Viele Wege – zwei Leitplanken

Wichtige Merkmale einer zeitgemäßen MES-Lösung: Nutzerfreundliche Visualisierung und Bedienung, vorinstallierte Funktionen wie Leistung (OEE), Track & Trace und Energie-Monitoring sowie offene Schnittstellen. Zudem  ermöglicht es individuelle Anpassungen wie automatische Alarmierungen auf Mobilgeräten
Wichtige Merkmale einer zeitgemäßen MES-Lösung: Nutzerfreundliche Visualisierung und Bedienung, vorinstallierte Funktionen wie Leistung (OEE), Track & Trace und Energie-Monitoring sowie offene Schnittstellen. Zudem ermöglicht es individuelle Anpassungen wie automatische Alarmierungen auf MobilgerätenBild: ©sompong_tom/canva.com

Smarte Daten bilden die Basis für smarte Fertigung. Diese Leitplanke setzen Unternehmen mit einem System zur Maschinendatenerfassung. Die zweite Leitplanke bildet ein Manufacturing Execution System, das als zentrale Datendrehscheibe fungiert. Ein mit validen Shopfloor-Daten gefüttertes MES bildet eine ‘Single Source of Truth’ über die gesamte Wertschöpfungskette auf Shopfloor und Topfloor. IIoT-Anwendungen lösen hier auf technischer Ebene Einzelaufgaben mit direktem Bezug zu bestimmten Maschinen oder Anlagen. Ein MES hingegen überwindet Silo-Strukturen und stellt einen betriebswirtschaftlichen Gesamtkontext her. Es liefert übergeordnete Analysen, welche die Datenbasis auch für die Aufgaben des ERP-Systems bilden (Enterprise Ressource Planning). So werden durchgängige Auftragsprozesse zwischen Shopfloor und Topfloor möglich.

Ein MES verspricht Effizienzgewinne

  • Unternehmen, die Daten zu nutzen wissen, winken signifikante Effizienz- und Produktivitätsgewinne:
  • Energieeffizienz: Ein Zulieferer korreliert Maschinen-Leistungsdaten mit dem Energieverbrauch und setzt so je Auftrag die energieeffizientesten Maschinen ein.
  • Termintreue: Ein Automobilzulieferer nutzt ein auf Serienfertigung spezialisiertes MES, um lackierte Kunststoffteile 24/7 ‘just in sequence’ liefern zu können.
  • Berichtspflichten: Die BWF Group aus Bayern erfüllt Berichtspflichten mit einem MES deutlich leichter.


Cloud oder On-Premise?


Um Produktion und Planung zu vernetzen, haben Fertigungsleiter im Wesentlichen die Wahl, ihr ERP-System mit einer Cloud-basierten oder mit einer On-Premise-basierten MES-Architektur zu verknüpfen. Zentrale Merkmale der Cloud-Variante sind Skalierbarkeit der Anwendung sowie meist recht präzise zu kalkulierende Betriebsausgaben (Opex) für die Cloud-Services. Der Cloud-Anbieter stellt Ressourcen bereit. Eigene Investitionen in IT-Ressourcen fallen entsprechend geringer aus. Mit dem On-premise-Ansatz hat ein Unternehmen die Kontrolle über die IT-Infrastruktur, Datensicherheit und Compliance. Die Infrastruktur erfordert jedoch Investitionen (Capex) in interne Ressourcen wie IT-Personal und Hardware.


Kriterien beachten


Wer sich etwa in der SAP-Welt heimisch fühlt, dem stehen beide Wege offen. Auch ein Hybridbetrieb ist möglich.
Bei der Auswahl einer passenden MES-Software gilt es jedoch, auf einige Kriterien zu achten:

  • Ein weiteres Kriterium ist, ob ein Framework zur Datenintegration in SAP/ERP angeboten wird, um eine nahtlose Kommunikation und Datenübertragung zwischen verschiedenen Systemen zu ermöglichen.
  • Das MES sollte ausreichend leistungsfähig sein, um den eigenen Anforderungen gerecht zu werden, wobei es wichtig ist, dass es über integrierte Funktionalitäten verfügt, die den Bedürfnissen entsprechen.
  • Gleichzeitig ist die Flexibilität des Systems entscheidend: Standard-Schnittstellen sollten vorhanden sein, um sowohl bestehende als auch zukünftige Software problemlos integrieren zu können.



