Den Energieverbrauch von GenAI-Entwicklung senken

Image of ecology icons and data processing over server room
Bild: vectorfusionart/stock.adobe.com

Generative KI verbraucht viel Strom. Etwa 1.287 Megawattstunden soll 2020 das Training des Sprachmodells GPT-3 laut Forschern von Google und der Universität Berkeley verschlungen haben. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von 380 deutschen Haushalten. Zwar stoßen die Modelle der meisten Unternehmen nicht in diese Dimensionen vor, doch die hohen Energiekosten und den ökologischen Fußabdruck von generativer KI können auch sie nicht ignorieren. Dell Technologies nennt Maßnahmen, um den Verbrauch und die Umweltauswirkungen zu reduzieren.

Right Sizing der KI-Modelle: Auch wenn der Einsatz sehr großer Modelle reizvoll erscheint, genügen für die meisten Unternehmen branchen- oder firmenspezifische Implementierungen, deren Energiebedarf deutlich geringer ist. Setzen Unternehmen zudem auf vortrainierte Modelle verringert dies den Trainingsaufwand und damit den Stromverbrauch zusätzlich.

Energieeffiziente Systeme: Heutige Server sind leistungsstärker und energieeffizienter als frühere Generationen. Dadurch werden nicht nur weniger Systeme für das Training der Modelle benötigt, sondern diese verbrauchen in Relation zu ihrer Leistung auch weniger Strom. Zudem lassen sie sich mit spezialisierten Komponenten ausstatten, die die aufwendigen KI-Berechnungen schneller und energieeffizienter durchführen als Standard-CPUs und -GPUs.

Optimale Auslastung: Schlecht ausgelastete Server gelten als die größten Energieverschwender im eigenen Rechenzentrum. Werden Höchstlasten in der Cloud oder per As-a-Service-Ansatz verarbeitet, zahlt dies auf die Auslastung der eigenen Infrastruktur ein.

Intelligentes Datenmanagement: Weil das Training von KI-Modellen viel Rechenleistung erfordert, liegt der Fokus von Optimierungen meist auf der GenAI-Entwicklung. Allerdings hat auch die Speicherung und Bereitstellung der Trainingsdaten einen Anteil am Energieverbrauch, da die Datenmengen üblicherweise sehr umfangreich sind. Neuere Storage-Systeme nutzen deshalb leistungsstarke Kompressions- und Deduplizierungsalgorithmen, um die Datenmengen zu reduzieren. Darüber hinaus verlagern sie die Trainingsdaten bei Bedarf automatisch auf schnelle Flash-Medien, die mehr IOPS pro Watt als Festplatten liefern, sodass sie die Daten schneller und energieeffizienter bereitstellen können.

Energieeffizienz durch Software: Viele Server bieten intelligente Stromsparmodi. Dell rät Unternehmen, diese tatsächlich zu nutzen und nicht aus Sorge um Leistungseinbußen abzuschalten. Die Energiesparmodi sorgen lediglich dafür, dass Komponenten bei geringer Systemlast ihre Leistung absenken oder in einen Ruhemodus wechseln können – sobald für das GenAI-Training die maximale Performance benötigt wird, starten sie. Weiteres Optimierungspotenzial steckt in Software für das Energiemanagement, die Leistung, Stromverbrauch und Kühleffizienz der Systeme erfasst und das Energie- und Wärmemanagement automatisiert.

Strom aus erneuerbaren Energiequellen: Eine weitere Maßnahme, ihren ökologischen Fußabdruck von GenAI und Rechenzentren zu reduzieren, ist der Umstieg auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Die meisten Stromanbieter bieten derartige Verträge an. Zusätzlich kann das auch das Dach des Rechenzentrums mit Photovoltaik bestückt werden.

„Generative KI kann Unternehmen helfen, ihre betriebliche Effizienz zu verbessern und nachhaltiger zu werden. Zugleich erhöhen GenAI-Anwendungen aber auch den Energieverbrauch im Rechenzentrum“, erläutert Christian Winterfeldt, Senior Director, Data Center Sales bei Dell Technologies in Deutschland. „Allerdings stehen Unternehmen dem nicht machtlos gegenüber und können die Entwicklung und den Einsatz von generativer KI durchaus umweltschonend gestalten.“



  • Algorithmen automatisiert trainieren

    Algorithmen automatisiert trainieren

    Durch künstliche Intelligenz (KI) können Maschinen Objekte erkennen. Dafür werden Algorithmen mit Bilddaten manuell trainiert. Das am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entstandene Start-up Kimoknow hat eine Technologie entwickelt, um…

    mehr lesen: Algorithmen automatisiert trainieren

  • Übungen als Schutz vor Cyberrisiken?

