Herbstumfrage zu Lage und Erwartungen der Additive-Manufacturing-Branche

3D printer or additive manufacturing and robotic automation technology
Bild: ©xiaoliangge/stock.adobe.com

Die Additive-Manufacturing-Branche blickt laut einer aktuellen Umfrage des VDMA im Herbst etwas positiver auf ihre aktuelle Geschäftsentwicklung als noch vor einem Jahr.

„Die Ergebnisse der Herbstumfrage zeigen, dass sich die Lage vieler Unternehmen verbessert hat. Von einer grundlegenden Trendwende zu sprechen, wäre jedoch verfrüht. Die Unternehmen bewerten ihre aktuelle Situation vorsichtig, sehen aber weiterhin gute Perspektiven für die Entwicklung additiver Fertigung in den kommenden Jahren“, erklärt Dr. Markus Heering, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA. Die Arbeitsgemeinschaft vereint Hersteller und Anwender entlang der gesamten additiven Wertschöpfungskette. Die Mitgiedsunternehmen arbeiten mit verschiedenen additiven Fertigungsverfahren und unterschiedlichen Materialien und setzen diese für Serienprodukte, Prototypen, Montagehilfen und weitere Anwendungen ein.

Wie die Arbeitsgemeinschaft mitteilt, fällt die Geschäftsentwicklung der vergangenen zwölf Monate deutlich besser aus als in den Vorjahren. So berichten noch noch 15% der befragten Unternehmen von rückläufigen Umsätzen, während 64% eine positive Entwicklung verzeichnen. Zum Vergleich: Im Herbst 2025 meldeten noch 29% der Unternehmen rückläufige Umsätze, lediglich 45% berichteten von einem Wachstum.

Noch keine Aufbruchstimmung

Für die weitere Entwicklung des deutschen Additive-Manufacturing-Markts überwiegen in der VDMA-Befragung positive Erwartungen. Für die kommenden zwölf Monate rechnen 40% der Unternehmen mit einer zunehmenden Marktnachfrage, während 53% von einer stabilen Entwicklung ausgehen. Lediglich 6% erwarten einen Rückgang. Auch auf Sicht von zwei Jahren bleibt die Stimmung überwiegend positiv: 67% erwarten ein Marktwachstum, 28% gehen von einer stabilen Entwicklung aus. Im Vergleich zum Frühjahr haben sich die Erwartungen kaum verändert.

Stabile bis steigende Exporterwartungen

Zudem rechnen die Unternehmen überwiegend mit einem stabilen oder wachsenden Exportgeschäft. Für die kommenden zwölf Monate rechnen 52% mit steigenden Exportumsätzen, während 39% von einer unveränderten Entwicklung ausgehen. Auf Sicht von zwei Jahren erwarten 63% steigende Auslandsumsätze. Rückläufige Erwartungen äußert nach VDMA-Angaben eine kleine Minderheit der Befragten.

Die Europäische Union bleibt mit 73% der Nennungen der wichtigste Absatzmarkt. Daneben spielen die USA mit 71% weiterhin eine zentrale Rolle für das internationale Geschäft der Branche. Gleichzeitig gewinnen asiatische Märkte an Bedeutung. Besonders China wird deutlich häufiger als relevanter Exportmarkt genannt als in früheren Umfragen. Die Studienautoren betonen, dass der internationale Wettbewerb intensiv bleibt. Auffällig sei dabei vor allem die wachsende Bedeutung amerikanischer Wettbewerber.

Stabile Investitionen

Die Investitionspläne der Unternehmen bleiben stabil. Für die kommenden zwölf Monate planen 72% der Befragten unveränderte Investitionen in additive Fertigung. Weitere 22% rechnen mit steigenden Investitionen, während lediglich 7% ihre Ausgaben reduzieren wollen.

