Getränkeproduktion rund um die Uhr überwacht

Bottling plant - Water bottling line for processing and bottling pure mineral carbonated water into bottles.
Bild: ©Dusko/stock.adobe.com

AquaRömer produziert und vertreibt seit mehr als 180 Jahren Mineralwasser, Heilwasser sowie alkoholfreie Erfrischungsgetränke. Das Unternehmen mit Sitz im Landkreis Schwäbisch Hall beschäftigt rund 120 Mitarbeitende und füllt jährlich etwa 130 Millionen Flaschen ab. Hinter den Abfüllanlagen des Betriebs arbeitet eine hochautomatisierte IT-Landschaft. Von der Quellüberwachung über Qualitätskontrollen bis hin zur Chargendokumentation sind alle Systeme miteinander vernetzt. Fällt eines von ihnen aus, fehlen wichtige Nachweise und die Produktion kommt zum Erliegen. Nicht wegen einer defekten Maschine, sondern weil vorgeschriebene Kontrollen nicht mehr dokumentiert werden. „Die Verfügbarkeit unserer IT-Systeme ist entscheidend, um ohne Unterbrechung produzieren zu können“, erklärt Dominik Schmidt, IT-Leiter bei AquaRömer.

AquaRömer setzt auf MXDR

Die IT-Abteilung von AquaRömer ist schlank aufgestellt. Die operative Verantwortung für die gesamte Unternehmens-IT liegt bei einem internen IT-Verantwortlichen, unterstützt von einem externen Dienstleister. Gerade außerhalb der regulären Arbeitszeiten fehlten bislang die Ressourcen, sicherheitsrelevante Meldungen umgehend zu analysieren. Gleichzeitig sind die Anforderungen an die IT-Sicherheit kontinuierlich gestiegen. Neben klassischen Büroarbeitsplätzen müssen die Verantwortlichen auch produktionsnahe Systeme absichern. Hinzu kommen regulatorische Vorgaben aus dem Lebensmittelbereich. Um die IT-Sicherheit weiter zu verbessern, suchte AquaRömer nach einer Kombination aus Sicherheitssoftware und Dienstleistung, die Bedrohungen erkennt, bewertet und priorisiert bearbeitet. „Wenn eine Meldung kommt, während ich mich um ein anderes kritisches Projekt kümmere, brauche ich jemanden, der den Vorfall strukturiert bearbeitet und schnell handelt“, beschreibt Schmidt die Herausforderung.

Anforderungen an die neue Software

Bei der Suche nach einer neuen Software standen mehrere Anforderungen im Mittelpunkt. Dazu gehörte die Rund-um-die-Uhr-Überwachung sicherheitsrelevanter Ereignisse, um Büro- und Produktionssysteme zu schützen. Gefordert waren zudem eine einfache Verwaltung sowie eine übersichtliche Management-Konsole, um die interne IT zu entlasten. Auch eine zuverlässige Hilfe im Ernstfall stand beim Auswahlprozess auf der Agenda. Darüber hinaus sollte der Anbieter einen deutschen oder europäischen Hintergrund haben, um den strengen Datenschutzvorgaben gerecht zu werden. Dominik Schmidt betont: „Die veränderte geopolitische Weltlage hat dazu geführt, dass wir im Unternehmen deutlich sensibler sind, wenn es um die Herkunft von IT-Sicherheitsanbietern geht.“

Anbieterwechsel vollzogen

Im finalen Auswahlprozess standen sich schließlich zwei Anbieter gegenüber: die bereits eingesetzte Sicherheitsplattform eines internationalen Herstellers sowie die Software G Data MXDR des Bochumer Unternehmens G Data CyberDefense. Ausschlaggebend waren letztlich der deutsche Standort und die enge Zusammenarbeit mit dem Analystenteam. Der Wechsel erfolgte bewusst unabhängig vom betreuenden Systemhaus. Dadurch konnte der Getränkeproduzent zusätzliche Kompetenzen im Unternehmen aufbauen und die eigene Handlungsfähigkeit stärken.

