VDMA: Auftragsplus im ersten Halbjahr

VDMA Auftrgaseingang Juni 1
Bild: VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt

Die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau verzeichnen ein durchwachsenes erstes Halbjahr. Während die Bestellungen im Juni das Vorjahresniveau real um 5% verfehlten, resultierte für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres ein Plus von 1%. Im Juni sanken die Bestellungen aus dem In- und Ausland gleichermaßen um real 5% zum Vorjahr. Dem Zuwachs von 16% aus den Euro-Ländern stand ein Rückgang der Bestellungen von 13% aus den Nicht-Euro-Ländern entgegen. Insgesamt verblieb ein Orderminus von 5%. Im zweiten Quartal kamen aus dem Inland 2% weniger Aufträge, das Ausland verbuchte ein Minus von 1% (Euro-Länder: +19%, Nicht-Euro-Länder: -9%). Daraus resultierte von April bis Juni ein Auftragsminus von 2% zum Vorjahr. Im ersten Halbjahr verbuchten die Unternehmen im Inlandsgeschäft ein Auftragsminus von 1%, während die Auslandsbestellungen um 2% zulegten. Aus dem Euro-Raum kamen 16% mehr Orders, die Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern sanken dagegen um 3%. Unterm Strich verblieb ein kleines Auftragsplus von 1%.

„Dieser Zuwachs kommt allein aus der steigenden Nachfrage aus den Euro-Ländern und dürfte ein positives Zeichen dafür sein, dass Europa tatsächlich dabei ist, den eigenen Standort zu stärken“, erläutert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt (Bild). Im Gegensatz dazu spiegelt das Auftragsminus von real 2% im zweiten Quartal die Verunsicherung wider, die vor allem durch den schwelenden Zolldisput der EU mit den USA ausgelöst wurde. „Welche Auswirkungen der nun vorgesehene Zollsatz von 15% auf Importe in die USA auf den Maschinenbau haben wird, lässt sich noch nicht abschätzen. Immerhin gibt es jetzt teuer erkaufte Planungssicherheit für die Unternehmen – wenn der ‚Deal‘ denn Bestand hat“, sagt Gernandt.