Zahlreiche industrielle Anwendungen möglich: Extended Reality für die Praxis

Während VR und AR im industriellen Umfeld vornehmlich in der Entwicklung und Konstruktion sowie in ausgewählten Service-Fällen zum Einsatz kamen, bietet aktuelle XR-Technologie ein wesentlich breiteres Anwendungsfeld. Ergänzend dazu revolutioniert die Integration von Entwicklungsumgebungen aus der Spiele- und Animationsbranche die Art und Weise, wie virtuelle Modelle in industriellen Anwendungen erstellt und genutzt werden. Plattformen wie Unity und Unreal verarbeiten sowohl CAD- als auch Designermodelle. Eine große Entwicklergemeinschaft stellt zahlreiche vorgefertigte Funktionen, SDKs und Assets bereit, wodurch sich Entwicklungszeiten erheblich verkürzen. Will ein Unternehmen einen Industrieroboter in einer XR-Umgebung visualisieren und simulieren, wird dazu das detaillierte CAD-Modell in Unity importiert, wobei alle geometrischen und strukturellen Informationen erhalten bleiben. Das Modell wird aufbereitet und mit Eigenschaften angereichert, um realistische Interaktionen zu ermöglichen. Mit Skripten programmieren die Entwickler die Abläufe des Roboters – von einfachen Bewegungen bis hin zu komplexen Aufgaben wie eine Greifpunktberechnung. Virtuelle Sensoren werden hinzugefügt und die Reaktionen des Roboters auf verschiedene Ereignisse in der Logik definiert. Zusätzlich können die Modelle um Texturen und Materialien aus Entwicklung und Design angereichert werden. So hat der Anwender immer mehr den Eindruck, einer realen Anlage gegenüberzustehen, mit der er dank Hand-Tracking auch wirklich interagieren kann. Das XR-Modell aus Unity kann zudem recht einfach auf verschiedenen XR-Geräten bereitgestellt werden.

Impressionen für Schulung und Training
Impressionen für Schulung und Training – Bild: Xcella Vista UG

Vielfältige Einsatzbereiche

Aufgrund des technologischen Fortschritts der letzten Jahre lässt sich XR-Technologie heute für zahlreiche industrielle Anwendungen einsetzen, etwa im Marketing und Vertrieb: So könnte der Vertriebsleiter eines Maschinenbauunternehmens seinen Kunden eine neue Anlage etwa als XR-Präsentation direkt in deren Produktionshalle projizieren. Die Kunden können in ihrem Werk um die Maschine herumgehen, Komponenten genauer betrachten und ins Innere schauen. Weitere Potenziale finden sich in der Aus- und Weiterbildung. Mit XR-Technologie können virtuelle Modelle in eine virtuelle Schulungsumgebung überführt werden, in der die Maschinen realitätsgetreu und erlebbar nachgebildet sind. Die Auszubildenden tragen XR-Brillen und können die Maschinen in einer sicheren Umgebung bedienen. Sie lernen, Prozesse zu steuern, Störungen zu beheben und Wartungsarbeiten durchzuführen, ohne dass reale Maschinen betroffen sind.

Rasante Fortschritte

XR-Technologie entwickelt sich rasant weiter. XR-Brillen werden kompakter, leichter und somit komfortabler. Plattformübergreifende Software wie Horizon OS ermöglichen es, XR-Erlebnisse für verschiedene Geräte bereitzustellen. Innovative Entwicklungswerkzeuge sowie künstliche Intelligenz werden künftig bei Modellaufbereitung und Applikationsentwicklung helfen und Entwicklungszeiten verkürzen. Doch bei allem Fortschritt gibt es bereits heute viele Szenarien, in denen XR-Technologie ihren Nutzen für industrielle Prozesse ausspielen kann.



  • Econ Solutions bezieht neuen Standort

    Econ Solutions bezieht neuen Standort

    Um mehr Kundennähe sowie eine engere Zusammenarbeit mit dem Mutterunternehmen MVV Energie zu ermöglichen hat Econ Solutions einen neuen Standort eröffnet.

    mehr lesen: Econ Solutions bezieht neuen Standort

  • KIT-Expertin: „Cyberangriffe nehmen zu, Schutzmaßnahmen werden besser“

    KIT-Expertin: „Cyberangriffe nehmen zu, Schutzmaßnahmen werden besser“

    Vor 40 Jahren kam die erste E-Mail in Deutschland an. Heute werden täglich rund 350 Milliarden Mails versendet – auch durch Cyberkriminelle. Professorin Melanie Volkamer, Expertin für IT-Sicherheit vom Karlsruher…

    mehr lesen: KIT-Expertin: „Cyberangriffe nehmen zu, Schutzmaßnahmen werden besser“

