Geschäftszahlen

Bosch hält Umsatzniveau, macht aber weniger Gewinn

Mit einem Umsatz von 77,9Mrd.€ bewegte sich die Bosch-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr auf dem Niveau des Vorjahres. Der Gewinn ging auf 3Mrd.€ zurück. Im Geschäftsjahr 2018 betrug dieser noch 5,3Mrd.€.
Die Bosch-Gruppe hat im Jahr 2019 das Umsatzniveau des Vorjahres gehalten. Nach vorläufigen Zahlen erzielte das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen im abgelaufenen Jahr einen Umsatz von 77,9Mrd.€. Die Erlöse liegen damit auf Vorjahresniveau, gaben wechselkursbereinigt jedoch um 1,1 Prozent nach.

Weniger Gewinn

Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) sank im abgelaufenen Geschäftsjahr, nach 5,3Mrd.€ im Vorjahr, auf rund 3Mrd.€. Somit liegt die EBIT-Rendite voraussichtlich bei knapp 4 Prozent vom Umsatz. Die rückläufige Automobilproduktion insbesondere in den wichtigen Märkten China und Indien, weiter gesunkene Diesel-Nachfrage bei Pkws, hohe Restrukturierungskosten vor allem in der Mobilitätssparte sowie steigende Vorleistungen für Zukunftsprojekte belasteten das Ergebnis, teilt das Unternehmen mit.

Mobility Solutions mit 47Mrd.€ Umsatz

Im umsatzstärksten Unternehmensbereich Mobility Solutions entwickelten sich die Erlöse besser als die weltweite Automobilproduktion. Der Umsatz lag mit 47Mrd.€ auf Vorjahresniveau. Nominal entspricht dies einem Rückgang von 0,1 Prozent, wechselkursbereinigt von 1,5 Prozent. Der Unternehmensbereich Industrial Technology erwirtschaftete einen Umsatz von 7,4Mrd.€. Dieser blieb mit einem Anstieg von 0,1 Prozent auf Vorjahresniveau trotz deutlichem Orderrückgang in der Maschinenbaubranche von mehr als vier Prozent. Der Zuwachs entspricht wechselkursbereinigt einem Minus von 1,2 Prozent. Der Unternehmensbereich Energy and Building Technology erzielte ein Wachstum von 1,5 Prozent und kam auf einen Umsatz von 5,6Mrd.€. Das Plus beträgt wechselkursbereinigt 0,8 Prozent. Der Unternehmensbereich Consumer Goods erreichte einen Umsatz von 17,8Mrd.€. Das ist ein Minus von 0,2 Prozent, wechselkursbereinigt von minus 0,6 Prozent. Die Geschäftsbereiche BSH Hausgeräte und Bosch Power Tools behaupteten sich in einem starken Wettbewerbsumfeld, dabei entwickelte sich Bosch Power Tools, nach Unternehmensangaben, überdurchschnittlich.

Umsatz in Europa auf Vorjahresniveau

Der Umsatz in Europa erreichte mit 41Mrd.€ das Vorjahresniveau. In Nordamerika stieg der Umsatz um 5,3 Prozent auf 13Mrd.€. Das ist wechselkursbereinigt ein Rückgang von 0,5 Prozent. In Südamerika stieg der Umsatz auf 1,4Mrd.€. Das ist ein Plus von 1,1 Prozent, wechselkursbereinigt von 5,3 Prozent. Im Asien-Pazifik entwickelte sich das Geschäft insgesamt rückläufig. Der Umsatz sank um 3,1 Prozent auf 22,5Mrd.€, wechselkursbereinigt um minus 4,5 Prozent. Die Umsatzentwicklung belastete insbesondere die Einbrüche in den Automobilmärkten China und Indien, wohingegen sich Japan und Südostasien positiv entwickelten. Zum Stichtag 31. Dezember beschäftigte die Bosch-Gruppe weltweit rund 403.000 Mitarbeiter. Die Anzahl an Beschäftigten reduzierte sich somit um 6.800 (1,7 Prozent).

Robert Bosch GmbH – Logistikzentrum