
Mit einem Wert von 817,8Mrd.€ sind die deutschen Exporte im 1. Halbjahr 2026 um 3,9% gestiegen und lagen nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) damit um 31Mrd.€ über dem Vorjahreszeitraum. Nach Deutschland importiert wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 insgesamt Waren im Wert von 712,1Mrd.€. Das waren 4,7% oder 31,7Mrd.€ mehr als im 1. Halbjahr 2025. Wie Destatis weiter mitteilt, lag der Außenhandelssaldo (Exporte minus Importe) Deutschlands im 1. Halbjahr 2026 bei +105,7Mrd.€. Damit war der Exportüberschuss um 0,7% niedriger als im 1. Halbjahr 2025 (+106,4Mrd.€).
Im 1. Halbjahr 2026 war erneut China mit 125,5Mrd.€ Umsatz (Exporte plus Importe) wie bereits im Gesamtjahr 2025 Deutschlands wichtigster Handelspartner. Danach folgten die Vereinigten Staaten mit einem Umsatz in Höhe von 123,7Mrd.€ und die Niederlande mit 109,3Mrd.€.
Exporte in die USA sinken, Importe aus China nehmen zu
Wie bereits in den Vorjahren waren im 1. Halbjahr 2026 die Vereinigten Staaten das wichtigste Abnehmerland deutscher Exporte. Insgesamt wurden Waren im Wert von 73,1Mrd.€ aus Deutschland in die USA exportiert. Das waren 6,1% weniger als im 1. Halbjahr 2025: Destatis weist hier darauf hin, dass dieser Zeitraum nur teilweise von den ab April 2025 eingeführten hohen US-Einfuhrzöllen für Waren aus der Europäischen Union (EU) betroffen war. Starke Rückgänge verzeichneten im Außenhandel mit den USA erneut die deutschen Exporte von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen (-17,2%). SAP-Verantwortliche wissen, dass sie handeln müssen – aber nicht, wie sie fundiert entscheiden. ‣ weiterlesen
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Anstiege gab es im 1. Halbjahr 2026 dagegen auf den Plätzen zwei und drei: So stiegen die Exporte nach Frankreich gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 um 7,6% auf 63,2Mrd.€ und die Exporte in die Niederlande um 9% auf 60,5Mrd.€. Nach China wurden Waren im Wert von 36,4Mrd.€ (-12,2%) exportiert. Damit lag China in der Rangfolge der wichtigsten Abnehmerländer auf Platz 9.
Die meisten Importe nach Deutschland kamen in der ersten Jahreshälfte 2026 aus der Volksrepublik China (89,1Mrd.€), gefolgt von den Vereinigten Staaten (50,6Mrd.€) und den Niederlanden (48,9Mrd.€). Dabei nahmen die Importe aus China und den USA gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 8,8% beziehungsweise 7% zu, während die Importe aus den Niederlanden moderat um 0,7% stiegen.
Größter Exportüberschuss im Handel mit Frankreich
Wie Destatis weiter mitteilt, wies Deutschland im 1. Halbjahr 2026 die größten Exportüberschüsse im Handel mit Frankreich (25,7Mrd.€), den Vereinigten Staaten (22,5Mrd.€) und dem Vereinigten Königreich (22,3Mrd.€) auf. Im 1. Halbjahr 2025 hatten die USA in dieser Rangfolge mit einem Exportüberschuss von 30,5Mrd.€ noch klar auf Platz 1 gelegen. Aus China kamen im 1. Halbjahr 2026 erneut mehr Importe als im Vorjahreszeitraum, während die deutschen Exporte dorthin sanken. Dadurch vergrößerte sich der Importüberschuss im Handel mit China von 40,5Mrd.€ im 1. Halbjahr 2025 auf 52,7Mrd.€ im 1. Halbjahr 2026. Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität ‣ weiterlesen
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Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile bleiben wichtigste Handelsgüter
Wichtigste Exportgüter Deutschlands waren im 1. Halbjahr 2026 Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile mit einem Wert von 124,7Mrd.€. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 sanken die Kraftfahrzeug-Exporte um 5,8%. An zweiter Stelle lagen Maschinen mit einem Wert von 107,7Mrd.€ (-0,9 %). Auf Rang 3 der Exporte lagen Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von 73,1Mrd.€ vor den chemischen Erzeugnissen mit einem Warenwert von 71,6Mrd.€. Die Zuwächse dieser beiden Warengruppen beziffert Destatis auf 9,5% beziehungsweise 1,4% gegenüber dem 1. Halbjahr 2025.









