  • Bitkom zum Inkrafttreten des AI Acts

    Bitkom zum Inkrafttreten des AI Acts

    Nach der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt am 12. Juli tritt am 1. August der AI Act in Kraft. Der Bitkom sieht jedoch noch viele Fragen ungeklärt.

    mehr lesen: Bitkom zum Inkrafttreten des AI Acts

  • Wie Unternehmen mit Ausbildung den Fachkräftemangel bekämpfen wollen

    Wie Unternehmen mit Ausbildung den Fachkräftemangel bekämpfen wollen

    In Deutschland fehlen Fachkräfte. Ein Weg, um die Lücken zumindest ein bisschen zu schließen: Selbst ausbilden. Besonders gefragt ist Nachwuchs in MINT-Berufen. Wie aus einer Studie des Instituts der deutschen…

    mehr lesen: Wie Unternehmen mit Ausbildung den Fachkräftemangel bekämpfen wollen

  • Capgemini-Studie zeigt Potenziale für Bio-Engineering in der Industrie

    Capgemini-Studie zeigt Potenziale für Bio-Engineering in der Industrie

    Nahezu alle Industrie-Unternehmen befassen sich laut einer Capgemini-Studie mit Bio-Engineering. Die Mehrheit der befragten Organisationen plant demnach sogar Investitionserhöhungen für Biotechnologie. Ein zentrales Motiv: mehr Nachhaltigkeit.

    mehr lesen: Capgemini-Studie zeigt Potenziale für Bio-Engineering in der Industrie

  • Smart Factory Week startet Mitte September

    Smart Factory Week startet Mitte September

    Die Smart Factory Week von MPDV geht vom 16. bis 19. September 2024 in die vierte Runde. Das Online-Event richtet sich an Einsteiger und Nutzer digitaler Fertigungsprozesse und Management Execution…

    mehr lesen: Smart Factory Week startet Mitte September

  • Neuer Managing Director Germany bei Commvault

    Neuer Managing Director Germany bei Commvault

    Seit Juli hat die Commvault Systems einen neuen Management Director für Deutschland. Frank Dehne folgt in dieser Position auf Peter Kayi.

    mehr lesen: Neuer Managing Director Germany bei Commvault

  • BSI entwickelt Folgemaßnahmen als Reaktion auf weltweite IT-Ausfälle

    BSI entwickelt Folgemaßnahmen als Reaktion auf weltweite IT-Ausfälle

    Nach den weltweiten IT-Störungen am 19. Juli 2024 hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Gespräch mit den Software-Unternehmen Crowdstrike und Microsoft erste Maßnahmen entwickelt, um vergleichbare…

    mehr lesen: BSI entwickelt Folgemaßnahmen als Reaktion auf weltweite IT-Ausfälle

  • Forschende gehen technologiebezogenen Verschwörungstheorien auf den Grund

    Forschende gehen technologiebezogenen Verschwörungstheorien auf den Grund

    Wissenschaftler der Universitäten Paderborn und Göttingen untersuchen in einer Studie, wie technologiebezogene Verschwörungstheorien zustande kommen und welche Auswirkungen diese haben können.

    mehr lesen: Forschende gehen technologiebezogenen Verschwörungstheorien auf den Grund

  • B-Human erneut beim RoboCup erfolgreich

    B-Human erneut beim RoboCup erfolgreich

    Das Team B-Human der Universität Bremen und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) errang bei der RoboCup-Weltmeisterschaft in Eindhoven den Titel – und das bereits zum elften Mal.

    mehr lesen: B-Human erneut beim RoboCup erfolgreich

  • Fehlende Transparenz in der Software-Lieferkette gefährdet NIS-2-Compliance

    Fehlende Transparenz in der Software-Lieferkette gefährdet NIS-2-Compliance

    Unternehmen kämpfen noch mit den Cybersicherheitsanforderungen der neuen NIS-2-Richtlinie. Laut einer aktuellen Studie von BlackBerry scheint die Software-Lieferkette ein entscheidender Faktor dafür zu sein.

    mehr lesen: Fehlende Transparenz in der Software-Lieferkette gefährdet NIS-2-Compliance

  • Bosch erwirbt HLK-Geschäft von Johnson Controls & Hitachi

    Bosch erwirbt HLK-Geschäft von Johnson Controls & Hitachi

    Bosch setzt seinen Wachstumskurs mit einer strategischen Akquisition fort: Für seinen Bereich Energy and Building Technology plant die Unternehmensruppe das weltweite Heizungs-, Lüftungs- und Klimalösungsgeschäft für Wohn- und kleine Gewerbegebäude…

    mehr lesen: Bosch erwirbt HLK-Geschäft von Johnson Controls & Hitachi