Eine kurze Geschichte der Industrie-PCs

banner 1500x1000NOLOGO
Bild: Compmall GmbH

Industrielle PCs bilden das Fundament Automatisierung, Produktionseffizienz und Transformation. Sie sind für Zuverlässigkeit und Langlebigkeit gebaut und überdauern handelsübliche Computer, werden unterschiedlichen Anwendungsanforderungen gerecht trotzen rauen Industrieumgebungen in verschiedenen Branchen. Da das IoT und Edge-Computing zunehmend an Bedeutung gewinnen, erweitert sich der Anwendungsbereich für industrielle PCs. Sie sind nicht mehr nur auf traditionelle Fabriken beschränkt, sondern treiben Anwendungen in Bereichen wie Transport, Energie oder Gesundheitswesen voran. Dabei durchlieIndustrie-PCs einen Entwicklungsprozess.

Die ersten Industrie PCs

In den Anfängen basierten industrielle Anwendungen auf handelsüblichen Computern. Mit dem Aufschwung der industriellen Automatisierung wurden die Aufgaben komplexer, und immer mehr Aufgaben in rauen Umgebungen wurden von Computern statt von Menschen ausgeführt. Handelsübliche Computer konnten hierbei nicht mithalten. 1984 erkannte IBM diese Chance und brachte den allerersten Computer auf den Markt, der als Industrie-PC bezeichnet wurde, den 5531 – eine neue Computerkategorie entstand. Diese frühen Industrie-PCs wurden hauptsächlich zur Überwachung von Maschinen und Anlagen in der Fabrikproduktion und in Fertigungsprozessen eingesetzt. Das Hardware-Design war relativ einfach und konzentrierte sich auf die Verbesserung der Langlebigkeit und Stabilität. Für langfristige Stabilität und Zuverlässigkeit setzten diese frühen Industrie-PCs auf stromsparende, hochbelastbare Komponenten und ein lüfterloses Design, um Schäden an den internen Bauteilen durch Staub und Partikel zu vermeiden.

Technologische Fortschritte und das IoT

Leistungsmanagement, Kühltechnologie und Fortschritte in der Skalierbarkeit, kombiniert mit der rasanten Entwicklung des IoT, waren die treibenden Kräfte hinter der nächsten Entwicklungsstufe von Industrie-PCs. Das Design von Industrie-PCs geht heute weit über reine Langlebigkeit hinaus; es integriert mehr Funktionalität und Flexibilität, wodurch der Industrie-PC zum Kernstück wird, das alle anderen Teile des Anwendungssystems miteinander verbindet. Über eine Vielzahl von I/O-Schnittstellen können Industrie-PCs mit anderen physischen Geräten zur Datenerfassung und -analyse verbunden werden. Durch Erweiterungskarten in Mini-PCIe-Steckplätzen können SIM-Karten, drahtlose Kommunikation und Satellitenortung hinzugefügt werden, was die Datenübertragung zum Kontrollzentrum oder in die Cloud ermöglicht sowie Fernüberwachung. Der Anwendungsmarkt hat sich von der Fertigung auf Bereiche wie Energiemanagement, Umweltüberwachung, Smart Cities, Transport und andere Felder ausgeweitet.

Der Einfluss von KI

Mit dem Aufkommen von KI und ihrer Integration in Edge-Computing ändert sich die Rolle von Industrie-PCs erneut. Heutige Industrie-PCs sind nicht mehr nur passive Datensammler, sondern aktive Teilnehmer. Sie sammeln Daten, analysieren sie, treffen Entscheidungen und führen Prozesse aus. Der Einsatz dieser neuen Technologien erfordert leistungsfähigere Industrie-PCs.

Die Eigenschaften von Industrie-PCs

Industrie-PCs werden in verschiedenen industriellen Anwendungen eingesetzt und verfügen über Merkmale, die es ihnen ermöglichen, rauen Umweltbedingungen zu trotzen und eine Vielzahl komplexer Anwendungsanforderungen zu erfüllen.

  • Industrietaugliche Materialien: Industrie-PCs bestehen aus hochzuverlässigen Materialien, die Haltbarkeit und Langzeitbetrieb ermöglichen. Mit robustem Design können sie extremen Installationsumgebungen standhalten – dazu gehören etwa ein lüfterloses Design, eine einteilige Metallstruktur, ein weiter Temperaturbereich, breite Spannungsunterstützung, Staubschutz, Wasserdichtigkeit und Stoßfestigkeit.
  • Zuverlässig und anpassungsfähig: Internationale Standards und Branchenzertifizierungen von Drittanbietern sorgen für Zuverlässigkeit und Anpassungsfähigkeit eines Industrie-PCs. Es gibt auch branchenspezifische Zertifizierungen für Industrien mit speziellen Anwendungsanforderungen, wie z.B. für die Eisenbahn, Fahrzeuge und maritime Anwendungen.
  • Auf Anfrage anpassbar: Komplexe Industrien benötigen hochflexible Industrie-PCs, um die erforderliche Konfigurierung für branchenspezifische und Altanlagen zu ermöglichen. Dafür bietet sich ein modulares Design an, um die Hardware schnell auf die spezifischen Anforderungen zu konfigurieren.
  • Langfristige Versorgung: Eine langfristige und stabile Lieferkette ist ein wichtiger Faktor in der Industrie-PC-Branche. Aufgrund der langen Lebensdauer von Maschinen und Geräten muss der installierte Industrie-PC eine lange Lebensdauer aufweisen, die in der Regel zehn bis 15 Jahre erreicht.