Seiten: 1 2



  • Advantech kooperiert mit Orbbec

    Advantech kooperiert mit Orbbec

    Advantech, ein Anbieter von industriellen Edge-AI-Plattformen, gibt die Zusammenarbeit mit Orbbec bekannt, einem Unternehmen im Bereich 3D-Vision-Technologie.

    mehr lesen: Advantech kooperiert mit Orbbec

  • Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Mehr Frauen und Jüngere kommen nach Deutschland

    Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Mehr Frauen und Jüngere kommen nach Deutschland

    Seit der Einführung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes (FEG) im Jahr 2020 ist der Anteil an Frauen und jüngeren Menschen unter den zu Erwerbszwecken aus Nicht-EU-Staaten Eingewanderten laut einer Studie des Instituts für…

    mehr lesen: Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Mehr Frauen und Jüngere kommen nach Deutschland

  • Inform holt Bernd Heinrichs und Holger Robioneck ins Management

    Inform holt Bernd Heinrichs und Holger Robioneck ins Management

    Inform, ein Spezialist für KI-gestützte Optimierung von Geschäftsprozessen, verstärkt sich mit zwei Managern.

    mehr lesen: Inform holt Bernd Heinrichs und Holger Robioneck ins Management

  • Siemens und ServiceNow kooperieren

    Siemens und ServiceNow kooperieren

    Siemens und ServiceNow haben eine neue Zusammenarbeit auf dem ServiceNow World Forum in München bekannt gegeben.

    mehr lesen: Siemens und ServiceNow kooperieren

  • Ausgaben für Cybersicherheit knacken 10-Milliarden-Euro-Marke

    Ausgaben für Cybersicherheit knacken 10-Milliarden-Euro-Marke

    Angesichts der Bedrohung durch Cyberangriffe investiert Deutschland verstärkt in IT-Sicherheit.

    mehr lesen: Ausgaben für Cybersicherheit knacken 10-Milliarden-Euro-Marke

  • Alexander Fischer wird neuer CFO von AMDT

    Alexander Fischer wird neuer CFO von AMDT

    AMDT (Auvesy-MDT), Anbieter für Versionierungs- und Change-Management in der automatisierten Produktion, hat Alexander Fischer zum Chief Financial Officer (CFO) und Member des Executive Board von AMDT ernannt.

    mehr lesen: Alexander Fischer wird neuer CFO von AMDT

  • Im PwC Maschinenbau-Barometer überwiegt der Pessimismus

    Im PwC Maschinenbau-Barometer überwiegt der Pessimismus

    Ob Konjunkturerwartung, Umsatzprognosen oder Kapazitätsauslastung – alle wichtigen Kennzahlen aus aktuellen Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland zeugen von einer weiteren Negativentwicklung der Branche.

    mehr lesen: Im PwC Maschinenbau-Barometer überwiegt der Pessimismus

  • Mindbreeze ist KI-Partner von Fabasoft Approve

    Mindbreeze ist KI-Partner von Fabasoft Approve

    Der Softwarehersteller Fabasoft Approve erweitert sein cloudbasiertes Dokumenten- und Qualitätsmanagementsystem (DMS/QMS) Approve um KI-Services von Mindbreeze.

    mehr lesen: Mindbreeze ist KI-Partner von Fabasoft Approve

  • Wirtschaft wünscht sich künstliche Intelligenz aus Deutschland

    Wirtschaft wünscht sich künstliche Intelligenz aus Deutschland

    Deutschlands Unternehmen wünschen sich mehr generative künstliche Intelligenz ‚made in Germany‘.

    mehr lesen: Wirtschaft wünscht sich künstliche Intelligenz aus Deutschland

  • Sicherheit, Effizienz und Nutzerkomfort per Klick verbessern

    Sicherheit, Effizienz und Nutzerkomfort per Klick verbessern

    Computerspiele wie etwa Grand Theft Auto V bestehen aus rund 10 bis 30 Millionen Zeilen Code.

    mehr lesen: Sicherheit, Effizienz und Nutzerkomfort per Klick verbessern

  • Millionen-Investment für UpNano

    Millionen-Investment für UpNano

    UpNano aus Wien gibt den Abschluss einer Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 7Mio.€ bekannt, die gemeinsam vom AWS Gründungsfonds – einem von der Republik Österreich unterstützten Risikokapitalfonds – Novacapital und IGO…

    mehr lesen: Millionen-Investment für UpNano

  • KI-Markt nähert sich bis 2027 der Billionen-Dollar-Marke

    KI-Markt nähert sich bis 2027 der Billionen-Dollar-Marke

    Der weltweite Markt für Hardware und Software im Bereich künstliche Intelligenz (KI) wird nach Schätzungen der Unternehmensberatung Bain & Company voraussichtlich zwischen 40 und 55 Prozent pro Jahr wachsen und…

    mehr lesen: KI-Markt nähert sich bis 2027 der Billionen-Dollar-Marke