Stimmung im Maschinenbau hellt sich auf

vdma
Bild: VDMA e.V.

Die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau hat sich im zweiten Quartal gegenüber dem Jahresstart wieder etwas aufgehellt. Rund 28% der Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage als sehr gut oder gut. Knapp ein Viertel der Firmen bezeichnet die Lage dagegen als schlecht oder sehr schlecht. Damit liegt der Saldo wieder leicht im positiven Bereich, nachdem er in der vorangegangenen Umfrage im März noch leicht negativ war. Die Aussichten haben sich jedoch nur marginal verbessert: Rund 25% der Unternehmen rechnen in den kommenden sechs Monaten mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage, 11% erwarten eine Verschlechterung. Die Mehrheit geht weiterhin von einer weitgehend unveränderten Lage aus.

Auch die Umsatzerwartungen zeigen noch keine klare Trendwende. Für das laufende Jahr sind sie trotz der etwas besseren Lageeinschätzung leicht gesunken, im Mittel gehen die Unternehmen aber weiterhin von einem moderaten nominalen Umsatzwachstum aus. Für 2027 fallen die Erwartungen etwas positiver aus, bleiben angesichts der hohen Unsicherheit jedoch breit gestreut über die Unternehmen.

Positiver Blick auf die USA

Die wichtigen Absatzmärkte werden weiterhin sehr unterschiedlich eingeschätzt. Unter den großen Märkten wird Nordamerika – und damit vor allem die USA – weiterhin am positivsten bewertet. Knapp 39% der Unternehmen berichten hier von einer guten oder sehr guten Geschäftslage. Der Absatzmarkt China wird hingegen ambivalent beurteilt. Es gibt sowohl einen beträchtlichen Anteil positiver (24%) als auch negativer (35%) Einschätzungen.

Der deutsche Binnenmarkt bleibt ein besonderer Schwachpunkt und das Schlusslicht unter den großen Absatzmärkten. Knapp 35% der Unternehmen bewerten die Geschäftslage in Deutschland als schlecht oder sehr schlecht, während nur knapp 20% von einer guten oder sehr guten Lage berichten. Bei den Erwartungen für die kommenden sechs Monate liegt der Saldo zwar leicht auf Seiten der Unternehmen, die mit einer Verbesserung rechnen. Der Großteil erwartet jedoch, dass die insgesamt durchwachsene Lage zunächst bestehen bleibt. Die EU zeigt sich dagegen als stabilerer Absatzmarkt, auch wenn von einer ausgeprägten Dynamik noch nicht gesprochen werden kann.

Unternehmen merken Auswirkungen auf die Lieferketten

Die Schließung der Straße von Hormus infolge des Krieges im Iran zeigt inzwischen auch Auswirkungen auf die Lieferketten des Maschinen- und Anlagenbaus. Besonders betroffen sind Vorprodukte aus den Bereichen Metalle, Kunststoffe und Chemie sowie Elektronikkomponenten. Die Unternehmen berichten teilweise von gravierenden oder merklichen Lieferengpässen. Bei Metallen sowie Kunststoff- und Gummiprodukten liegt der Anteil der betroffenen Unternehmen bei jeweils rund 10%. Deutlich spürbarer sind die Einschränkungen bei Elektronikkomponenten: Hier meldet gut jedes fünfte Unternehmen merkliche oder gravierende Engpässe.

Beschäftigungssituation und Kapazitätsauslastung bleiben angespannt

Die Personalsituation in den Unternehmen bleibt aufgrund der wirtschaftlichen Schwächephase sowie der demografischen Entwicklung schwierig. Weiterhin wollen mehr Unternehmen ihre Stammbelegschaft ab- als aufbauen, und es werden weniger offene Stellen erwartet. Die Kapazitätsauslastung hat sich im zweiten Quartal leicht verbessert, bleibt aber ebenfalls schwach. Der Anteil der Unternehmen mit einer Auslastung von weniger als 70% ist leicht auf rund 17% gesunken. Etwa 32% der Unternehmen berichten von einer Auslastung zwischen 80 und 90%.

