Security-Schwachstellen in der Industrie: Warum Backups unverzichtbar sind

340541 Impression1 AMDT 1
Bild: ©Gorodenkoff/stock.adobe.com

Um die Netzwerk- und Informationssicherheit in Deutschland zu verbessern, hat die Europäische Union (EU) die NIS-2-Richtlinie ins Leben gerufen. Durch diese sind deutlich mehr Akteure dazu verpflichtet nachweislich höhere Sicherheitsstandards zu etablieren – Schätzungen gehen hier von ca. 30.000 Unternehmen aus. Insbesondere Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe schließt die Regelung mit ein. (siehe Kasten). Die EU macht damit deutlich, wie wichtig die Resilienz der Produktion und deren Lieferketten als Teil der kritischen Infrastruktur ist. In der Realität lassen es viele Industrieunternehmen allerdings an den Grundlagen, sprich dem Erstellen von wiederherstellbaren Backups, vermissen. Dabei sind Datensicherungen die Grundvoraussetzung dafür, betriebliche Abläufe nach einem disruptiven Ereignis, wie etwa einem Cyberangriff, schnellstmöglich wiederherzustellen.

Einfallstor: Operational Technology

Als Eintrittstor für Hackerangriffe dienen häufig OT-Komponenten, die für die Steuerung und Überwachung von Maschinen zuständig sind. Während IT-Systeme oft durch standardisierte Backup-Systeme geschützt werden, wurden OT-Sicherheitssysteme in diesem Bereich lange Zeit vernachlässigt. Die Konsequenz: Schwachstellen können beispielsweise mit Hilfe legaler Suchmaschinen ausfindig gemacht und Produktionsanlagen so mit einfachsten Mitteln angegriffen werden.

Zero Trust: vertraue niemandem

Mit dem Sicherheitsmodell Zero Trust hat sich ein Paradigmenwechsel in der Informationstechnologie vollzogen. Es basiert auf dem Prinzip, zunächst keiner IT-Einheit zu vertrauen. Jeder Benutzer, jedes Gerät und jede Netzwerktransaktion wird unabhängig von ihrem Standort als potenziell gefährlich betrachtet. Deswegen sollte auch jede Anfrage, egal, ob sie von außen oder innen erfolgt, vor dem Zugriff verifiziert werden. Der Zero Trust-Ansatz berücksichtigt nicht nur die IT-Ressourcen, sondern auch die komplette Industrieanlage und gleichzeitig die gesamte OT-Landschaft. Auch wenn dieses Sicherheitsmodell kein fest umrissener oder normierter Industriestandard ist, stellt es einen proaktiven Ansatz zur Vermeidung von Cyberattacken dar.

340541 Impression3 AMDT 1
Octoplant von AMDT überwacht und verwaltet Assets, Geräte und Dokumente. – Bild: ©Gorodenkoff/stock.adobe.com

Den Überblick in komplexen IT/OT-Umgebungen behalten

Um der heterogenen und komplexen IT/OT-Umgebung Herr zu werden, ist ein herstellerunabhängiges Anlagenmanagement Grundvoruassetzung. Eine Backup- und Versionierungsoftware wie etwa das Tool Octoplant von AMDT ermöglicht beispielsweise die Überwachung der gesamten Produktion. Mit dem System können Unternehmen alle Assets, Geräte und Dokumente zentral verwalten. Die Produktionsdaten bleiben sicher am Standort, während über die Metadaten ein zentraler Überblick über den Status der Produktionsanlagen eingerichtet werden kann. Ergänzt wird sie durch eine Cybersicherheitsstrategie, die alle Phasen eines möglichen Angriffs berücksichtigt: Prävention, Erkennung von unautorisierten Änderungen sowie Schadensminimierung durch schnelle Wiederherstellung im Schadensfall.