Unkomplizierte Einführung

Trotz einer komplexen IT-Landschaft verlief der Wechsel überraschend unkompliziert. Das Onboarding erfolgte vollständig remote und war nach wenigen gemeinsamen Sitzungen abgeschlossen.

Rund 80 Systeme im Blick

Heute schützt G Data rund 80 Systeme bei AquaRömer – von Büroarbeitsplätzen über Server bis hin zu produktionsnahen Systemen. Besonders positiv bewertet der Getränkeproduzent die Praxistauglichkeit der Software. Die Installation konnte weitgehend ohne Ausnahmeregelungen erfolgen. Auch im laufenden Betrieb waren keine Anpassungen notwendig.

Das MXDR-Team überwacht sicherheitsrelevante Ereignisse kontinuierlich und bewertet sie fachlich. Statt jede Warnung selbst zu prüfen, erhält die IT bereits eingeordnete Vorfälle, weil das Analyseteam schon reagiert hat. Viele Ereignisse verschwinden so aus der täglichen Arbeitsliste, bevor überhaupt Handlungsbedarf entsteht. Dadurch werden die internen Ressourcen spürbar entlastet. „Wenn mehrere Meldungen kommen und die letzte bereits als behoben markiert ist, weiß ich: Das Thema ist in guten Händen“, betont Schmidt. In der Vergangenheit mussten die Verantwortlichen nur in wenigen Fällen selbst aktiv eingreifen.

Feedback der Mitarbeitenden

Für die Mitarbeitenden verlief der Roll-out weitgehend unbemerkt. Einschränkungen im Arbeitsalltag gab es keine. Lediglich in Einzelfällen musste Spezial-Software aus dem Produktionsumfeld genauer betrachtet werden. Für die meisten Beschäftigten änderte sich nichts. Damit erfüllt die Software eine wichtige Vorgabe von AquaRömer: Sicherheit soll schützen, ohne Arbeitsprozesse auszubremsen.

IT-Sicherheit betrifft nicht nur große Unternehmen

Das Beispiel AquaRömer zeigt, dass moderne IT-Sicherheit nicht nur große Unternehmen betrifft. Statt ein eigenes Security Operations Center (SOC) aufzubauen, setzt das Unternehmen auf externe Fachleute. Die IT kann sich um Projekte und Betrieb kümmern, während sicherheitsrelevante Ereignisse rund um die Uhr überwacht werden. Gerade in mittelständischen Produktionsbetrieben mit kleinen IT-Teams sind Verfügbarkeit, schnelle Reaktionszeiten und verlässliche Unterstützung entscheidend.



  • Leadec übernimmt AVI GmbH

    Leadec übernimmt AVI GmbH

    Leadec hat zum 1. November die AVI GmbH übernommen. Das Unternehmen ist im Bereich Automation sowie produktionsnaher IT tätig.

    mehr lesen: Leadec übernimmt AVI GmbH

  • Inlandsorders wieder im Plus

    Inlandsorders wieder im Plus

    Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland erholt sich schrittweise von den Folgen der Corona-Krise. Nach dem saisonalen Rückschlag im August zeigte der Auftragseingang im September 2020 wieder ein positives Bild.

    mehr lesen: Inlandsorders wieder im Plus

  • Mit ‘Sammi‘ Fremdkörper in Lebensmitteln aufspüren

    Mit ‘Sammi‘ Fremdkörper in Lebensmitteln aufspüren

    Fremdkörper in Lebensmittel können für Konsumenten gefährlich werden. Die etablierten Röntgenverfahren erkennen vor allem Metalle – Glas, Kunststoff und Holz stellen hingegen eine Herausforderung dar. Der Prototyp ‘Sammi‘ soll diese…

    mehr lesen: Mit ‘Sammi‘ Fremdkörper in Lebensmitteln aufspüren

  • Jens-Peter Hess neuer Geschäftsführer bei Centric Deutschland

    Jens-Peter Hess neuer Geschäftsführer bei Centric Deutschland

    Mit Jens-Peter Hess hat der SAP-Spezialist Centric einen neuen Geschäftsführer. Er wird das Unternehmen gemeinsam mit Steven Wernike leiten.

