Codabix Version 2: Die neue Middleware Generation von Traeger

Dashboard
Bild: Traeger Industry Components GmbH

Der Digitalisierungsgrad der deutschen Wirtschaft stieg von 2020 bis 2024 um 13,6 Prozent. Und mit wachsender Digitalisierung reicht es nicht mehr, Daten von A nach B zu bewegen. Für den industriellen Datenfluss bedarf es einer Middleware.

Strategisches Eigentum?

Viele Firmen betrachten Middlewares als strategisches Eigentum, das intern entwickelt und fest ans Unternehmen gebunden sein sollte. Obwohl ihre Kernkompetenz in anderen Bereichen liegt, investieren sie oft erhebliche Ressourcen, um etwa aus einem Node-RED-Prototypen eine eigene Lösung zu entwickeln. Dies kann zu monolithischen Systemen führen, die mittelfristig nur schwer neuen Szenarien standhalten. Denn zu oft spielen solche Projekte im Tagesgeschäft nur eine Nebenrolle. Beispielsweise sind Maschinenbauer durch den EU Data Act verpflichtet, ihren Kunden Zugang zu Maschinendaten zu geben. Um eigene IT-Lösungen zu entwickeln, fehlt es jedoch oft an Kapazitäten. Es entstehen häufig studentische Projekte – mit allen Risiken.

Dem gegenüber stehen Plattformen etablierter Anbieter. Sie bieten vordergründig offene Ökosysteme, bringen aber eigene Middleware-Bausteine in den Markt. Externe Entwickler liefern Apps, doch die Plattformanbieter behalten Kontrolle über Datenflüsse und Integration. Auch wenn Unternehmen die Plattform nur als Fundament nutzen, binden sie sich: Denn einmal entwickelte Anwendungen sind oft nicht portabel – ein erneuter Vendor-Lock-in entsteht.

Unabhängig von der ‚Make or Buy‘-Entscheidung sollten Digitalstrategien auch langfristige Anforderungen berücksichtigen. Oft werden sie nicht als ganzheitliche Maßnahme verstanden und zudem nicht in realistische Meilensteine unterteilt. Im Ergebnis scheitern Strategien oder führen zu Parallelprojekten, die bestehende Lösungen erweitern oder ersetzen sollen. Schnelle Entwicklungen führen dabei oft zu Insellösungen – unterschiedlich in Architektur, Plattform und Verantwortung. Statt Interoperabilität entsteht ein Flickenteppich und damit genau das Problem, das eine Middleware lösen sollte.

Auch werden grundlegende technische Anforderungen oft nicht berücksichtigt, etwa Echtzeitfähigkeit, Effizienz und Flexibilität. Einen einzelnen Wert von A nach B zu übertragen ist trivial. Aber was passiert, wenn zehntausende Werte aus hunderten Teilnehmern verarbeitet werden sollen?

Echtzeitfähigkeit wird oft falsch verstanden. Spätestens bei wachsendem Datenvolumen entscheidet nicht nur die verfügbare Bandbreite, sondern auch das Knowhow über Parallelisierung, Kommunikation und Protokolloptimierung. Effizienz beginnt beim Protokoll. Dazwischen braucht es Architektur, die mehr kann als nur Daten erheben. Da keine Digitalstrategie von Beginn an perfekt ist, braucht es eine flexible Grundlage, die offen, robust und ausbaufähig ist. Nur so wird aus einem Proof-of-Concept eine tragfähige Infrastruktur.

Eine Middleware als SDK

Wer eine eigene Middleware anstrebte, kennt es: Je nach Protokoll bedarf es anderer SDKs (Software Development Kits). Dabei obliegt die eigentliche Herausforderung in der Architektur – also darin, eine möglichst beliebige Anzahl an Protokollen über eine zentrale Komponente hinweg miteinander zu integrieren. Genau hier werden die zuvor beschriebenen Anforderungen entscheidend.

