
Seit 2021 definiert Siemens seine Nachhaltigkeitsziele im strategischen Rahmenwerk Degree. Laut Nachhaltigkeitsbericht 2024 erreicht der Technologiekonzern sieben von 14 der darin gesteckten Ziele vorzeitig – etwa in den Bereichen Dekarbonisierung, Gleichbehandlung und Beschäftigungsfähigkeit. Wie Siemens weiter mitteilt, konnten die Kunden mit den im Geschäftsjahr 2024 verkauften Siemens-Produkten und -Systemen erstmals mehr Emissionen vermeiden, als Siemens in seiner gesamten Wertschöpfungskette verursacht hat (Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen). Nach eigenen Angaben beliefen sich die vermiedenen Treibhausgasemissionen der Kunden auf rund 144Mio. Tonnen. Entlang der eigenen Wertschöpfungskette verzeichnete der Technologiekonzern im Jahr 2024 121Mio. Tonnen CO?e-Emissionen.
„Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern treiben wir den Einsatz von Technologien weiter voran – sie sind entscheidend bei der Bewältigung der dringendsten globalen Herausforderungen. Dabei ist die Digitalisierung ein wesentlicher Hebel, um unsere Kunden und Partner bei der Erreichung ihrer eigenen Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen. Auch 2024 haben wir große Fortschritte bei unseren ehrgeizigen Nachhaltigkeitszielen gemacht und wir sind entschlossen, diesen Weg noch weiter und schneller fortzusetzen“, sagte Judith Wiese, Chief People and Sustainability Officer und Mitglied des Vorstands von Siemens.
Dekarbonisierung im eigenen Unternehmen
Bei seinen Bemühungen zur Reduzierung der CO?e-Emissionen im eigenen Betrieb macht Siemens Fortschritte. Wie Siemens mitteilt, zeigen die im Fiskaljahr 2022 angekündigten Investitionen, z. B. in die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte und in den Einsatz eigener Technologien zur Effizienzsteigerung sowie zur Elektrifizierung von Produktionsanlagen und Gebäuden, anhaltende Wirkung. Demnach verringerte das Unternehmen seine CO?e-Emissionen im Vergleich zum Basisjahr 2019 um 60 Prozent und übertraf damit sein Zwischenziel – eine CO?e-Reduktion von 55 Prozent bis 2025 – bereits ein Jahr früher als geplant. Bis Ende des Geschäftsjahrs 2030 will das Unternehmen die CO?e-Emissionen aus dem eigenen Betrieb um 90 Prozent reduzieren und bis zum Geschäftsjahr 2050 über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg Netto-Null-Treibhausgas-Emissionen erreichen.
Darüber hinaus wurden die Emissionsreduktionsziele des Unternehmens für 2030 und 2050 von der Science Based Targets Initiative (SBTi) gemäß dem SBTi Netto-Null-Standard im Geschäftsjahr 2024 validiert. Dies soll den Einsatz für das Ziel des Pariser Klimaabkommens und gegen den Klimawandel bekräftigen.
25.000 Produkte mit EchoTech-Label
Fortschritte verbucht Siemens auch in Sachen Ressourceneffizienz. Im Geschäftsjahr 2024 beschleunigte das Unternehmen die Umsetzung seines ‚Robust Eco Design‘-Ansatzes (RED) im Hardware-, Software- und Servicebereich. Die Siemens-Ökodesign-Vorgaben sind bereits in 54 Prozent der relevanten Siemens-Produktfamilien umgesetzt, das sind 13 Prozentpunkte mehr als im Geschäftsjahr 2023.
Im Geschäftsjahr 2024 führte der Technologiekonzern zudem das EcoTech-Label ein. Es soll Kunden einen Einblick in die Nachhaltigkeitsleistung von Produkten bieten. Im Geschäftsjahr 2024 erhielten mehr als 25.000 Siemens-Produkte das EcoTech-Label. Sie schnitten in den Bereichen nachhaltige Materialien, optimale Nutzung sowie Werterückgewinnung und Kreislaufwirtschaft besser ab als der aktuelle Marktstandard, Vorgängerprodukte oder in geltenden Standards vorschreiben.
Weiterbildungsziele erreicht
Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte Siemens insgesamt 442Mio.€ in lebenslanges Lernen und Weiterbildung (Geschäftsjahr 2023: 416Mio.€). Nach eigenen angaben absolvierten die Siemens-Beschäftigten weltweit im Durchschnitt rund 27 digitale Lernstunden und damit vier Stunden mehr als im Geschäftsjahr 2023. Die geplante Zielmarke lag bei durchschnittlich 25 digitalen Lernstunden bis 2025.






































