Die Krux mit der Kundenzufriedenheit

aftermarket word or concept represented by wooden letter tiles on a wooden table with glasses and a book
Bild: ©lexiconimages/stock.adobe.com

Syncron, ein Hersteller für Service-Lifecycle-Management (SLM), hat die Studie ‚Modernizing the Aftermarket‘ veröffentlicht. Der Bericht wurde gemeinsam mit Field Service Associates erstellt und benennt Herausforderungen für Service-Sparten in komplexen und sich kontinuierlich verändernden Industriebranchen. Laut Bericht empfinden es 92 Prozent der Service-Abteilungen als Herausforderung, ihre Ziele bei der Kundenzufriedenheit kontinuierlich zu erreichen. Ein Drittel aktualisiert Ersatzteilbestände noch immer manuell und fast alle Befragten (99 Prozent) fanden die Einführung neuer Technologien herausfordernd, unter anderem wegen Bedenken bei der Datensicherheit (41 Prozent) und Schwierigkeiten bei der Identifizierung passender Lösungskonzepte (39 Prozent).

Mehr als nur Produkte und Dienstleistungen

Die Befragten erwarten, dass die Einnahmen aus ergebnisorientierten Dienstleitungsmodellen innerhalb der nächsten fünf Jahre von 25 Prozent auf 41 Prozent steigen. Diese Entwicklung scheint nach Einschätzungen der Studienautoren realistisch: Die Kundenzufriedenheit steigt, wenn der Fokus darauf liegt, spezifische Ergebnisse zu liefern, anstatt nur Produkte oder Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen.

Während sich alle der 600 Befragten einig zeigten, dass Investitionen in betriebliche Verbesserungen zu höheren Profiten führen, gab über ein Drittel (34 Prozent) an, dass sie sogar mehr als 15 Prozent steigen könnten. 48 Prozent gaben an, dass Supply-Chain-Optimierung das Potential für die größte Steigerung der Einnahmen und Margen hat. Unternehmen könnten auch von einer Verbesserung der Preiskalkulation für Ersatzteile profitieren (59 Prozent) sowie von der Anpassung der Kosten für Infrastruktur im Bereich Supply Chain (58 Prozent) und der Optimierung von Lagerbeständen (53 Prozent).

Neue Technologien bringen neue Herausforderungen

Service-Sparten lassen manuelle und veraltete Prozesse hinter sich. Gleichzeitig werden Technologien wie KI und Automatisierung eingeführt, um der Komplexität moderner Datenerfassung gerecht zu werden, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen und die Entscheidungsfindung zu optimieren. 39 Prozent der Befragten gaben an, die Nutzung solcher Technologien sei bei der Auswahl neuer Systeme für ihr Unternehmen am wichtigsten. Fast die Hälfte (48 Prozent) identifizierte Datentransparenz als primären Nutzen bei der Modernisierung der Aftermarket-Funktionen.

Die Untersuchung ergab auch, dass unvollständige oder ungenaue Daten die Fähigkeit eines Unternehmens, seine Leistung genau zu messen, erheblich beeinträchtigen können. Neun von zehn Unternehmen (90 Prozent) geben an, dass die Qualität (49 Prozent) und die Quantität (43 Prozent) der Daten ein Problem bei der Nachverfolgung ihrer wichtigsten Leistungsindikatoren (KPIs) darstellen.

Auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft?

Laut Studienergebnis hat Nachhaltigkeit für den Aftermarket oberste Priorität. 95 Prozent der Befragten gaben an, dass sie innerhalb der nächsten zwölf bis 24 Monate auf ein Kreislaufwirtschaftsmodell umstellen wollen. Laut der Autoren spiegelt dieser Schritt die wachsende Erkenntnis wider, dass die Einführung eines solchen Modells zu erheblichen Kosteneinsparungen und verbesserter betrieblicher Effizienz führen kann. Obwohl das Streben nach einer Kreislaufwirtschaft deutlich erkennbar ist, sind etwa drei Viertel (76 Prozent) der Befragten der Meinung, dass erhebliche Verbesserungen in der Art und Weise erforderlich sind, wie ihr Unternehmen die Kreislaufleistungskennzahlen verfolgt und den CO2-Fußabdruck ihrer Lieferkette misst (75 Prozent).