Oft entsteht dabei der Wunsch nach einem SDK, das mehrere Protokolle abdeckt und gleichzeitig die nötige Architektur mitbringt. Im besten Fall genügt die eigene Logik oder ein Frontend – ohne tieferes Knowhow zu Protokollen oder Architektur. Ein solches System bietet Traeger Industry Components mit Codabix an. Dieses unterstützt unternehmenseigene Logiken und Schnittstellen zur Headless-Integration. Codabix adressiert die technischen Herausforderungen industrieller Kommunikation sowie architektonische Anforderungen an die Integration. Heterogene Systeme werden ohne Vendor-Lock-in harmonisiert. Dies geschieht über offene Schnittstellen.

Klassische Middlewares beschränken sich auf standardisierte Protokolle und auf die Konfiguration häufig wiederkehrender Szenarien. Unternehmen mit Anforderungen abseits dieser Norm bleiben dabei außen vor oder müssen zusätzliche Lösungen anbinden. Codabix ist eine Middleware, die wie ein SDK nutzbar ist. Sie ermöglicht auch die Integration der Middleware selbst in bestehende Architekturen, Applikationen oder OEM-Produkte. In Version 2 von Codabix liefert Traeger eine durchgehende Suite zur Datenintegration.

Dominik Scharnagl, CEO & CTO.
Dominik Scharnagl, CEO & CTO. – Bild: Traeger Industry Components GmbH

Integrierte Entwicklungs- und No-Code-Umgebung

Vom Teilnehmer-Scan bis zur Historisierung, Visualisierung und Integration deckt die neue Version zentrale Bausteine industrieller Datenverarbeitung ab – inklusive integrierter Entwicklungsumgebung für eigene Logik und No-Code-Umgebung für die schnelle Umsetzung auch ohne Entwicklerressourcen. Das neue Asset-Management macht die Middleware zur Data Orchestration Plattform.

Unternehmen wie etwa aus dem Maschinenbau stehen zunehmend vor der Entscheidung, industrielle Datenintegration selbst zu entwickeln oder auf bestehende Systeme zurückzugreifen. Regulatorische Anforderungen wie auch betriebliche Zielsetzungen erfordern flexible Ansätze für die heterogene Datenverarbeitung. Middlewares liefern hierfür die technische Grundlage. Eigenentwicklungen bringen jedoch oft mehr Herausforderungen als Vorteile. Auf der anderen Seite stehen Plattformanbieter, deren Systeme es oft an Flexibilität fehlt. Zudem besteht die Möglichkeit eines Vendor-Lock-ins und auch die Nutzung der Cloud ist oft obligatorisch.

Gefragt sind Systeme, die sich ohne komplexe Eigenentwicklungen nahtlos integrieren lassen und industrielle Datenströme orchestrieren. Codabix Version 2 bietet hier eine Data Orchestration Plattform für Digitalstrategien vom Onboarding bis zur Headless-Daten-Integration.



  • NTI Kailer eröffnet Standort in Burgau

    NTI Kailer eröffnet Standort in Burgau

    NTI Kailer expandiert mit einem weiterem Standort im Burgau (Bayern). Insgesamt verfügt das Unternehmen somit über 11 Niederlassungen in Deutschland.

    mehr lesen: NTI Kailer eröffnet Standort in Burgau

  • Gesellschaftlichen Problemen mit technischem Fortschritt entgegentreten

    Gesellschaftlichen Problemen mit technischem Fortschritt entgegentreten

    Technologien können die Welt verbessern und beispielsweise bei der Bewältigung des Klimawandels helfen. Das geht aus dem Bosch Tech Compass hervor.

    mehr lesen: Gesellschaftlichen Problemen mit technischem Fortschritt entgegentreten

  • Stefan Reuss verstärkt Managementteam der Würth Industrie Service

    Stefan Reuss verstärkt Managementteam der Würth Industrie Service

    Die Würth Industrie Service erweitert ihre Geschäftsführung. Stefan Reuss zeichnet seit Jahresbeginn für den Bereich IT und Digital Solutions verantwortlich.