Der IPC-Anbieter Cincoze bietet vier Produktlinien, 16 Serien und mehr als 500 Produktmodelle und stellt damit ein breites Sortiment an industriellen PCs bereit.



  • Verfassungsschutz warnt vor Winnti

    Verfassungsschutz warnt vor Winnti

    Der Verfassungsschutz hat kürzlich eine Warnung vor Hackerangriffen der chinesischen Gruppierung Winnti herausgegeben. Bereits Mitte des Jahres sind deutsche Unternehmen Opfer von Angriffen geworden, die Winnti zugeschrieben werden konnten.

    mehr lesen: Verfassungsschutz warnt vor Winnti

  • Hochschule des Bundes bildet Cybersecurity-Experten aus

    Hochschule des Bundes bildet Cybersecurity-Experten aus

    Ein neuer Studiengang an der Hochschule des Bundes richtet sein Augenmerk ab dem nächsten Wintersemester auf die Cybersicherheit.

    mehr lesen: Hochschule des Bundes bildet Cybersecurity-Experten aus

  • MHP Solutions erwirbt Transdata, Panda Products und AZ

    MHP Solutions erwirbt Transdata, Panda Products und AZ

    Mit drei Firmenkäufen stehen die Zeichen bei der MHP Solution Group mit Hauptsitz in Neustadt am Rübenberge bei Hannover weiter auf Wachstum. Die Unternehmen Transdata, Panda Products und AZ erweitern…

    mehr lesen: MHP Solutions erwirbt Transdata, Panda Products und AZ

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Joint Venture von Porsche, MHP und Munich Re

    Joint Venture von Porsche, MHP und Munich Re

    Die Entwicklung neuer Konzepte, um die Wirtschaftlichkeit kleiner Produktionsvolumen zu verbessern, ist das Ziel eines Joint Ventures von Porsche, MHP und der Munic Re.

    mehr lesen: Joint Venture von Porsche, MHP und Munich Re

  • Jürgen Gut übernimmt alle Anteile an der IT-On.Net Süd

    Jürgen Gut übernimmt alle Anteile an der IT-On.Net Süd

    Die Nachfolge ist geregelt: Jürgen Gut übernimmt alle Geschäftsanteile der IT-On.NET Süd in Hüfingen. Zudem bleiben Karsten Agten und Manfred Haußmann Geschäftsführer der IT-On.Net GmbH.

    mehr lesen: Jürgen Gut übernimmt alle Anteile an der IT-On.Net Süd

  • Stabile Prognose zum Jahresende

    Stabile Prognose zum Jahresende

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer hat sich im Dezember auf seinem Vormonatswert behauptet. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) lag bei 102 Punkten, was eine weiterhin gute Arbeitsmarktentwicklung signalisiert.

    mehr lesen: Stabile Prognose zum Jahresende

  • Neue Personalchefin bei Microsoft Deutschland

    Neue Personalchefin bei Microsoft Deutschland

    Seit dem 1. Januar ist Claudia Hartwich neue Personalchefin bei Microsoft Deutschland.

    mehr lesen: Neue Personalchefin bei Microsoft Deutschland

  • Neuer IFR-Präsident

    Neuer IFR-Präsident

    Der Robotikverband IFR hat Steven Wyatt, ABB (m.) zum neuen Präsidenten gewählt. Er folgt auf Junji Tsuda, Yaskawa (l.), der seit Dezember 2017 in der Funktion tätig war.

    mehr lesen: Neuer IFR-Präsident

  • Lage im Maschinenbau bleibt angespannt

    Lage im Maschinenbau bleibt angespannt

    Die Umsatzerwartungen sowie die Auslastung im Maschinenbau erreichen im aktuellen Maschinenbau-Barometer der Beratungsgesellschaft PwC einen neuen Tiefststand.

    mehr lesen: Lage im Maschinenbau bleibt angespannt

  • Unterstützung bei Normung und Standardisierung

    Unterstützung bei Normung und Standardisierung

    Das Bundeswirtschaftsministerium hat das Technologieförderprogramm Wipano bis 2023 verlängert. Zudem gibt es einen neuen Förderschwerpunkt.

    mehr lesen: Unterstützung bei Normung und Standardisierung

  • Unternehmen sehen sich als Digitalisierungs-Nachzügler

    Unternehmen sehen sich als Digitalisierungs-Nachzügler

    Deutsche Unternehmen sehen sich in Sachen Digitalisierung oft noch als Nachzügler. Wie der Digitalverband Bitkom ermittelt hat, zeigen sich dabei – je nach Unternehmensgröße – deutliche Unterschiede.

    mehr lesen: Unternehmen sehen sich als Digitalisierungs-Nachzügler