Python-Anwendungen lizenzieren und schützen

307110 CROP 307110 437076
Bild: ©Koto Amatsukami/stock.adobe.com

Inzwischen wird künstliche Intelligenz sowohl privat als auch in Unternehmen eingesetzt. Allseits beliebt ist beispielsweise ChatGPT. Zu weiteren Anwendungsfällen von KI zählen Sprachassistenzen, die Steuerung von Prozessen in der Fertigung, autonom fahrende Autos, der Einsatz in der Finanzwirtschaft und der Medizin. In der Medizin werden Algorithmen zum Erkennen von Krankheiten anhand von CT-Scans eingesetzt. In der Industrie wird Bilderkennung zur Qualitätssicherung verwendet. Soll KI jedoch für Geschäftstätigkeiten eingesetzt werden, gilt es den Security-Gedanken nicht zu vernachlässigen. Zu den häufigen Problemen dabei zählen, dass sensible Daten abgegriffen oder KI-Modelle gestohlen werden oder der Softwarecode analysiert wird (Reverse Engineering). Ebenfalls besteht die Gefahr der Datenmanipulation, was ganz allgemein zu falschen Ergebnissen oder in der Medizin zu falschen Klassifizierungen führen kann.

Python besonders beliebt

Besonders verbreitet ist die Programmiersprache Python, um Anwendungen für künstliche Intelligenz und Machine Learning (ML) zu schreiben. Einer der Charakteristiken von Python-Programmen ist, dass sie offen und lesbar im Quellcode vorliegen. Das ist ein Angriffspunkt, um mögliche Schwachstellen zu finden und eventuell Know-how abzugreifen. Angreifer können die Software analysieren, kopieren oder manipulieren, um sie nachzubauen oder Schadfunktionen für Sabotage- oder Spionagezwecke in die Software einzubauen. Ebenso können Angreifer auf gelernte Datenmodelle zugreifen, ohne selbst Aufwand in Datenerfassung, Aufbereitung und Training zu stecken.

AxProtector Python

Das Modul AxProtector Python der CodeMeter Protection Suite verschlüsselt automatisch Python-Anwendungen, ohne dass der Quellcode angepasst werden muss. Python 3 und CodeMeter 7.30 sind die Mindestvoraussetzungen, um AxProtector Python einzusetzen. Ein Vorkompilierung ist für die Verschlüselung nicht nötig, es wird kein nativer Code erzeugt. Die Plattformunabhängigkeit der geschützten Anwendung bleibt somit erhalten, etwa auf den Plattformen Windows, Linux und macOS. Zur Funktionsweise der CodeMeter-Technologie gehört es, nur den gerade benötigten Teil während der Laufzeit zu entschlüsseln. Auch gelernte Datenmodelle können etwa als H5-Dateien verschlüsselt werden.

Die CodeMeter-Produkte stehen in verschiedenen Bauformen als Schlüsselspeicher zur Verfügung.
Die CodeMeter-Produkte stehen in verschiedenen Bauformen als Schlüsselspeicher zur Verfügung. – Bild: Wibu-Systems AG

Diverse Varianten zur Auswahl

Abhängig von den Programmiersprachen und den Zielsystemen gibt es verschiedene Varianten des Verschlüsselungstools: Zusätzlich zum AxProtector Python gibt es das Programm für Windows, Linux, macOS, Java, JavaScript, .NET und Android. Anwender können sich für den Erwerb eines AxProtector-Typs entscheiden und später zusätzliche Funktionen dazukaufen, wie Modular Licensing, IP Protection, CodeMoving oder File Encryption. Beim Modular Licensing werden einzelne Methoden individuell lizenziert. So können Hersteller einzelne Funktionen ihrer Software an ihre Kunden verkaufen. IP Protection bedeutet, dass der Schlüssel zur Entschlüsselung in der Anwendung versteckt wird und die Verschlüsselung nicht an eine CodeMeter-Lizenz gebunden ist, was besonders gut für Freemium-Lizenzmodelle geeignet ist. Beim CodeMoving wird der Maschinencode direkt im CmDongle oder im CmCloudContainer ausgeführt, was für ein höheres Schutzniveau sorgt. Und mit File Encryption werden beliebige digitale Daten geschützt, eben auch KI-Modelle.

Die Suite des Herstellers

Das Modul ist Teil der weitreichenderen CodeMeter Protection Suite von Wibu-Systems. Diese enthält verschiedene Verschlüsselungstools, um Software komplett oder teilweise automatisch verschlüsseln oder lizenzieren zu können. Die Kunden des Herstellers, also die Anwender, kaufen die geschützte Software und die dazugehörigen Lizenzschlüssel. Ist das Geschäftsmodell des Herstellers auf weitere Softwareverkäufe ausgelegt, werden dafür benötigten Lizenzschlüssel mit ausgeliefert. Die Nutzungsrechte der Anwender werden im Lizenzschlüssel gespeichert. Diese Lizenzschüssel befinden sich im Speicher der Schutzhardware CmDongle, der softwarebasierten Aktivierungsdatei CmActLicense oder im CmCloudContainer für den Einsatz in der Cloud.

Seit 35 Jahren am Markt

Seit 35 Jahren ist das Karlsruher Unternehmen Wibu-Systems als Hersteller von Produkten zu Softwareschutz, Lizenzierung und Security auf dem Markt. Hersteller von Software und Geräten mit Software-Komponenten können mit den Produkten ihre Software und Datendateien – also ihr geistiges Eigentum – schützen. Ebenfalls können die Unternehmen ihre Softwarefunktionen lizenzieren. Anfangs konnten die Hersteller ihre Standardsoftware mit CodeMeter schützen und seit langem auch die Software mit industriellen Anforderungen. Die Schutzhardware CmDongle wurde so erweitert, dass sie auch in Industrieumgebungen eingesetzt werden kann. Zudem lassen sich damit automatisiert ablaufende zeit-, nutzungs- oder funktionsbasierte Lizenzmodelle realisieren, die als Einzelplatz- oder Netzwerklizenz (Floating-Lizenzen) laufen.

