It’s OWL startet ‚GoProZero‘

Die Übergabe des Förderbescheids für das neue it's OWL-Projekt 'GoProZero': (von links): Prof. Dr. René Fahr (Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer an der Universität Paderborn), Norika Creuzmann (Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen
Die Übergabe des Förderbescheids für das neue it’s OWL-Projekt ‚GoProZero‘: (von links): Prof. Dr. René Fahr (Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer an der Universität Paderborn), Norika Creuzmann (Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die GrünenBild: It´s OWL Clustermanagement GmbH

Das neue it’s OWL Projekt ‚GoProZero‘ will Unternehmen dazu befähigen, zirkuläre und ressourceneffiziente Produkte zu entwickeln. Gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) mit rund 4Mio.€ wollen die Beteiligten in den nächsten drei Jahren Ansätze in der Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung vorantreiben.

In sechs Leuchtturmprojekten werden die Forschungsergebnisse in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Claas, Harting, Wago und Weidmüller umgesetzt. Ziel ist es, praxistaugliche Ansätze und IT-Tools zu entwickeln, die langfristig von anderen Unternehmen übernommen werden können.

Elektronik nachhaltig modernisieren

Der Landmaschinenhesretkker Claas nimmt die Weiterverwendung und Modernisierung von Elektronikkomponenten in den Blick. Mähdrescher haben eine Lebensdauer von etwa zehn Jahren, deren Komponenten sogar bis zu 20 Jahren. Ziel des Projekts ist es, durch modulare Hardware und softwaregestützte Updates die Funktionalität älterer Maschinen zu optimieren und ihre Lebensdauer zu verlängern. Dabei kommen digitale Zwillinge zum Einsatz, mit denen die Leistung der Maschinen überwacht und die Wirksamkeit von Maßnahmen wie Refurbishment und Remanufacturing quantifiziert werden sollen.

Auffangwannen für die Kreislaufwirtschaft

Denios, ein Spezialist für Umweltschutzprodukte, arbeitet im Rahmen von ‚GoProZero‘ an einem zirkulären Geschäftsmodell für Auffangwannen aus Kunststoff und Stahl. Neben der Rücknahme und Wiederaufbereitung gebrauchter Produkte soll die Rückführung von Sekundärrohstoffen in den Wirtschaftskreislauf optimiert werden. Gleichzeitig soll eine IT-Infrastruktur geschaffen werden, die Nachhaltigkeitskennzahlen nach den Anforderungen des Digitalen Produktpasses und der Environmental Product Declaration analysiert. So wird geprüft, unter welchen Bedingungen zirkuläre Geschäftsmodelle nachhaltiger sind als lineare Ansätze.

Ressourceneffizienz durch Daten

Harting arbeitet an der Entwicklung ressourceneffizienter Systeme für Maschinen und Anlagen. Ziel ist es hier, durch modulare Designs und intelligente Nutzung von Produktionsdaten den Materialeinsatz zu reduzieren und die Energieeffizienz zu steigern. Dies soll nicht nur die Betriebskosten senken, sondern auch den CO2-Fußabdruck der Produkte verringern.

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