    mehr lesen: Stefan Reuss verstärkt Managementteam der Würth Industrie Service

  • FIS-Geschäftsführung ordnet sich neu

    FIS-Geschäftsführung ordnet sich neu

    Nachdem Wolfgang Ebner und Frank Schöngarth in diesem Jahr ihren Ruhestand antreten, hat sich die FIS-Geschäftsleitung neu geordnet. Die Nachfolge der scheidenden Geschäftsführer treten Dieter Ball und Dirk Schneider an.

    mehr lesen: FIS-Geschäftsführung ordnet sich neu

  • IAB-Barometer deutet auf leicht steigende Arbeitslosigkeit hin

    IAB-Barometer deutet auf leicht steigende Arbeitslosigkeit hin

    Zum Jahresende hat das IAB-Arbeitsmarktbarometer den stärksten Rückgang seit April 2020 verzeichnet. Dabei gingen sowohl die Arbeitslosigkeits- wie auch die Beschäftigungskomponente zurück. Insgesamt bleibt der Frühindikator jedoch noch im positiven…

    mehr lesen: IAB-Barometer deutet auf leicht steigende Arbeitslosigkeit hin

  • Zusammenarbeit für das Quanteninternet

    Zusammenarbeit für das Quanteninternet

    Die Fraunhofer-Gesellschaft und das niederländische Forschungszentrum QuTech schließen sich in den Bereichen Quantenkommunikation und Quanteninformationsnetzwerke zusammen. Vertreter beider Institutionen haben dazu ein Memorandum of Understanding unterzeichnet.

    mehr lesen: Zusammenarbeit für das Quanteninternet

  • Hohe Erwartungen an die Blockchain

    Hohe Erwartungen an die Blockchain

    Die Blockhain soll Unternehmen u.a. neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Laut einer Bitkom-Befragung kommt die Technologie bisher aber nur selten zum Einsatz.

    mehr lesen: Hohe Erwartungen an die Blockchain

  • Liliana Scheck leitet Teradata Schweiz

    Liliana Scheck leitet Teradata Schweiz

    Teradata Schweiz setzt Liliana Scheck als neue Country Managerin ein. Wie das Unternehmen mitteilt, soll ihr Fokus auf mehr Partnerschaften und Cloud-Innovationen liegen.

    mehr lesen: Liliana Scheck leitet Teradata Schweiz

  • Neuer Senior Vice President und General Manager EMEA bei Red Hat

    Neuer Senior Vice President und General Manager EMEA bei Red Hat

    Hans Roth wird neuer Senior Vice President und General Manager EMEA bei Red Hat. Er folgt auf Werner Knoblich, der das Unternehmen zum Jahresende verlassen wird.

    mehr lesen: Neuer Senior Vice President und General Manager EMEA bei Red Hat

  • Acht von zehn werden Opfer von Cyberattacken

    Acht von zehn werden Opfer von Cyberattacken

    Acht von zehn Personen (79 Prozent) waren in den vergangenen 12 Monaten von kriminellen Vorfällen im Netz betroffen. Nur noch eine kleine Minderheit von 21 Prozent gibt an, keine solchen…

    mehr lesen: Acht von zehn werden Opfer von Cyberattacken

  • Forterro übernimmt Myfactory

    Forterro übernimmt Myfactory

    Mit der Übernahme des Cloud-ERP-Softwareanbieter Myfactory will Forterro seine Stellung im Dach-Markt ausbauen. Das Unternehmens soll nach der Übernahme eigenständig innerhalb der Forterro-Gruppe agieren.

    mehr lesen: Forterro übernimmt Myfactory

  • Weltweite Roboterdichte in fünf Jahren verdoppelt

    Weltweite Roboterdichte in fünf Jahren verdoppelt

    Mit seiner Roboterdichte von 371 Industrie-Robotern pro 10.000 Mitarbeiter liegt Deutschland laut aktuellem World Robotics Report unter den Top 5 weltweit. An erster Stelle liegt nach wie vor Südkorea.

    mehr lesen: Weltweite Roboterdichte in fünf Jahren verdoppelt