    Übungen als Schutz vor Cyberrisiken?

    Immer mehr IT-Abteilungen vertrauen auf Penetrationstests oder Bug-Bounty-Programme und simulieren Cyberattacken, um ihre Mitarbeiter zu sensibilisieren. Grund dafür ist der explosionsartige Anstieg von Cyberbedrohungen. 

    mehr lesen: Übungen als Schutz vor Cyberrisiken?

  • Stephan Klokow in Vorstand des Cluster IT Mitteldeutschland gewählt

    Stephan Klokow in Vorstand des Cluster IT Mitteldeutschland gewählt

    Stephan Klokow, Direktor DPI (Deep Packet Inspection) beim Rohde & Schwarz Tochterunternehmen Ipoque, wurde während der Mitgliederversammlung am 18. Mai 2020 in den Vorstand des Branchennetzwerks Cluster IT Mitteldeutschland e.V.…

    mehr lesen: Stephan Klokow in Vorstand des Cluster IT Mitteldeutschland gewählt

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Netzwerk-Firewall für interne Segmentierung

    Netzwerk-Firewall für interne Segmentierung

    Fortinet stellt mit der FortiGate 4200F eine leistungsstarke Netzwerk-Firewall vor. Diese basiert auf dem NP7, dem von Fortinet entwickelten Netzwerkprozessor der siebten Generation. Indem sie Networking mit Security verbindet, ermöglicht…

    mehr lesen: Netzwerk-Firewall für interne Segmentierung

  • Industrie rechnet weiter mit Rückgang der Produktion

    Industrie rechnet weiter mit Rückgang der Produktion

    Trotz eines Anstiegs im Vergleich zum Vormonat bleiben die Ifo-Produktionserwartungen im negativen Bereich. Die deutsche Industrieunternehmen erwarten somit einen weiteren Rückgang der Produktion.

    mehr lesen: Industrie rechnet weiter mit Rückgang der Produktion

  • Harald Rackel wird COO bei SSI Schäfer

    Harald Rackel wird COO bei SSI Schäfer

    Zum 1. Oktober hat die SSI Schäfer Gruppe die Position des Chief Operating Officer besetzt. Der Beirat der Unternehmensgruppe hat Harald Rackel in das Amt berufen.

    mehr lesen: Harald Rackel wird COO bei SSI Schäfer

  • Fusionen und Übernahmen 2019 stabil auf niedrigem Niveau

    Fusionen und Übernahmen 2019 stabil auf niedrigem Niveau

    Deutsche Unternehmen waren im Jahr 2019 an weniger Fusionen und Übernahmen beteiligt als im Vorjahr. Für die zweite Jahreshälfte ermittelte der ZEW-Zephyr M&A-Index sogar den tiefsten Stand seit Beginn der…

    mehr lesen: Fusionen und Übernahmen 2019 stabil auf niedrigem Niveau

  • Arbeitsmarktbarometer fängt sich auf niedrigem Niveau

    Arbeitsmarktbarometer fängt sich auf niedrigem Niveau

    Nach seinem Tiefststand im Vormonat, ist das IAB-Arbeitsmarktbarometer im Mai wieder leicht gestiegen.

    mehr lesen: Arbeitsmarktbarometer fängt sich auf niedrigem Niveau

  • Neuer Vertriebspartner nah am SAP-Markt

    Neuer Vertriebspartner nah am SAP-Markt

    Die Feinplanungsspezialistin Dualis GmbH IT Solution will mit einer neuen Vertriebspartnerschaft ihre Position im SAP-Umfeld stärken. Cpro IoT Connect vertreibt und implementiert künftig die APS-Lösung Ganttplan als Platinum-Partner.

    mehr lesen: Neuer Vertriebspartner nah am SAP-Markt

  • SAP kündigt Travel Management-Alternative auf S/4Hana an

    SAP kündigt Travel Management-Alternative auf S/4Hana an

    Reisekostenmanagement mit SAP-Software ist weiterhin On-Premise möglich. Nach dem Druck der SAP-Anwendervereinigung DSAG hat SAP angekündigt, die Lösung Travel Management auf die Hana-Plattform zu migrieren. Damit können Firmen den Wechsel…

    mehr lesen: SAP kündigt Travel Management-Alternative auf S/4Hana an

  • Riverbed ernennt Andreas Riepen zum Regional Vice President

    Riverbed ernennt Andreas Riepen zum Regional Vice President

    Andreas Riepen übernimmt die Position des Regional Vice President Sales für die DACH-Region beim IT-Unternehmen Riverbed.

    mehr lesen: Riverbed ernennt Andreas Riepen zum Regional Vice President