    mehr lesen: Jens-Peter Hess neuer Geschäftsführer bei Centric Deutschland

  • Ingenieurarbeitsmarkt gerät zunehmend unter Druck

    Ingenieurarbeitsmarkt gerät zunehmend unter Druck

    Die Corona-Krise hinterlässt auch auf dem Ingenieurarbeitsmarkt Spuren. Das zeigen die Zahlen für das 3. Quartal aus dem aktuellen Ingenieurmonitor, den der VDI mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW)…

    mehr lesen: Ingenieurarbeitsmarkt gerät zunehmend unter Druck

  • Keine FMB in diesem Jahr

    Keine FMB in diesem Jahr

    Vom 4. bis zum 6. November sollte in Bad Salzuflen die FMB – Zuliefermesse für den Maschinenbau über die Bühne gehen. Durch die aktuelle Pandemie-Lage haben die Veranstalter die Messe…

    mehr lesen: Keine FMB in diesem Jahr

  • Arbeitsmarktbarometer im Oktober stabil

    Arbeitsmarktbarometer im Oktober stabil

    Mit einem leichten Anstieg um 0,1 Punkte gegenüber dem Vormonat zeigt sich das IAB-Arbeitsmarktbarometer im Oktober stabil.

    mehr lesen: Arbeitsmarktbarometer im Oktober stabil

  • Verkaufszahlen von Servicerobotern steigen weltweit um 32 Prozent

    Verkaufszahlen von Servicerobotern steigen weltweit um 32 Prozent

    Der Markt für Serviceroboter erfährt durch die Covid-19-Pandemie einen Schub. So prognostiziert die International Fedaration of Robotics, dass sich der Umsatz mit in diesem Bereich bis 2022 mehr als verdoppeln…

    mehr lesen: Verkaufszahlen von Servicerobotern steigen weltweit um 32 Prozent

  • Deutsche Wirtschaft wieder etwas skeptischer

    Deutsche Wirtschaft wieder etwas skeptischer

    Erstmals nach fünf Anstiegen in Folge ist der Ifo-Geschäftsklima-Index im Oktober wieder gesunken. Im Verarbeitenden Gewerbe liegt der Geschäftsklimaindikator allerdings erstmals seit Juni 2019 wieder im positiven Bereich.

    mehr lesen: Deutsche Wirtschaft wieder etwas skeptischer

  • Kontron-Standorte gründen europäischen EMS/ODM-Verbund

    Kontron-Standorte gründen europäischen EMS/ODM-Verbund

    Die europäischen Produktionsstandorte des Embedded-Spezialisten Kontron sollen zu einem EMS/ODM-Verbund zusammengeschlossen werden.

    mehr lesen: Kontron-Standorte gründen europäischen EMS/ODM-Verbund

  • Partnerschaft zwischen Siemens und Log.Go.Motion

    Partnerschaft zwischen Siemens und Log.Go.Motion

    Im Rahmen einer Partnerschaft vertreibt Siemens zukünftig die Lösung Moby.Check des Digitalisierungsspezialisten Log.Go.Motion.

    mehr lesen: Partnerschaft zwischen Siemens und Log.Go.Motion

  • SAP legt Quartalszahlen vor und passt Jahresziele an

    SAP legt Quartalszahlen vor und passt Jahresziele an

    Der Softwarekonzern SAP hat seine Zahlen für das dritte Quartal 2020 veröffentlicht. Demnach erzielte der Softwarekonzern weniger Umsatz als noch im Vorjahresquartal. Das Cloudgeschäft legte hingegen zu.

    mehr lesen: SAP legt Quartalszahlen vor und passt Jahresziele an