Seiten: 1 2



  • Simulation Day in München

    Simulation Day in München

    Welche Am 24. September 2020 lädt Machineering Interessenten zum 4. Simulation Day nach München ein. Vor Ort lernen die Teilnehmer die Vorteile und Einsatzmöglichkeiten der Simulationssoftware industrialPhysics kennen.

    mehr lesen: Simulation Day in München

  • Mait übernimmt IT-On.Net Süd

    Mait übernimmt IT-On.Net Süd

    Die Mait-Gruppe übernimmt das baden-württembergische IT-Systemhaus IT-On.NET Süd. Mit dem Erwerb will die Unternehmensgruppe ihr IT-Geschäftsfeld ausbauen.

    mehr lesen: Mait übernimmt IT-On.Net Süd

  • EDAG baut Standort in Ingolstadt aus

    EDAG baut Standort in Ingolstadt aus

    Software- und Digitalisierungs-Hub EDAG baut Standort in Ingolstadt aus Der EDAG-Standort Ingolstadt soll zum ganzheitlichen Entwicklungszentrum und zu einem Software- und Digitalisierungs-Hub ausgebaut werden. Dazu wird der Standort auf über…

    mehr lesen: EDAG baut Standort in Ingolstadt aus

  • IAB-Arbeistmarktbarometer legt weiter zu

    IAB-Arbeistmarktbarometer legt weiter zu

    Nach dem durch die Corona-Krise verursachten Rückgang im April, entwickelt sich das IAB-Arbeitsmarktbarometer weiterhin positiv. Im Juli legte der Frühindikator 3,1 Punkte zu.

    mehr lesen: IAB-Arbeistmarktbarometer legt weiter zu

  • Die Stimmung bessert sich

    Die Stimmung bessert sich

    Zum dritten Mal in Folge ist der Ifo-Geschäftsklimaindex gestiegen: Nach 86,3 Punkten im Juni auf 90,5 Punkte im Juli.

    mehr lesen: Die Stimmung bessert sich

  • Energieeffizient lernen

    Energieeffizient lernen

    Ein Forschungsteam an der Technischen Universität Graz hat die KI-Lernmethode E-prop entwickelt, mit der Hardware-Implementierungen von künstlicher Intelligenz energieeffizienter gestaltet werden können.

    mehr lesen: Energieeffizient lernen

  • Positive Aussichten für die SPS 2020

    Positive Aussichten für die SPS 2020

    Die Bayerische Staatsregierung hat das Schutz- und Hygienekonzept für Messen in Bayern verabschiedet. Somit soll die SPS 2020 zum geplanten Zeitpunkt vom 24. bis 26. Oktober in Nürnberg stattfinden, wie…

    mehr lesen: Positive Aussichten für die SPS 2020

  • Erfolgsfaktor Künstliche Intelligenz

    Erfolgsfaktor Künstliche Intelligenz

    Laut einer Studie von Deloitte, sieht die große Mehrheit der in Deutschland befragten KI-Experten, die Technologie als einen wesentlichen Erfolgsfaktor für das eigene Unternehmen.

    mehr lesen: Erfolgsfaktor Künstliche Intelligenz

  • Judith Wiese wird Siemens-Personalchefin

    Judith Wiese wird Siemens-Personalchefin

    Ab 1. Oktober ist Judith Wiese für die Bereiche Human Resources und Global Business Services bei der Siemens AG zuständig.

    mehr lesen: Judith Wiese wird Siemens-Personalchefin

  • Leistungsstarkes KI-System am KIT installiert

    Leistungsstarkes KI-System am KIT installiert

    Als ein Werkzeug der Spitzenforschung ist künstliche Intelligenz (KI) heute unentbehrlich. Für einen erfolgreichen Einsatz – ob in der Energieforschung oder bei der Entwicklung neuer Materialien – wird dabei neben…

    mehr lesen: Leistungsstarkes KI-System am KIT installiert

  • Am Anfang steht das Ziel

    Am Anfang steht das Ziel

    Bei Digitalisierungsprojekten in Fertigungsunternehmen ist die Herangehensweise entscheidend. Der MES-Anbieter Industrie Informatik gibt sieben Tipps für Digiatlisierungsprojekte.

    mehr lesen: Am Anfang steht das Ziel

  • TeamViewer übernimmt Ubimax

    TeamViewer übernimmt Ubimax

    Mit Ubimax übernimmt TeamViewer einen Anbieter von Wearable-Computing-Technologien und Augmented-Reality(AR)-Lösungen. Durch der Akquise will das Göppinger Unternehmen sein Portfolio im Großkundensegment erweitern.

    mehr lesen: TeamViewer übernimmt Ubimax