
Um die Fertigung von sogenannten Schlüsseltechnologien für die globale Energiewende und KI-Rechenzentren auszubauen, investiert Siemens 300 Millionen Euro. Mit dieser strategischen Investition reagiert das Unternehmen eigenen Angaben zufolge auf eine massiv steigende Nachfrage.
Die Investition umfasst ein neues Zulieferwerk in Offenbach sowie den Ausbau der beiden bestehenden Werke in Frankfurt am Main. Die Baumaßnahmen sollen im Juli 2026 beginnen, die Produktion im neuen Werk 2027. Bis 2030 will der Technologiekonzern dadurch 700 neue Arbeitsplätze schaffen.
Wie Siemens weiter mitteilt, konnte der Bereich Siemens Smart Infrastructure im Geschäft mit Rechenzentren im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Rekord-Auftragswert von 1,9Mrd.€ verbuchen. Auch der Umsatz mit diesen Technologien hat sich im ersten Halbjahr 2026 um mehr als 45% auf 1,8Mrd.€ gesteigert.
Am Standort Frankfurt produziert Siemens seit mehr als 40 Jahren elektrische Schaltanlagen, die Strom in Fabriken oder Rechenzentren verteilen und regulieren. Diese Systeme werden weltweit vermehrt nachgefragt, was laut Siemens durch den Aufbau von E-Mobilität und Rechenzentren, die steigende Elektrifizierung von Fabriken und den Ausbau der Technologieindustrie getrieben wird. Besonders die rasante Verbreitung von künstlicher Intelligenz beschleunige Investitionen in die Infrastruktur von Rechenzentren und treibe die Nachfrage nach effizienten Energieverteilungstechnologien an.
„Mit dieser Investition stärken wir unsere Führungsrolle bei Technologien, die das Rückgrat der Industrien von morgen bilden“, sagt Roland Busch, Vorstandsvorsitzender von Siemens. „Ob Rechenzentren, Elektromobilität oder industrielle Automatisierung – die Nachfrage nach intelligenter Elektrifizierung wächst weltweit. Um diese zu bedienen, bauen wir einen Standort aus, der schon heute für außergewöhnliche Flexibilität und höchste Variantenvielfalt steht. Denn Wettbewerbsfähigkeit entsteht dort, wo Technologie, Knowhow und die Erfahrung der Menschen zusammenkommen, um für Kunden die besten Lösungen zu liefern. Genau das macht diesen Standort stark – und ist der Grund, warum wir weiter hier investieren.“
„Der Markt für Data Center boomt weltweit mit Wachstumsraten weit über zehn Prozent“, sagt Peter Körte, CEO Siemens Smart Infrastructure. „Die nächste Generation von Rechenzentren entsteht gerade. KI-Fabriken, die nur eines produzieren: Intelligenz. Industrielle Großanlagen mit einem riesigen Strombedarf. Dazu brauchen wir Schaltanlagen der nächsten Generation. Das technische Herzstück für die künftigen Superhirne der Industrie. Und die bauen wir hier in Frankfurt.“








