  • Geschäftsmodelle mit dem Internet of Things

    Geschäftsmodelle mit dem Internet of Things

    Beim Workshop von Exor stehen neue Geschäftmodelle für Maschinen und Anlagen auf der Basis von IoT im Fokus. Der Anbieter liefert dazu Technologien und Methoden, mit denen Fertigungsbetriebe zunächst ein…

    mehr lesen: Geschäftsmodelle mit dem Internet of Things

  • MES-Strategie entwickeln

    MES-Strategie entwickeln

    Ein Workshop von HIR Hoff Industrie Rationalisierung behandelt die mögliche Rolle von Manufacturing-Execution-Systemen in Zeiten der digitalen Transformation.

    mehr lesen: MES-Strategie entwickeln

  • Maschinenbau spürt weitere Auswirkungen der Corona-Krise

    Maschinenbau spürt weitere Auswirkungen der Corona-Krise

    Der Maschinenbau bekommt die Folgen der Corona-Pandemie mit zunehmender Wucht zu spüren. Das geht aus einer zweiten Umfrage des VDMA unter 965 Mitgliedsfirmen hervor.

    mehr lesen: Maschinenbau spürt weitere Auswirkungen der Corona-Krise

  • Beratungsangebote rund ums Homeoffice

    Beratungsangebote rund ums Homeoffice

    Cosmo Consult will in der Corona-Krise mit teils kostenfreie Webinaren, Workshops und Beratungspaketen Fachwissen rund um Microsoft Teams und die digitale Zusammenarbeit im Homeoffice anbieten.

    mehr lesen: Beratungsangebote rund ums Homeoffice

  • Stimmung in der Digitalbranche trübt sich ein

    Stimmung in der Digitalbranche trübt sich ein

    Nach 24,6 Punkten im Februar, ist der Bitkom-Ifo-Digitalindex im März auf 0,6 Punkte zurückgegangen. Dabei sind von den negativen Folgen im Zuge der Corona-Krise vor allem die Industrie und der…

    mehr lesen: Stimmung in der Digitalbranche trübt sich ein

  • Mit OPC UA over TSN zur Losgröße 1

    Mit OPC UA over TSN zur Losgröße 1

    Im Maschinenbau werden immer häufiger modulare Anlagen gefertigt. Deren Zusammenstellung aus Spezialmodulen für verschiedene Teilaufgaben von unterschiedlichen Herstellern scheiterte bisher oft an inkompatiblen Kommunikationsstandards.

    mehr lesen: Mit OPC UA over TSN zur Losgröße 1

  • Automatica in den Dezember verlegt

    Automatica in den Dezember verlegt

    Die Messe München hat sich dazu entschlossen, die Messe Automatica, die vom 16. bis zum 19. Juni stattfinden sollte, in den Dezember zu verschieben.

    mehr lesen: Automatica in den Dezember verlegt

  • Weltmarkt für Maschinen legt 2019 leicht zu

    Weltmarkt für Maschinen legt 2019 leicht zu

    Neue Maschinen und Anlagen waren auch im vergangenen Jahr weltweit gefragt. Allerdings erfolgten die Geschäfte bereits unter erschwerten Bedingungen: Der Wandel in der Automobilindustrie, der Handelskrieg zwischen den USA und…

    mehr lesen: Weltmarkt für Maschinen legt 2019 leicht zu

  • Keine Hannover Messe in 2020

    Keine Hannover Messe in 2020

    Die Hannover Messe kann dieses Jahr nicht stattfinden. Grund ist die zunehmend kritische Lage aufgrund der Covid-19-Pandemie und eine Untersagungsverfügung der Region Hannover.

    mehr lesen: Keine Hannover Messe in 2020

  • Nächste Management-Generation bei Siemens

    Nächste Management-Generation bei Siemens

    Siemens-CEO Joe Kaeser hat den Aufsichtsrat darüber informiert, dass er keine Verlängerung seines Vertrages anstrebt. Er wird zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Siemens Energy vorgeschlagen.

    mehr lesen: Nächste Management-Generation bei Siemens

  • Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Internet of Things?

    Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Internet of Things?

    Die Industrie setzt IoT-Lösungen vornehmlich in der Produktion, bei der Zeiterfassung und in der Lagerverwaltung ein. Dies geht aus einer Befragung hervor, die Ende vergangenen Jahres durchgeführt wurde.

    mehr lesen: Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Internet of Things?

  • Weltwirtschaft vor erheblichen Wachstumsverlusten

    Weltwirtschaft vor erheblichen Wachstumsverlusten

    Finanzmarktexperten rechnen damit, dass die Corona-Pandemie das globale reale Bruttoinlandsprodukt erheblich belasten wird. Insbesondere die deutsche Wirtschaft wird dabei stark in Mitleidenschaft gezogen. Mit Blick auf einzelne Branchen schwanken die…

    mehr lesen: Weltwirtschaft vor erheblichen Wachstumsverlusten