wir wichtige Impulse für neue Arbeitsplätze, Innovationen und Wertschöpfung in der Region. Der Forschungscampus Cottbus trägt so dazu bei, die Lausitz als Zukunftsstandort für Energietechnologien, intelligente Mikrosysteme und industrielle Transformation weiter zu stärken.“

Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, betonte anlässlich des Spatenstiches: „Mit einem Campus, der starke Partner wie die Fraunhofer Gesellschaft integriert, gewinnt Cottbus weiter an Profil als Forschungs- und Innovationsstandort. Hier werden zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen, die sich mit den Fragen von morgen befassen – von digitaler Energieinfrastruktur bis zu alternativen Antrieben.“

Testumgebungen für Elektrifizierung der Wärmeversorgung

Das Fraunhofer IEG arbeitet in Cottbus bereits seit 2020 mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und regionalen Partnern an sektorenübergreifenden Energieinfrastrukturen, industrieller Energie- und Verfahrenstechnik, Wärmeversorgungssystemen sowie Geotechnologien. Am neuen Forschungscampus erweitert das Institut ab 2030 seine Testumgebung für Technologien zur Elektrifizierung der Wärmeversorgung im industriellen Maßstab. 110 Mitarbeitende werden künftig im neuen Bürogebäude des Fraunhofer IEG arbeiten. Ergänzt wird der Standort durch ein Technikum mit rund 720m² Fläche.

Fraunhofer IPMS baut ‚Institutsteil Integrated Silicon Systems‘ aus

In direkter Nachbarschaft baut auch das Fraunhofer IPMS seinen ‚Institutsteil Integrated Silicon Systems‘ (ISS) aus. Die dort entwickelten Innovationen sollen technische Systeme intelligenter, kompakter und energieeffizienter machen. Bisherige Forschungsbeispiele sind unter anderem eine kompakte hyperspektrale Kamera für Material- und Qualitätsanalysen, miniaturisierte Ultraschall-, chemische und optische Sensoren sowie Terahertz-Mikrosysteme, die in der intelligenten Produktion, der Energie-, Umwelt- und Wasserstofftechnik sowie in Medizin und Lebenswissenschaften Anwendung finden.

Die zerstörungsfreie Prüfung von Werkstoffen, Bauteilen und Systemen gehört zu den Expertisen des Fraunhofer IKTS. Am Standort Cottbus kombiniert die Projektgruppe ‚Kognitive Materialdiagnostik‘ diese Kompetenz mit KI-Methoden und Datenanalyse – in Kooperation mit der BTU und dem Lausitzer Zentrum für künstliche Intelligenz. Die Forschenden werten Mess-, Prozess- und Betriebsdaten aus, um Materialzustände, Bauteilqualitäten und das Verhalten technischer Systeme verlässlich zu beurteilen. Die Schwerpunkte reichen von der Mustererkennung und akustischen Diagnose über die Modellierung kontinuierlicher Industrieprozesse bis zu digitalen Zwillingen.



  • Comarch untersucht die Auswirkungen der Pandemie

    Comarch untersucht die Auswirkungen der Pandemie

    84 Prozent der Unternehmen wurden von der Corona-Pandemie beeinträchtigt; 34 Prozent von ihnen nachhaltig. Dies hat eines Studie von Comarch ergeben, in der der Softwareanbieter die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie…

    mehr lesen: Comarch untersucht die Auswirkungen der Pandemie

  • Google Cloud und Siemens arbeiten zusammen

    Google Cloud und Siemens arbeiten zusammen

    Google Cloud und Siemens wollen im Rahmen einer Partnerschaft und unter Einsatz von KI-Technologien Fertigungsprozesse verbessern.

