
Die Mehrheit der befragten Fertiger gibt in einer aktuellen Studie von Rockwell Automation an, mindestens in einem ihrer Werke eine MES-Software zu nutzen. Weitaus weniger setzen die Technologie standortübergreifend konsistent ein. Der Automatisierungsspezialist führt dies auf Faktoren wie isolierte Systeme, unzureichend genutzte Daten und steigende Betriebsrisiken zurück. Dadurch könnten Hersteller nur begrenzten Wert aus ihren bereits getätigten Investitionen ziehen.
Die wichtigsten Ergebnisse des Berichts:
93% der befragten Hersteller verfügen über ein MES, 28% haben es unternehmensweit eingeführt, 23% vermelden eine vollständige Integration in die weitere Systemlandschaft von ERP (Enterprise Resource Planning), PLM (Product Lifecycle Management), Qualitätssicherung und Betriebstechnologie (OT). SAP-Verantwortliche wissen, dass sie handeln müssen – aber nicht, wie sie fundiert entscheiden. ‣ weiterlesen
SAP-Transformation mit Augenmaß: Sicherheit für die richtige Entscheidung
Für 44% der befragten Hersteller gilt die Integration als wichtigste Anforderung beim Kauf einer MES-Software. Zugleich sehen die Befragten die größte Herausforderung in der Modernisierung, wobei 33% MES als ihr größtes Problem bei der Datenintegration nennen.
Laut Studie erwarten Fertigungsunternehmen, dass 42% der Prozesse im nächsten Jahr KI-gestützt sein werden und 54% rechnen damit bis 2030. 43% geben an, dass sie ihre gesammelten Daten – die Grundlage den KI-Einsatz – nicht effektiv nutzen.
46% der Hersteller waren im vergangenen Jahr von einem Cybersicherheitsvorfall betroffen. Sicherheit und Compliance rangieren in der Rockwell-Untersuchung nun an zweiter Stelle der MES-Kaufkriterien und werden von 43% der Befragten genannt.
„Die MES-Einführung selbst ist nicht mehr die eigentliche Hürde, sondern die Skalierung auf Unternehmensebene“, erklärt Anthony Murphy, Vice President of Product Management bei Rockwell Automation. „Hersteller haben möglicherweise mit ersten Investitionen in die MES-Technologie schon Einiges erreicht. Für viele bleibt es jedoch eine große Herausforderung, eine vollständige Wertschöpfung im gesamten Unternehmen zu realisieren.“ Auch die Bedeutung eines MES habe sich von der reinen Produktionsverfolgung hin zur Bereitstellung von Einblicken in die gesamten Betriebsabläufe eines Unternehmens gewandelt, so Murphy. Er betont, dass, wenn die Konnektivität hergestellt ist, weitere Möglichkeiten entstehen, um etwa KI-Technologie gewinnbringend zu nutzen.
Die Studie basiert auf den Beiträgen von 1.560 Entscheidungsträgern aus Fertigungs- und Industriebetrieben in 17 Ländern. Der vollständige Report ist hier einsehbar.








