Seiten: 1 2



  • Exportindustrie mit verbesserten Erwartungen

    Exportindustrie mit verbesserten Erwartungen

    Nach einem Rückgang im Oktober haben sich die Exporterwartungen der deutschen Unternehmen im November wieder verbessert. Nach Angaben des Ifo Instituts erwarten dabei vor allem die Automobilindustrie und Hersteller elektrischer…

    mehr lesen: Exportindustrie mit verbesserten Erwartungen

  • Congatec und Sysgo gehen Partnerschaft ein

    Congatec und Sysgo gehen Partnerschaft ein

    Congatec gibt seine strategische Partnerschaft mit Sysgo bekannt. Ziel ist es, den Märkten für kritische Systeme – wie Industrieautomation, Medizintechnik, Smart Energy, Eisenbahn, kommerzielle und autonome Fahrzeuge oder Baumaschinen -…

    mehr lesen: Congatec und Sysgo gehen Partnerschaft ein

  • CAS und ELO kooperieren

    CAS und ELO kooperieren

    Enterprise Content Management und Customer Relationship Management näher aneinander rücken ist das Ziel der Kooperation zwischen ELO Digital Office und CAS Software.

    mehr lesen: CAS und ELO kooperieren

  • Fünf IT-Trends für 2022

    Fünf IT-Trends für 2022

    Auch 2022 werden sich die IT-Systeme von Unternehmen weiterentwickeln. Oliver Rozić, Vice President Product Engineering bei Sage, weiß wie und welche Trends dabei eine Rolle spielen könnten.

    mehr lesen: Fünf IT-Trends für 2022

  • Digitalisierungsschub überdauert die Pandemie

    Digitalisierungsschub überdauert die Pandemie

    Unternehmen gehen digital gestärkt ins dritte Corona-Jahr, so das Ergebnis einer Bitkom-Befragung unter 602 Unternehmen. Demnach will die große Mehrheit ihre Digitalisierungs-Projekte fortsetzen. Diese Aufbruchsstimmung müsse genutzt werden, so Bitkom-Präsident…

    mehr lesen: Digitalisierungsschub überdauert die Pandemie

  • Mittelmaß bei der Digitalisierung

    Mittelmaß bei der Digitalisierung

    Im internationalen Vergleich belegt Deutschland bei der Digitalisierung keine Spitzenposition, sondern tendiert eher zum Mittelfeld. So zumindest legt es eine Studie des Ifo Instituts nahe. Demnach sei nicht nur die…

    mehr lesen: Mittelmaß bei der Digitalisierung

  • Bauteilschwingungen Vorhersagen

    Bauteilschwingungen Vorhersagen

    Bauteilschwingungen, die bei vielen Fertigungsverfahren entstehen, führen oftmals dazu, dass die Oberfläche des Werkstücks beschädigt wird. Darüber hinaus sind sie ein Grund für erhöhten Werkzeugverschleiß. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT…

    mehr lesen: Bauteilschwingungen Vorhersagen

  • Neue General-Managerin bei DXC

    Neue General-Managerin bei DXC

    Jacqueline Fechner ist neue General-Managerin für die DACH-Region bei DXC Technology und soll künftig die Geschicke des IT-Dienstleisters in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantworten.

    mehr lesen: Neue General-Managerin bei DXC

  • Chinesische Hackergruppen zielen auf Lieferketten ab

    Chinesische Hackergruppen zielen auf Lieferketten ab

    Ein Bericht von Venafi zeigt, dass chinesische Hacker-Gruppen gezielt Code Signing-Zertifikate für Angriffe auf Software Supply Chains einsetzen.

    mehr lesen: Chinesische Hackergruppen zielen auf Lieferketten ab

  • IFS ernennt Andreas Kempenich zum DACH-Geschäftsführer

    IFS ernennt Andreas Kempenich zum DACH-Geschäftsführer

    Mit der Ernennung von Andreas Kempenich zum neuen Geschäftsführer für die DACH-Region will der Business-Software-Anbieter IFS die Dynamik in DACH weiter ausbauen.

    mehr lesen: IFS ernennt Andreas Kempenich zum DACH-Geschäftsführer

  • Kooperation von Intranav und German Edge Cloud

    Kooperation von Intranav und German Edge Cloud

    Um Unternehmen verbesserte Ortungsanwendungen für industrielle Umgebungen zu ermöglichen, wollen German Edge Cloud und Intranav zukünftig zusammenarbeiten.

    mehr lesen: Kooperation von Intranav und German Edge Cloud

  • Maschinenexporte nähern sich Vorkrisenniveau

    Maschinenexporte nähern sich Vorkrisenniveau

    Die deutschen Maschinenbauer haben ihre Ausfuhren im dritten Quartal um 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Die höchsten Zuwächse verzeichneten dabei Textilmaschinen, Mikroelektronik und Landtechnik.

    mehr lesen: Maschinenexporte nähern sich Vorkrisenniveau