    mehr lesen: Google Cloud und Siemens arbeiten zusammen

  • ZEW-Konjunkturerwartungen gehen erstmals seit November zurück

    ZEW-Konjunkturerwartungen gehen erstmals seit November zurück

    Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland sinken in der aktuellen Umfrage vom April 2021 um 5,9 Punkte und liegen damit bei 70,7 Punkten. Dies ist der erste Rückgang seit November 2020. Laut…

    mehr lesen: ZEW-Konjunkturerwartungen gehen erstmals seit November zurück

  • Industrieentscheider setzen auf das industrielle Internet der Dinge

    Industrieentscheider setzen auf das industrielle Internet der Dinge

    Drei Viertel der Entscheider in deutschen Industrieunternehmen sehen ihren Markt im Prozess der digitalen Transformation. Die Hälfte der Unternehmen setzt dabei bereits auf den Einsatz von Industrial IoT-Technologien. Zu diesen…

    mehr lesen: Industrieentscheider setzen auf das industrielle Internet der Dinge

  • Partnerschaft zwischen T-Systems und GFT

    Partnerschaft zwischen T-Systems und GFT

    Im Rahmen einer Partnerschaft wollen T-Systems und GFT gemeinsame Lösungen für die Fertigungsindustrie anbieten, mit denen Fehler in der Produktion schneller erkannt werden können.

    mehr lesen: Partnerschaft zwischen T-Systems und GFT

  • John Abel wird Chief Information Officer bei Extreme Networks

    John Abel wird Chief Information Officer bei Extreme Networks

    John Abel wechselt von Veritas zu Extreme Networks, wo er künftig die Position des CIOs wahrnehmen wird.

    mehr lesen: John Abel wird Chief Information Officer bei Extreme Networks

  • Nächste Hannover Messe wird Hybridveranstaltung

    Nächste Hannover Messe wird Hybridveranstaltung

    Nach fünf Messetagen ging am Freitag die Hannover Messe zu Ende. Insgesamt 90.000 Teilnehmer haben sich für die digitale Edition der Industrieschau registriert. Auch ohne Präsenzveranstaltung zog die Deutsche Messe…

    mehr lesen: Nächste Hannover Messe wird Hybridveranstaltung

  • Realistische Simulationen mit Security-Forschung

    Realistische Simulationen mit Security-Forschung

    Die neue Fraunhofer SIT Cyber Range verbindet komplexe Angriffssimulationen mit neuesten Erkenntnissen aus der angewandten Forschung, Expertenschulungen und der Vorstellung von innovativen Security-Werkzeugen: Mit realistischen Angriffssimulationen können Unternehmen die Leistungsstärke…

    mehr lesen: Realistische Simulationen mit Security-Forschung

  • VDMA-Studie zeigt hohe Relevanz interoperabler Schnittstellen

    VDMA-Studie zeigt hohe Relevanz interoperabler Schnittstellen

    Erst die Interoperabilität von Maschinen und Anlagen ermöglicht Unternehmen die Teilhabe an neuen digitalen Strukturen und ist Grundvoraussetzung für neue digitale Geschäftsmodelle. Durch interoperable Schnittstellen können neue Maschinen effizienter integriert…

    mehr lesen: VDMA-Studie zeigt hohe Relevanz interoperabler Schnittstellen

  • Geld weg, Daten weg

    Geld weg, Daten weg

    Mit Ransomware verschlüsseln Cyberkriminelle den Zugang zum kompromittierten Gerät oder den dort gespeicherten Dateien. Anschließend fordern sie Lösegeld mit dem Versprechen, die Sperrung nach Zahlung wieder aufzuheben.

    mehr lesen: Geld weg, Daten weg

  • Impfstoffproduktion in Marburg

    Impfstoffproduktion in Marburg

    Impfstoffproduktion in Marburg Siemens und Biontech rüsten Produktionsanlage um Siemens unterstützt Biontech bei Umrüstung auf Impfstoffherstellung in Marburg. Dabei waren wesentliche Teile des neuen Manufacturing Execution Systems in nur zweieinhalb…

    mehr lesen: Impfstoffproduktion in Marburg

  • Neue Sicherheitslücken entdeckt und geschlossen

    Neue Sicherheitslücken entdeckt und geschlossen

    Am Patch-Tag (13.04.2021) hat Microsoft zwei kritische Sicherheitslücken geschlossen, die lokal installierte Instanzen von Exchange 2013, 2016 und 2019 betreffen. Diese Sicherheitslücken ermöglichen das Ausführen von beliebigem Programmcode auf einem…

    mehr lesen: Neue Sicherheitslücken entdeckt und geschlossen