  • IFS stellt DACHI-Region unter neue Leitung

    IFS stellt DACHI-Region unter neue Leitung

    IFS hat Marcus Pannier zum Geschäftsführer für die DACHI-Region ernannt.

    mehr lesen: IFS stellt DACHI-Region unter neue Leitung

  • Im Zeichen der Kreislaufwirtschaft

    Im Zeichen der Kreislaufwirtschaft

    Alle drei Jahre wird Düsseldorf zum internationalen Branchentreffpunkt der Kunststoff- und Kautschuk-Industrie. Vom 16. bis zum 23. Oktober findet auf dem Messgelände der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt die K statt.

    mehr lesen: Im Zeichen der Kreislaufwirtschaft

  • DMG Mori investiert in Up2Parts

    DMG Mori investiert in Up2Parts

    Der Werkzeugmaschinenhersteller DMG Mori beteiligt sich am Softwareunternehmen Up2Parts. Ziel der Investition ist es, zusätzliches Digitalisierungs-Knowhow zu erschließen.

    mehr lesen: DMG Mori investiert in Up2Parts

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Ein Blick in die Zukunft

    Ein Blick in die Zukunft

    Im aktuellen Future Readiness Index der Managementberatung KPMG zeigen sich die deutschen Unternehmen mit Blick auf die nächsten fünf Jahre positiv gestimmt. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist dieser Wert…

    mehr lesen: Ein Blick in die Zukunft

  • Funktionale Sicherheit in der Prozessindustrie

    Funktionale Sicherheit in der Prozessindustrie

    Bei der Verhinderung von sicherheitsrelevanten Ereignissen, und insbesondere von Störfällen, wird die Prozessleittechnik (PLT) immer wichtiger. Die Richtlinienreihe VDI/VDE 2180 beschäftigt sich mit diesem Thema, wurde grundlegend überarbeitet und neu…

    mehr lesen: Funktionale Sicherheit in der Prozessindustrie

  • Grunwitz wird NTT Deutschland-Chef

    Grunwitz wird NTT Deutschland-Chef

    Nach dem Start von NTT Ltd. Anfang Juli hat der IT-Dienstleister Kai Grunwitz zum Chef des Deutschland-Geschäfts ernannt.

    mehr lesen: Grunwitz wird NTT Deutschland-Chef

  • 5G in Industrie und Wirtschaft

    5G in Industrie und Wirtschaft

    Mit der 5G CMM — Connected Mobile Machines will die Deutsche Messe dem neuen Mobilfunkstandard in den Fokus rücken. Rund 100 Teilnehmer werden dabei vom 8. bis zum 10. Oktober…

    mehr lesen: 5G in Industrie und Wirtschaft

  • Kollaborative Roboter und ihre Interaktion mit Menschen

    Kollaborative Roboter und ihre Interaktion mit Menschen

    Im SIBB Forum ‚Cobot Love‘, das am 30. Oktober im MotionLab.Berlin stattfindet, beleuchten Experten aus Praxis und Forschung technologische Möglichkeiten, Anwendungspotentiale und Marktaussichten intelligenter Robotiksysteme anhand konkreter Use Cases.

    mehr lesen: Kollaborative Roboter und ihre Interaktion mit Menschen

  • Keine ausreichende Datengrundlage für Smart Maintenance

    Keine ausreichende Datengrundlage für Smart Maintenance

    Eine Studie von Acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML zeigt, wie weit deutsche Unternehmen bei der Umsetzung einer ‘intelligenten Instandhaltung‘ sind –…

    mehr lesen: Keine ausreichende Datengrundlage für Smart Maintenance

  • Aus G Data Software wird G Data CyberDefense

    Aus G Data Software wird G Data CyberDefense

    G Data Software tritt künftig unter dem Namen G Data CyberDefense auf. Dies gab das Unternehmen am Montag in einer Pressemitteilung bekannt.

    mehr lesen: Aus G Data Software wird G Data CyberDefense

  • Zühlke leitet SmartFactory-EU

    Zühlke leitet SmartFactory-EU

    Brainport Industries (Niederlande), Flanders Make (Belgien) und die SmartFactory-KL habe sich zusammengetan und die Vereinigung SmartFactory-EU gegründet.

    mehr lesen: Zühlke leitet SmartFactory-EU