IDTA stellt neue AAS-Spezifikation vor

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Bild: IDTA

Die Industrial Digital Twin Association (IDTA) hat am 10. Juni 2025 ein aktualisiertes Bundle der AAS-Spezifikationen veröffentlicht. Die sogenannte Asset Administration Shell (AAS) dient als digitaler Zwilling zur strukturierten Informationsverwaltung in der Industrie. Die zentrale Neuerung des aktuellen Bundles ist der erstmals veröffentlichte Teil 4 der Spezifikation mit dem Titel „Security“. Er ergänzt das bestehende Modell um ein standardisiertes Access-Control-Modell, das eine detaillierte Regelung von Zugriffsrechten auf einzelne Bestandteile der Verwaltungsschale ermöglicht.

Feingranulare Steuerung von Zugriffsrechten

Das neue Sicherheitsmodul erlaubt Unternehmen eine differenzierte Steuerung der Sichtbarkeit und der Nutzung von Daten innerhalb der AAS. Zugriffsbeschränkungen können auf einzelne Nutzer, Gruppen oder Organisationen angewendet werden. Laut IDTA umfasst die Spezifikation Regelwerke für Submodelle, Properties und Repository-Zugänge. Ziel ist es, die sichere und transparente Freigabe von Informationen innerhalb industrieller Datenräume zu erleichtern. Das aktualisierte AAS-Specification-Bundle besteht aus fünf Teilen und steht ab sofort zur Verfügung. Erstmalig sind alle Spezifikationsteile zusätzlich zur PDF-Fassung auch als versionierte und durchsuchbare HTML-Dokumentation veröffentlicht worden. Die vollständigen Dokumente sind über die Webseite der IDTA abrufbar.

Ziel: interoperabler Digitaler Zwilling

Mit dem Bundle will die IDTA die technische Grundlage für sichere und skalierbare Anwendungen mit digitalen Zwillingen in der Industrie stärken. Die Verwaltungsschale ist international durch die Norm IEC 63278 standardisiert und Teil der Initiative Manufacturing-X zur zukünftigen Industrie-Vernetzung. Die IDTA wurde 2020 gegründet und koordiniert die Weiterentwicklung der AAS in Zusammenarbeit mit Industriepartnern verschiedener Branchen.