Im Januar waren wieder mehr Menschen in Kurzarbeit. In der Industrie ging die Zahl nach Schätzungen des Ifo-Instituts insgesamt jedoch zurück, wobei es je nach Branche unterschiedliche Entwicklungen gibt.

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Bild: © A_Bruno/Fotolia.com

Die Zahl der Kurzarbeiter ist nach Schätzungen des Ifo-Instituts im Januar um knapp 20 Prozent gestiegen. Demnach waren 2,6Mio. Menschen in Kurzarbeit, nach 2,2Mio. im Dezember. Das betraf damit im Januar 7,8 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, nach 6,6 Prozent im Dezember.

„Einsamer Spitzenreiter bei der Kurzarbeit blieben die vom Lockdown besonders hart getroffenen Hotels und Gaststätten mit 55,9 Prozent nach 54,1 Prozent der Beschäftigten oder 594.000 nach 574.000 Menschen“, sagt Ifo -Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. Im Handel stieg die Zahl um mehr als das Doppelte von 260.000 auf 556.000 Menschen, also von 5,7 Prozent auf 12,2 Prozent der Beschäftigten. In der Industrie hingegen ging die Kurzarbeit etwas zurück von 611.000 auf 598.000 Menschen, oder von 8,8 Prozent auf 8,6 Prozent der Beschäftigten. Jedoch entwickeln sich einzelne Industriebranchen unterschiedlich: Während das Ifo-Institut einen Rückgang der Kurzarbeit im Maschinenbau, bei Metallerzeugern und Herstellern von Metallerzeugnissen einen Rückgang beobachtet, ist sie bei den Autobauern gestiegen.

ifo Institut