Programmiertrend Python

Da immer mehr KI- und ML-Anwendungen auf den Markt kommen werden, wird Python häufiger von Entwicklern eingesetzt werden. Weil Python-Anwendungen besonders schutzbedürftig sind, werden sich Hersteller mit den Themen Softwareschutz und Lizenzierung befassen, um Angreifer abwehren zu können und um ihre Lizenzierung zu organisieren und abzusichern. Bei diesen Aufgaben unterstützt die CodeMeter-Technologie von Wibu-Systems.



  • Aus Auvesy und MDT Software wird Auvesy-MDT

    Aus Auvesy und MDT Software wird Auvesy-MDT

    Auvesy und MDT Software schließen sich zur Auvesy-MDT zusammen und wollen künftig unter der neuen Marke Softwarelösungen für die industrielle Automatisierung anbieten.

    mehr lesen: Aus Auvesy und MDT Software wird Auvesy-MDT

  • Spielerisch zu mehr MES-Knowhow

    Spielerisch zu mehr MES-Knowhow

    Was ist eigentlich eine Smart Factory? Dieser Frage nähert sich die MPDV-Gruppe spielerisch und hat dafür die App MyFactoryMania auf den Markt gebracht.

    mehr lesen: Spielerisch zu mehr MES-Knowhow

  • Fellowmind übernimmt ERP-Spezialisten Applabs

    Fellowmind übernimmt ERP-Spezialisten Applabs

    Der Microsoft Gold-Partner Fellowmind treibt seine Wachstumsstrategie weiter voran und hat mit Applabs ein drittes deutsches Unternehmen übernommen.

    mehr lesen: Fellowmind übernimmt ERP-Spezialisten Applabs

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • NTI Kailer eröffnet Standort in Burgau

    NTI Kailer eröffnet Standort in Burgau

    NTI Kailer expandiert mit einem weiterem Standort im Burgau (Bayern). Insgesamt verfügt das Unternehmen somit über 11 Niederlassungen in Deutschland.

    mehr lesen: NTI Kailer eröffnet Standort in Burgau

  • Gesellschaftlichen Problemen mit technischem Fortschritt entgegentreten

    Gesellschaftlichen Problemen mit technischem Fortschritt entgegentreten

    Technologien können die Welt verbessern und beispielsweise bei der Bewältigung des Klimawandels helfen. Das geht aus dem Bosch Tech Compass hervor.

    mehr lesen: Gesellschaftlichen Problemen mit technischem Fortschritt entgegentreten

  • Stefan Reuss verstärkt Managementteam der Würth Industrie Service

    Stefan Reuss verstärkt Managementteam der Würth Industrie Service

    Die Würth Industrie Service erweitert ihre Geschäftsführung. Stefan Reuss zeichnet seit Jahresbeginn für den Bereich IT und Digital Solutions verantwortlich.

    mehr lesen: Stefan Reuss verstärkt Managementteam der Würth Industrie Service

  • FIS-Geschäftsführung ordnet sich neu

    FIS-Geschäftsführung ordnet sich neu

    Nachdem Wolfgang Ebner und Frank Schöngarth in diesem Jahr ihren Ruhestand antreten, hat sich die FIS-Geschäftsleitung neu geordnet. Die Nachfolge der scheidenden Geschäftsführer treten Dieter Ball und Dirk Schneider an.

    mehr lesen: FIS-Geschäftsführung ordnet sich neu

  • IAB-Barometer deutet auf leicht steigende Arbeitslosigkeit hin

    IAB-Barometer deutet auf leicht steigende Arbeitslosigkeit hin

    Zum Jahresende hat das IAB-Arbeitsmarktbarometer den stärksten Rückgang seit April 2020 verzeichnet. Dabei gingen sowohl die Arbeitslosigkeits- wie auch die Beschäftigungskomponente zurück. Insgesamt bleibt der Frühindikator jedoch noch im positiven…

    mehr lesen: IAB-Barometer deutet auf leicht steigende Arbeitslosigkeit hin

  • Zusammenarbeit für das Quanteninternet

    Zusammenarbeit für das Quanteninternet

    Die Fraunhofer-Gesellschaft und das niederländische Forschungszentrum QuTech schließen sich in den Bereichen Quantenkommunikation und Quanteninformationsnetzwerke zusammen. Vertreter beider Institutionen haben dazu ein Memorandum of Understanding unterzeichnet.

    mehr lesen: Zusammenarbeit für das Quanteninternet

  • Hohe Erwartungen an die Blockchain

    Hohe Erwartungen an die Blockchain

    Die Blockhain soll Unternehmen u.a. neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Laut einer Bitkom-Befragung kommt die Technologie bisher aber nur selten zum Einsatz.

    mehr lesen: Hohe Erwartungen an die Blockchain

  • Liliana Scheck leitet Teradata Schweiz

    Liliana Scheck leitet Teradata Schweiz

    Teradata Schweiz setzt Liliana Scheck als neue Country Managerin ein. Wie das Unternehmen mitteilt, soll ihr Fokus auf mehr Partnerschaften und Cloud-Innovationen liegen.

    mehr lesen: Liliana Scheck leitet Teradata Schweiz